Zeltlager 2011 St. Thomas Morus – Draußen zu Hause

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Am Samstag, den 30. Juli, wurde bei Neckarsteinach unser Banner gehisst: Von den 28 Kindern zwischen neun und 13 Jahren und acht Leitern des Zeltlagers der katholischen Kirchengemeinde St. Thomas Morus wurde so verdeutlicht, dass für sie jetzt eine andere, ganz besondere Zeit beginnt. Unter dem Banner, das die Kinder selbst gestaltet und aufgestellt hatten, konnte nun die Zeltlagergemeinschaft über acht Tage hinweg einander kennenlernen, Abenteuer erleben und zusammenwachsen.
Ohne Eltern und ohne den gewohnten Komfort eine festen Hauses tauchten viele der Kinder in eine für sie bisher neue Welt ein: Gemeinsames Essen für 36 Personen an Biergartentischen und –bänken, übernachten in Zelten und duschen in einem Provisorium aus Gartenschlauch und Planen – das alles hört sich recht unbequem an, doch eine unserer erstmaligen Teilnehmerinnen offenbarte am letzten Tag: „Das Zeltlager ist besser als irgendein teurer Cluburlaub auf einer Insel – denn hier habe ich viele Freunde gefunden und so viel Spaß wie nie zuvor gehabt.“

Ob bei aufregenden Spielen wie dem Forscherspiel, einer gruseligen, aber letztlich witzigen „Mutprobe“ oder beim allseits beliebten Tischtennis: In der Natur und in der Gemeinschaft erlebten die Kinder, wie nah Gott uns in den einfachen Dingen des Lebens ist. Viele Kinder verbrachten ihre freie Zeit in den Bäumen, andere genossen die Sonne und das wunderschöne Wetter und konnten so mal richtig ausspannen und das Wunder der Schöpfung genießen.

Spannend wurde es bei unseren allabendlichen Nachtwachen, in denen die Kinder gemeinsam mit den Leitern selber ein Lagerfeuer machten, den Zeltplatz bewachten und das Banner erfolgreich gegen befreundete „Diebe“ verteidigten.

Und nach acht ganzen Tagen gemeinsam in Zelten und in der freien Natur stellten wir dann fest: Heimweh gab es nicht! Denn es wurde viel gelacht, das Essen war richtig gut und wir wuchsen zu einer wirklich tollen Gemeinschaft zusammen.

Als das Banner am letzten Tag eingeholt wurde, fuhren wir erschöpft und voller neuer Eindrücke und Erfahrungen nach Hause. Dort warteten auch schon die Familien, gespannt auf die Geschichten, die ihre Kinder mitgebracht hatten. Alle freuten sich, ihre Familien nach einer Woche wieder in die Arme schließen zu können, doch jeder wusste: „Nächstes Jahr, da sehen wir uns wieder auf dem Zeltlager 2012!“

Katharina Leser

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