{"id":10827,"date":"2025-10-06T07:29:34","date_gmt":"2025-10-06T05:29:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kath-kirche-lb.de\/st-thomas-und-johannes\/?p=10827"},"modified":"2025-10-06T07:29:43","modified_gmt":"2025-10-06T05:29:43","slug":"kirchen-kalendarisches-im-oktober-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kath-kirche-lb.de\/st-thomas-und-johannes\/2025\/10\/06\/kirchen-kalendarisches-im-oktober-4\/","title":{"rendered":"Kirchen-Kalendarisches im Oktober"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\"><em><u><strong>Rosenkranzmonat<\/strong><\/u><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Th\u00e9r\u00e8se von Lisieux (1873-1897)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als dritte Frau \u00fcberhaupt zur Kirchenlehrerin ernannt \u2013 neben Theresia von \u00c1vila und Katharina von Siena. Theresias Lehre sagt, dass die Liebe eines Menschen zu Gott an seiner N\u00e4chstenliebe gemessen werde: <em>\u201eMeine Berufung ist die Liebe\u201c. <\/em>Bereits im jungen Alter von 15 Jahren trat sie nach mehrmaligem Bitten in den Karmel von Lisieux ein. In ihrer \u201eGeschichte einer Seele\u201c spricht sie \u00fcber ihre innere Entwicklung und Motivation.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eIch mache es wie die Kinder: Ich sage Gott einfach,<br>was ich ihm sagen will \u2013 er versteht mich.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Attribute: Rosen<br>Patronat: der Karmelitinnen, der Flieger, der Missionen<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Oktober\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<br><u>Fest der Heiligen Schutzengel<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das seit 1615 am heutigen Tag begangene Schutzengelfest erinnert daran, dass Gott jedem einzelnen Menschen Begleitung und Schutz auf seinem Lebensweg schenkt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Irmgard von Baindt (13. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4btissin in Baindt bei Weingarten<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Blanka<\/u><\/strong> (Blanche, Bianca)<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00e4rtyrerin aus Rom<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4. Oktober&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Franz(iskus) von Assisi (1181\/82-1226)<\/u><\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Alter von 25 Jahren erlebte Francesco Giovanni durch Krankheit und Haft eine innere Wandlung. Er entsagte sich dem weltlichen Leben und entschied sich zur Nachfolge Christi in vollkommener Armut und im Gebet. Franz reiste als Prediger und Missionar in Dalmatien und Spanien umher; 1221 gr\u00fcndete er f\u00fcr Laien den Dritten Orden, die Terziaren. Er diente den Menschen am Rande der Gesellschaft. Im \u201eSonnengesang\u201c spiegelt sich sein liebevolles Verh\u00e4ltnis zu Gottes Sch\u00f6pfung.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Berg La Verna empfing er 1224 die Wundmahle Jesu.<\/p>\n\n\n\n<p>Attribute: Erdkugel, Wolf, Seraph<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: von Italien, der Armen, der Sozialarbeiter, der Lahmen, der Blinden, des Umweltschutzes, der Kaufleute, der Weber<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWas der Mensch vor Gott ist, das ist er und nicht mehr.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>5. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Maria Faustina vom allerheiligsten Sakrament OLM (<\/u><\/strong><strong>1905-1938)<br><\/strong>Helena Kowalska geh\u00f6rte der Kongregation der Schwestern der Muttergottes von der Barmherzigkeit an. In ihren Visionen beauftragte sie Jesus, von ihm ein Bild zu malen, von dessen <em>Heiligsten Herzen <\/em>zwei Strahlen ausgehen. Das Bildnis des <em>Barmherzigen Jesus<\/em> tr\u00e4gt folgende Inschrift: <em>\u201cJesus, ich vertraue auf dich.\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDie gl\u00fccklichste Seele ist jene,<br>die sich Gottes Barmherzigkeit anvertraut.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>6. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Bruno (11. