Gottes Engel in menschlicher Gestalt

„Fürchte dich nicht, ich verkünde euch eine große Freude, heute ist euch der Messias geboren, der Herr”.

So wird uns in den Gottesdiensten an Weihnachten die frohe Botschaft der Menschwerdung Gottes in der Geburt Jesu verkündet. Für mich besonders eindrucksvoll im Krippenspiel der Kinder am heiligen Abend. Zu Weihnachten verschenke ich neben Gedanken zum Fest auch Engel aus Uganda. Engel begleiten uns besonders in der Advents- und Weihnachtszeit.

Beeindruckt hat mich vor einiger Zeit die Frage eines Kindes: „Gibt es Engel heute noch – kann auch ich ein Engel sein?” Ja, es gibt sie heute noch, Gottes Engel in menschlicher Gestalt!

Ich dachte zurück an die Zeit meiner schweren Erkrankung Anfang 2015, als „Engel“ mich gepflegt haben, versorgt, Mut gemacht haben, besucht, die Krankenkommunion und -salbung gebracht haben, mich haben spüren lassen in verschiedenster Weise; Fürchte dich nicht – Gott ist da, wir sind da, Eltern, Familie, Freunde, für mich Gottes Engel in menschlicher Gestalt, auch heute.

In den ersten Tagen des neuen Jahres sind es für mich unsere Sternsinger, die Gottes Segen und die Weihnachtsbotschaft in unsere Heime, Häuser, Familien, zu den Menschen bringen: Christus Mansionem Benedicat, Christus segne dieses Haus, und sie setzen sich ein für Kinder in Not, in unserer Gemeinde, für Kinder in Bangladesh, damit diese menschenwürdiger leben können. Große und kleine Engel in menschlicher Gestalt.

Können wir selbst auch zu Engeln werden? Diese Frage begleitet mich hinein ins neue Jahr. Natürlich hoffe ich, dass mir auch im neuen Jahr Engel begegnen. Gottes Engel in menschlicher Gestalt. Und ich glaube daran, dass ich von Gott und von Menschen, die hinter mir und zu mir stehen, begleitet und getragen bin, ich habe sie auch hier in Ludwigsburg gefunden.
Unsere Kinderfrage will uns auch die Augen öffnen für die Menschen, die vielleicht schon lange kein gutes, aufmunterndes Wort mehr gehört haben, alleine sind, traurig, im Abseits stehen, in denen es in verschiedenster Weise „dunkel“ ist, Menschen oft ganz nah bei uns.

„Fürchte dich nicht“ – Gelegenheiten, schon in den kleinen Momenten des Alltags ein „Engel“ zu sein, Licht und Freude in das Leben anderer Menschen zu bringen, gibt es sicher genug.

Uns Allen ein gesegnetes,
von Engeln erfülltes und
begleitetes Jahr 2018

Pfarrer Frank Schöpe