Kath. Krankenpflegeverein wählt Vorstand und baut Unterstützung für Wilhelminenpflege und Mitglieder aus

Kath. KrankenpflegevereinUnsere Gesellschaft wird älter. So wundert es nicht, dass immer mehr Menschen Unterstützung brauchen, um den Alltag zu bewältigen, wenn der Körper nicht mehr so mitmacht wie in früheren Jahren. Unterstützung tut not: Zunächst in den kleinen Dingen des Alltags wie Gardinen wechseln oder Begleitung zum Arzt; später auch Betreuung, wenn Demenz einsetzt oder Pflege, wenn die Körperkräfte abnehmen. Viele fragen sich: Wie kann ich hier Unterstützung bekommen und vorsorgen, solange es geht.

Erweiterter Anspruch auf Unterstützung durch Pflegeversicherung
Der Kath. Krankenpflegeverein will hier da sein und Unterstützung leisten. Am 30. Juni hatte er zur Vollversammlung seiner Mitglieder eingeladen. Zu Gast war Frau Mariele Kerkhoff, die den Pflegestützpunkt der Stadt Ludwigsburg leitet. Sie informierte über gesetzliche Änderungen und den erweiterten Anspruch auf Hilfen. So können beispielsweise schon bei Pflegestufe 0 ergänzende hauswirtschaftliche Leistungen mit der Pflegeversicherung abgerechnet werden. Auch an Demenz Erkrankte haben heute mehr Anspruch auf Unterstützung. Martina Molinski und Dorota Scharmach, Einsatzleitungen unserer Kath. Nachbarschaftshilfe verdeutlichten, wie vielfältig die Möglichkeiten dieser Alltagsunterstützung sind. Mitglieder können zudem im Bedarfsfall Stunden umsonst in Anspruch nehmen – und wenn später Pflege ansteht, dann kann sogar Langzeitbetreuung Angehörige im Betreuungsalltag entlasten.

Einstufungsberatung für Mitglieder des Vereins
Immer wieder war zurückgemeldet worden, dass der Kontakt mit dem medizinischen Dienst der Krankenkassen für viele Angehörige eine Überforderungssituation darstellt. So beschloss die Vollversammlung dass die Einsatzleitung unserer Kath. Sozialstation Wilhelminenpflege künftig – über mit der Pflegekasse abrechenbare Stunden hinaus – bei Bedarf auf die Besuche des MDK im Haushalt der Pflegenden vorbereitet und einen solchen Besuch auf Kosten des Krankenpflegevereins mitbegleiten kann.

Unterstützung für chronisch Kranke
Schon im vergangenen Jahr hatte der Verein einen Zuschuss von 500 Euro / Jahr zu den Pflegekosten für langjährige Mitglieder sowie für arme Menschen beschlossen, wenn diese über abrechenbare Leistungen mit der Pflegekasse hinausgehen. Nun entschloss man sich auch die Pflege einer chronisch kranken Patientin der Wilhelminenpflege finanziell zu unterstützen: Die Kasse trägt hier nur einen kleinen Teil der Leistungen. Das Defizit ist immens. 1000 Euro sollen hier pro Kalenderjahr als Zuschuss zur Verfügung gestellt werden.

Neuwahl des Vorstands
Einstimmig wurde der Vorstand des Vereins gewählt: Ihm stehen Pastoralreferent Martin Wunram und Renate Lämmermeier vor. Beisitzer sind Waltraud Neubrand, Christl Pfeifer, Ingrid Ollig, Ursula Tomerl sowie Cäcilie Wollbaum (Kassier). Hubertus Mayer und Elisabeth Neef wurden in der Funktion der Kassenprüfer bestätigt.
Knapp 300 Mitglieder aus allen Kirchengemeinden Ludwigsburgs zählt der Kath. Krankenpflegeverein. Mit dem Eintritt eines Mitglieds erwirbt die im selben Haushalt wohnende Familie eine Familienmitgliedschaft. Der Beitrag beträgt derzeit 15 Euro / Kalenderjahr.

Mitgliedsanfragen und Infos: Renate Lämmermeier Tel. 3 19 21
Kath. Nachbarschaftshilfe Einsatzleiterinnen Frau Molinski (Tel. 129 04 79) und Frau Scharmach (Tel. 33 6 88)
Kath. Sozialstation Wilhelminenpflege Pflegedienstleistung Irena Paszek (Tel. 93 22 – 22 / -0)