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: der Besessenen; gegen Pest<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregel: \u201cBruno der Kart\u00e4user treibt die M\u00e4use in die H\u00e4user.\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>7. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Rosenkranzfest<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gedenktag zwischen Krieg und Frieden<\/p>\n\n\n\n<p>Der knapp 450-j\u00e4hrige Gedenktag geht auf viele \u201esiegreiche\u201c kriegerische Auseinandersetzungen zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEine besondere Bedeutung erhielt das Rosenkranzfest in der Zeit des Nationalsozialismus. Am Abend des Festes 1938 hatten sich \u00fcberraschend viele katholische Jugendliche zur Rosenkranz-Andacht im Wiener Stephansdom versammelt \u2013 einige tausend, manche sprechen von zehntausend Jugendlichen, waren gekommen. In seiner Predigt griff der Erzbischof von Wien, Kardinal Theodor Innitzer \u2013 zuvor wegen seines unklaren Verh\u00e4ltnisses zu den Nazis in der Kritik \u2013 die nationalsozialistische Ideologie scharf an. Er rief den Jugendlichen zu: \u201eChristus ist euer F\u00fchrer!\u201c Seine Predigt gilt als Meisterst\u00fcck impliziter Regimekritik und r\u00fchrte die anwesenden Massen auf. So kam es nach der Andacht im Dom zu einer spontanen Jugenddemonstration. Die Reaktion der Nazis lie\u00df nicht lange auf sich warten: Am Tag darauf verw\u00fcsteten Mitglieder der Hitlerjugend das Erzbisch\u00f6fliche Palais und griffen Geistliche an, viele katholische Jugendf\u00fchrer wurden verhaftet.\u201c (katholisch.de)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Dionysius von Paris (3. Jh.)<\/u><\/strong><strong><br><\/strong>Patron: bei Hundebissen<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWenn dein Sprechen nicht wertvoller ist als dein Schweigen,<br>dann schweige lieber.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>10. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Daniele Comboni (1831-1881)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Priester gr\u00fcndete den Missionsverein vom Guten Hirten; auf ihn geht die Wiederbelebung der Missionsarbeit in Zentralafrika zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute arbeiten rund 3500 Ordensleute und Mitglieder des S\u00e4kularinstituts der Comboni-Missionare (MCCJ) in 40 L\u00e4ndern in Afrika und Mittelamerika.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>11. Oktober<br><em>\u201eFest der Mutterschaft der allerseligsten Jungfrau Maria\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Papst Johannes XXIII. (1881-1963)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Angelo Giuseppe Roncalli wurde 1958 zum Papst gew\u00e4hlt; er brachte frischen Wind in die Kirche (\u201eAggiornamento\u201c = Verheutigung [der Kirche]). Nur 30 Tage nach seiner Wahl k\u00fcndigte er das 2. Vatikanische Konzil an, welches zwischen 1962 und 1965 stattfand. Dessen Ende erlebte Johannes XXIII. jedoch nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Interessantes: Der unverweste Leichnam des Papstes ruht in einem Glassarg in einer Seitenkapelle des Petersdomes in Rom.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDer Mensch ist nie so gro\u00df, als wenn er kniet.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>12. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Otto M\u00fcller (1870-12. Oktober 1944)<\/u><\/strong><strong>, Priester<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1906 wurde er Pr\u00e4ses der katholischen Arbeiterbewegung in der Di\u00f6zese K\u00f6ln und sp\u00e4ter f\u00fcr Westdeutschland.<br>Wegen seiner Kritik am Nationalsozialismus und seiner Verbindungen zur <strong>Widerstandsgruppe <\/strong>des Attentats auf Hitler wurde er nach dem Attentat vom 20. Juli verhaftet. Er starb im Gef\u00e4ngnis Berlin-Tegel.<br>Seine Grabstelle ist nicht bekannt.<strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>13. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Koloman (10.\/11. