Pressemitteilung zur 72-Stunden-Aktion

„Ich möchte sehen wie das Unmögliche möglich gemacht werden kann“
Erstes Vorbereitungstreffen zur 72-Stunden-Aktion in St. Johann, Ludwigsburg

Genau 72 Tage vor dem Start der bundesweiten 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), haben sich in Ludwigsburg junge Leute aus den Kirchengemeinden St. Johann, St. Thomas Morus und St. Josef zum kennenlernen und sich aufeinander einstimmen getroffen. „Denn wenn am 13. Juni 2013 um 17.07 Uhr bundesweit der Startschuss zur großen Sozialaktion in ganz Deutschland fällt, geht es gleich in die Vollen“, sagt Gemeindereferent Michael Friedmann, der die Aktion vor Ort mit begeleitet.

Innerhalb von 72 Stunden werden dann die Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine soziale Aufgabe zu meistern haben, die bis zum Startschuss aber noch streng geheim ist. Dies kann die Renovation eines Spielplatzes sein, ein Fest für sozial benachteiligte Menschen, eine große Baumpflanzaktion oder wie 2009 – bei der letzten Aktion vor vier Jahren – die Besorgung eines Krankenwagens für eine Krankenstation in Kamerun, 3.000 Euro für den Transport, sowie Laborgeräte und einen Gynäkologischen Stuhl. „Die Aufgabe schien damals auf den ersten Blick unmöglich“, so Aktionsteilnehmer damals. Doch mit Kreativität, Mut und unermüdlichem Einsatz stand schon nach 24 Stunden fest, dass wohl alle Aufgabe gelöst sind, sprich die Zusagen vorliegen – einschließlich einem seriösen Gynäkologischen Stuhl, den ein Erotikversandhaus spontan kostenlos zur Verfügung gestellt und unverzüglich zum Versand gebracht hat, was damals
für viel Gelächter und Begeisterung zugleich gesorgt hat, denn bis am Freitag Nachmittag hatten alle Anrufe und Besuche in Krankenhäusern und Praxen nur negative Nachricht gebracht.

Beim Vorbereitungstreffen der ersten begeisterten Teilnehmer am vergangenen Dienstag – genau 72 Tage vor Aktionsstart – in St. Johann, Ludwigsburg beschnupperten sich die jungen Leute zunächst, die sich über die Jugendarbeit der Gemeinde, aber auch über den Religionsunterricht haben ansprechen lassen. Bei verschiedenen Spielen wurde schon mal geübt, was es heißt, sich auf andere zu verlassen und gemeinsam ein großes Ziel zu verfolgen. So wurde aus 72 Gegenständen ein Gesamtkunstwerk erstellt oder als Gruppe ohne Blickkontakt auf 72 gezählt ohne dass zwei zeitgleich sprechen, was gar nicht so einfach war. „Daran sehen wir,“ so Pastoralassistentin Katharina Leser, „dass man sich aber auch nicht so schnell unterkriegen darf, wenn mal was nicht gleich funktioniert.“

Beim Ausfüllen der Steckbriefe wurde dann auch nach Lieblingssüßigkeiten und Dingen gefragt, die einen motivieren, damit man sich bestens auf die Aktion vorbereiten kann und auch schon mal abgefragt hat, wer welche Kontakte zu Firmen und Prominenten hat, deren Hilfe dann gegebenenfalls kurzfristig mobilisiert werden kann.

Dass die Aktionsgruppe bis zum Start noch größer wird, daran haben auch Pauline Wagner und Daniel Wunder keinen Zweifel, die gerade ihren Bundesfreiwilligendienst in den Gemeinden leisten und sich schon seit bald einem Jahr auf diese Aktion freuen und die Anmeldungen der Teilnehmer entgegen nehmen. „Wir sind dabei“, so Laura Riedl und Isabelle Ihringer, „weil es viel Spaß und Abwechslung mit sich bringen wird und man was Gutes tut“ und so Antonia Biehl „Ich mach bei der 72-Stunden-Aktion mit, weil ich sehen möchte, wie Unmögliches möglich gemacht werden kann.“

Weitere Informationen und Anmeldungen zur Teilnahme an der 72-Stunden-Aktion sind über das Katholische Pfarrbüro St. Johann, Belschnerstraße 39, 71636 Ludwigsburg, Tel. 07141 / 70 20 89 -20 möglich. Ebenso dürfen sich auf im Vorfeld bereits Förderer in Form von Geldspenden, Kuchenspenden, tatkräftiger Unterstützung oder sonstiger jedweder Hilfe gerne melden, die somit zum Gelingen mit Beitragen werden.