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Ire befand sich auf einer Pilgerfahrt ins Heilige Land und wurde in der Gegend von Stockerau (nordwestlich von Wien) wegen seiner fremden Sprache als Verd\u00e4chtiger festgenommen und an einem Baum aufgeh\u00e4ngt. Nach seinem Tod wurde er bald in \u00d6sterreich, B\u00f6hmen und Ungarn verehrt. Sein eigentlicher Gedenktag ist der 17. Juli, im \u00f6sterreichischen Raum jedoch der 13. Oktober.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: von Melk, der zum Tod durch den Strang Verurteilten, der Reisenden, des Viehs, gegen Krankheiten, gegen Unwetter, Feuergefahren, Ratten- und M\u00e4useplagen, gegen die Pest<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregel: \u201cHeiliger Koloman schick mir einen braven Mann.\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>14. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Kalixtus I. (2.\/3. Jh.)<\/u><\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der ehemalige Sklave wurde 199 zum Diakon geweiht und erhielt die Aufgabe, die christlichen Katakomben an der Via Appia zu verwalten. Trotz des Widerstandes des angesehenen und gelehrten Priesters Hippolyt wurde er vom Volk und vom Klerus Roms 217 zum Papst gew\u00e4hlt.<br>Er f\u00fchrte die Kirchenmalerei ein und erlaubte es hochgestellten Frauen, die Ehe mit Sklaven einzugehen.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Burkhard (7.\/8. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Missionsbegleiter von Bonifatius &#8211; auch Burkard genannt &#8211; war erster Bischof von W\u00fcrzburg. Sein Gedenktag ist der 2. Februar, im deutschsprachigen Raum jedoch der 14. Oktober.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: gegen Gelenkkrankheiten, Rheumatismus, Stein- und Nierenleiden sowie Lendenschmerzen<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregeln: \u201cIst St. Burkhard tr\u00fcbe, kommt kein Zucker in die R\u00fcbe.\u201d<br>\u201cSankt Burkhardi Sonnenschein sch\u00fcttet Zucker in den Wein.\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>15. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Theresia von \u00c1vila (1535-1582)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Karmelitin wurden mystische Erfahrungen zuteil. Mit leidenschaftlicher Hingabe, Organisationstalent und Humor, den sie von ihrem j\u00fcdischen Gro\u00dfvater geerbt hatte, erneuerte sie den Karmeliterorden. H\u00f6chste Ber\u00fchmtheit erlangte Theresia durch ihre Schriften, noch niemand vor ihr hatte das mystische Leben so deutlich und ausf\u00fchrlich beschrieben. Alle ihre B\u00fccher sind von klassischer Sprache; eines der ber\u00fchmtesten ist \u201eDie Seelenburg\u201c. In Spanien wird sie \u201eSeraphische Mutter\u201c und \u201eDoctora mystica\u201c genannt.<br>1970 wurde sie von Papst Paul VI. als <strong>erste Frau <\/strong>zur <strong>Kirchenlehrerin <\/strong>erhoben.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronin der Bortenmacher, von Spanien, f\u00fcr ein innerliches Leben, in geistlichen N\u00f6ten<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregel: \u201cZu St. Theres\u2019 beginnt d\u2019Weinles\u2019.\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>16. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Hedwig (Jadwiga) von Andechs (1174-1243)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sie gebar sieben Kinder und f\u00f6rderte als Landesherrin Christentum und Kultur in Schlesien. Wie ihre Nichte, die hl. Elisabeth (19.11), sorgte sie f\u00fcr Arme und Kranke.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronin: von Schlesien, Polens, der Kathedrale von Berlin<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Gallus (um 640)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am M\u00fchletobel s\u00fcdlich des Bodensees baute Gallus sich in der Wildnis eine Klause. Er wurde zum begehrten Ratgeber bei Volk, Adel und Klerus. 720 entstand aus der Zelle mit seinem Grab das Kloster St. Gallen, in dem die Benediktinerregel eingef\u00fchrt wurde und das die Kultur des Abendlandes ma\u00dfgeblich beeinflusste.<\/p>\n\n\n\n<p>Darstellung: mit Wanderstab, mit B\u00e4r<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: der G\u00e4nse, H\u00fchner und H\u00e4hne (gallus = Hahn), der Fieberkrankheiten<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Marguerite-Marie Alacoque (22. Juli 1647-17. Oktober 1690)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: an Kinderl\u00e4hmung leidende, Waisen, Verehrer:innen des Herzens Jesu<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDas Herz Jesu verehren, hei\u00dft nicht so sehr Gebete sprechen,<br>als sich seinen Tugenden gleichf\u00f6rmig machen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregeln: \u201cNach dem Sankt Gallus-Tag nichts mehr im Garten bleiben mag.\u201d<br>\u201cSankt Gallen l\u00e4sst den ersten Schnee fallen.\u201d<br>\u201cWenn Gallus kommt, hau ab den Kohl,<br>er schmeckt im Winter trefflich wohl.\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>17. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Ignatius von Antiochien (35-117)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vom Sch\u00fcler des Apostels Johannes sind noch sieben Briefe erhalten; er setzt sich darin unter anderem <strong>f\u00fcr die Einheit<\/strong> der Gemeinden ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Er wurde im Kolosseum in Rom wilden Tieren zum Fra\u00df vorgeworfen; im Angesicht des Todes soll Ignatius ausgerufen haben: \u201eIch bin der Weizen Christi, ich muss durch die Z\u00e4hne der Tiere gemahlen werden, um als reines Brot befunden zu werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Attribute: als Greis mit Bart mit L\u00f6wen<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: gegen Halsschmerzen, Ausschlag<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Johannes von Lykopolis (305-394)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Er soll Wundertaten vollbracht und Prophezeiungen gemacht haben.<br>Viele Pilger \u2013 auch Hieronymus und Augustinus \u2013 kamen zu Johannes; er beriet sie seelsorgerlich durch ein Fenster in seiner H\u00f6hle und heilte durch die Gabe von gesegnetem \u00d6l.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>18. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Lukas, Evangelist (1. Jh.) <\/u><\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lukas war Arzt in Antiochien. Zwischen 50 und 51 begleitete er den Apostel Paulus auf zwei Missionsreisen. Er gilt als der Verfasser des dritten Evangeliums und der Apostelgeschichte. Im Gegensatz zu den anderen Evangelien spielen bei ihm die Barmherzigkeit Gottes, die Liebe Jesu zu den Armen und S\u00fcndern, die Bedeutung des Gebetes sowie der Heilige Geist eine gro\u00dfe Rolle. Lukas starb mit \u00fcber 80 Jahren vermutlich in B\u00f6otien in Griechenland.<\/p>\n\n\n\n<p>Attribute: Evangelium, Stier, Marienbild, Arztger\u00e4te<\/p>\n\n\n\n<p>Patron der \u00c4rzte, Chirurgen, Kranken, K\u00fcnstler:innen, Bildhauer:innen, Notar:innen, der Goldschmiede, Buchbinder, der christlichen Kunst, des Viehs, der Metzger und der Wetters<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregel: \u201cSankt Lukas Evangelist, bringt Sp\u00e4troggen ohne Mist.\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>19. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Johannes (Jean) de Br\u00e9beuf und Isaak Jogues <\/u><\/strong>(17. Jh.)<\/p>\n\n\n\n<p>Johannes und Isaak wirkten als Jesuitenmissionare bei den Indianerst\u00e4mmen der Huroren und Irokesen in Kanada. De Br\u00e9beuf errichtete beim Indianerstamm der Huroren in Kanada mehrere Missionsstationen und verfasste f\u00fcr ihre Sprache ein W\u00f6rterbuch und eine Grammatik.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>20. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Wendelin (6.\/7. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Er war ein iroschottischer K\u00f6nigssohn, der wegen seiner religi\u00f6sen Neigung von seinem Vater gezwungen wurde, Schafe zu h\u00fcten.<\/p>\n\n\n\n<p>Patron der Hirten, B\u00e4uerinnen und Bauern, des Viehs, f\u00fcr gedeihliche Witterung, gute Ernte, bei Viehseuchen, der Felder<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregeln: \u201cUm Sankt Wendelin geht der sch\u00f6ne Herbst dahin.\u201d<br>\u201cSankt Wendelin verlass uns nie, schirm unsern Stall, sch\u00fctz unser Vieh.\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>21. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Ursula von K\u00f6ln (3.\/4. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ursula fiel wohl zusammen mit ihren \u201e11000\u201c Gef\u00e4hrtinnen im 4. Jh. der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian zum Opfer; diese Zahl beruht auf einem \u00dcbersetzungsfehler \u2013 es waren wohl 11 Gef\u00e4hrtinnen.<br>Die Legende berichtet, dass Ursula die Stadt K\u00f6ln von der Belagerung durch die Hunnen befreit haben soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronin der Lehrerinnen, der Jugend, um gute Heirat und guten Ehestand, in Kriegszeiten, bei Kinderkrankheiten, der Erzieher*innen, gegen die Qualen des Fegefeuers, in Kriegszeiten<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregeln: \u201cSankt Ursulas Beginn zeigt auf den Winter hin.\u201d<br>\u201cSankt Ursel, o Graus, zieht die B\u00e4ume aus.\u201d<br>\u201cSankt Ursula will uns sagen, bald k\u00f6nnt` das Feld Schnee tragen.\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>22. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Johannes Paul II<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Karol Wojty\u00b4la setzte sich w\u00e4hrend seiner Amtszeit unter anderem f\u00fcr die Auss\u00f6hnung zwischen den Religionen ein und initiierte die Weltjugendtage.<\/p>\n\n\n\n<p>Patron der Bergretter<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eGanz dein. \u2013 Totus Tuus.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>23. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Severin von K\u00f6ln (4. Jh.)<\/u><\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: gegen Ungl\u00fcck und Trockenheit, f\u00fcr gute Witterung, von K\u00f6ln, der Weber<br><em>Bauernregel: \u201cWenn\u00b4s Sankt Severin gef\u00e4llt, bringt er mit die erste K\u00e4lt\u00b4\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>24. Oktober&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>\u201eFest des Heiligen Erzengels Raphael\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Antonius Maria Claret (1807-1870)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eBewahre, soweit du kannst, Schweigen, Bescheidenheit,<br>innere Sammlung, Liebe zum N\u00e4chsten.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>25. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Ludwig III. <\/u><\/strong>(1109-1185) \u2013 Graf von Arnstein<\/p>\n\n\n\n<p>Im Kloster Arnstein, das als einziges von Ludwigs Klostergr\u00fcndungen bis heute erhalten blieb, lebten seit 1919 und noch bis Ende 2018 die \u201eArnsteiner Patres\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Crispinus und Crispinianius (3.\/4. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Schuhmacher und Missionare sollen den Armen unentgeltlich Schuhe gemacht haben. Im Wiener Volksmund gibt es f\u00fcr eine hagere, magere Person die Bezeichnung \u201cKrispindl\u201d. Sie erlitten den M\u00e4rtyrertod.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: der Schuhmacher, Sattler, Gerber, Schneider, Weber, Handschuhmacher<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregel: \u201cMit Krispin sind alle Fliegen dahin.\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>26. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Josephina Leroux (1747-1794)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sie trat dem Ursulinnenorden bei und wurde wegen ihres Glaubens w\u00e4hrend der Franz\u00f6sischen Revolution gefangen genommen und enthauptet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Albin (Witta <\/u><\/strong>= Hwita = \u201eder Wei\u00dfe\u201c) <strong>(um 700- nach 760)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregel: \u201eWarmer St. Albin bringt f\u00fcrwahr stets einen kalten Januar.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>27. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Wolfhard von Augsburg (1070-1127)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Patron der Sattler<\/p>\n\n\n\n<p><strong>28. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Judas Thadd\u00e4us und Simon Zelotes (Apostel) 1. Jh.<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Judas Verehrung litt lange darunter, dass er oft mit Judas dem Verr\u00e4ter verwechselt wurde. Er verk\u00fcndete in Mesopotamien das Evangelium.<\/p>\n\n\n\n<p>Simon war vor seiner Berufung zum Apostel Anh\u00e4nger der j\u00fcdischen Partei der Zeloten, die gegen die r\u00f6mische Herrschaft im Land k\u00e4mpfte; sp\u00e4ter hat er in Pal\u00e4stina, \u00c4gypten und Persien das Evangelium verk\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronate<\/p>\n\n\n\n<p>Judas Thadd\u00e4us: in der Aussichtslosigkeit<\/p>\n\n\n\n<p>Simon Zelotes: Waldarbeiter, Maurer, Weber<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregeln: \u201cSimon und Juda, die heiligen Herrn, sitzen am warmen Ofen gern.\u201d<br>\u201cSimon und Judas, ja die zwei, f\u00fchren oft den Schnee herbei.\u201d<br>\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>29. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Helene Kafka (1894-1943)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach Eintritt bei den \u201eFranziskanerinnen der christlichen Liebe\u201c in Wien hie\u00df sie fortan Schwester <strong>Maria Restituta<\/strong>. Im Krankenhaus Wien-M\u00f6dling arbeitete sie sich bis zur ersten Operationsschwester hoch. Sie verurteilte den \u201eAnschluss\u201c \u00d6sterreichs an das Deutsche Reich und stand in ihrem Bekanntenkreis im Mittelpunkt des Widerstandes gegen den Naziterror. Am 18. Februar 1942 wurde sie von der Gestapo verhaftet, am 19. Oktober vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und in der Nacht auf den 30. M\u00e4rz 1943 in Wien enthauptet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>30. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Bernhard Schwentner (1891-1944)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der wegen seiner Rechtschaffenheit und Aufrichtigkeit besonders angesehene Priester war den Nationalsozialisten missliebig. 1943 wurde er von einem Spitzel der Gestapo wegen angeblich staatsfeindlicher \u00c4u\u00dferungen angezeigt und am 21. Oktober 1943 verhaftet. Obwohl Schwentner sich in der Zeit als Milit\u00e4tgeistlicher sehr eingesetzt und Freunde unter den Offizieren hatte, trat keiner f\u00fcr ihn ein. Die Bem\u00fchungen des Bischofs von Osnabr\u00fcck, Herrmann Wilhelm Berning, um die Freilassung blieben erfolglos. Von der Haftzeit und der Zeit bis zur Hinrichtung wird berichtet, er habe diese in Ruhe und Abgekl\u00e4rtheit \u201ein der Nachfolge Jesu Christi\u201c angenommen und ein Gedicht verfasst. Das Todesurteil habe wohl schon anf\u00e4nglich festgestanden. Am 15.09.1944 wurde Pfarrer Bernhard Schwentner vom Volksgerichtshof wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilt und am 30. Oktober 1944 im Zuchthaus Brandenburg-G\u00f6rden hingerichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Stolpersteinverlegung in Neustrelitz, Strelitzer Stra\u00dfe 28a (Wikipedia)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>31. Oktober<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Wolfgang von Regensburg (924-994)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Benediktiner Wolfgang setzte sich f\u00fcr eine gute Bildung ein und f\u00f6rderte das geistliche Leben im Klerus und im Volk, es entstanden Schulen und Kl\u00f6ster.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: der Schiffer, K\u00f6hler, Bildhauer, bei L\u00e4hmungen und Schlaganfall, f\u00fcr das Gedeihen des Viehs,<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregel: \u201cSt. Wolfgang Regen verspricht ein Jahr voll Segen.\u201d<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rosenkranzmonat 1. Oktober Th\u00e9r\u00e8se von Lisieux (1873-1897) Als dritte Frau \u00fcberhaupt zur Kirchenlehrerin ernannt \u2013 neben Theresia von \u00c1vila und Katharina von Siena. Theresias Lehre sagt, dass die Liebe eines Menschen zu Gott an seiner N\u00e4chstenliebe gemessen werde: \u201eMeine Berufung ist die Liebe\u201c. 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