{"id":4588,"date":"2022-11-01T21:25:34","date_gmt":"2022-11-01T20:25:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kath-kirche-lb.de\/st-thomas-und-johannes\/?p=4588"},"modified":"2022-11-06T21:20:07","modified_gmt":"2022-11-06T20:20:07","slug":"kirchen-kalendarisches-im-november","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kath-kirche-lb.de\/st-thomas-und-johannes\/2022\/11\/01\/kirchen-kalendarisches-im-november\/","title":{"rendered":"Kirchen-Kalendarisches im November"},"content":{"rendered":"\n<p><em><u>Den heiligen Patronen geweiht<\/u><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>auch: Allerseelenmonat<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Das Fest Allerheiligen <\/u><\/strong><strong>(\u201eKleines Osterfest\u201c)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Rupert Mayer (1876 in Stuttgart &#8211; 1.11.1945 in M\u00fcnchen)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Rupert Emil Mayer wurde 1898 zum Priester geweiht und trat 1900 in den Jesuitenorden ein. Nach dem Ersten Weltkrieg, in dem er sein linkes Bein verlor, wirkte er als M\u00e4nnerseelsorger in M\u00fcnchen. Wegen seines Kampfes gegen den Nationalsozialismus wurde er im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Weil er jedoch in M\u00fcnchen hohes Ansehen genoss, schickte man ihn schlie\u00dflich in die Abtei Ettal, wo er vier Jahre bis Kriegsende f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit verborgen leben musste.<br>Beim Antritt seiner Gef\u00e4ngnishaft vor den damals Machthabenden abgegeben:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDen Priesterberuf ergriff ich aus Liebe zu den Menschen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. November&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br><u>Ged\u00e4chtnis f\u00fcr die verstorbenen Seelen &#8211; ALLERSEELEN<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Heute feiert die Kirche das Ged\u00e4chtnis Allerseelen, das Odilo von Cluny 998 als Ged\u00e4chtnistag f\u00fcr alle verstorbenen Gl\u00e4ubigen einf\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Angela von Stollberg (1833-1905)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Ordensfrau wurde in Kamie\u00b4n Maly, Polen geboren und auf den Namen Agnes getauft. 1863 trat sie in Breslau den \u201eHedwigschwestern\u201c bei und schloss sich 1871 der Genossenschaft der \u201eSchwestern vom Armen Kinde Jesu\u201c an; die Schwestern des Ordens setzen sich bis heute f\u00fcr die Bildung von Kindern, gegen Kinderarbeit und f\u00fcr die Krankenpflege ein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Hubert von L\u00fcttich (727)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Heilige Hubertus gilt als der Schutzpatron der J\u00e4ger und Hunde. Oft finden ihm zu Ehren an diesem Tag Hubertusmessen oder Hubertusjagden statt. Vielerorts gibt es auch von der J\u00e4gerschaft errichtete Hubertuskapellen.<br>Hubertus, ein franz\u00f6sischer Adeliger, zog sich nach dem Tod seiner geliebten Frau f\u00fcr viele Jahre in die W\u00e4lder zur\u00fcck und fr\u00f6nte der Jagd. Der Legende nach erschien ihm dabei auf einem seiner Pirschg\u00e4nge ein Hirsch, der ein <strong>leuchtendes Kreuz zwischen<\/strong> <strong>seinen Geweihstangen<\/strong> trug. Durch diese Erscheinung bekehrt, \u00e4nderte Hubertus sein Leben grundlegend. Er wurde tiefgl\u00e4ubig, lie\u00df sich zum Priester und sp\u00e4ter zum Bischof weihen.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: gegen Hunde- u. Schlangenbisse, der Metzger, Optiker:innen, Metallarbeiter:innen, Mathematiker:innen, Schellenmacher:innen, bei Wasserscheu<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4. November&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Karl Borrom\u00e4us (1538-1534)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1563 empfing er die Priester- und die Bischofsweihe und wurde zum Erzbischof von Mailand ernannt. Er gr\u00fcndete Priesterseminare und andere Institute, um den Ausbildungsstand des Klerus zu heben. Zudem widmete er sich den Armen und Kranken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Borrom\u00e4ussonntag: <\/strong>1925 beschloss die Fuldaer Bischofskonferenz, den Sonntag nach dem 4. November als \u201eBorrom\u00e4ussonntag\u201c zu begehen. An diesem Tag sollen die Priester die Gl\u00e4ubigen auf die \u00f6rtlichen Pfarrb\u00fcchereien hinweisen und f\u00fcr das \u201egute Buch\u201c werben. Heute wird der \u201eBorrom\u00e4ussonntag\u201c \u00fcblicherweise als \u201eBuchsonntag\u201c bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Attribute: mit B\u00fcchern und Totenkopf, Gei\u00dfel, Pfeife<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: der Seelsorger:innen, Priesterseminarist:innen, Katecheten, Katechumenen, der Pest<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eImmer das Beste hoffen, aber auch immer das Beste tun.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>5. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Elisabet \u2013 Mutter von Johannes dem T\u00e4ufer<\/u><\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hochbetagt soll Elisabet, Ehefrau Zacharias\u00b4, Johannes den T\u00e4ufer geboren haben, der als \u201eVorl\u00e4ufer des Messias\u201c bezeichnet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Bernhard Lichtenberg (1875-1943)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als Pfarrer betete er \u00f6ffentlich f\u00fcr christliche Nichtarier, Juden sowie H\u00e4ftlinge in Gef\u00e4ngnissen und in den KZ. Deshalb wurde er 1941 verhaftet und 1942 wegen des Vergehens gegen das Heimt\u00fcckegesetz und den Kanzelparagraphen verurteilt. Er starb am 5. November 1943 auf dem Weg in das KZ Dachau in Hof an den Folgen seiner Inhaftierung. Er z\u00e4hlt zu den Gerechten unter den V\u00f6lkern in Yad Vashem.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>6. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Leonhard von Noblac (6.Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Er verzichtete auf eine gl\u00e4nzende Stellung am k\u00f6niglichen Hof und zog sich in eine Einsiedlerzelle zur\u00fcck. Seine Behausung wurde im Laufe der Zeit zum Ziel von Rat Suchenden und Verzweifelten. Besonders lagen ihm die Gefangenen am Herzen. Durch seinen pers\u00f6nlichen Einsatz gelang es ihm immer wieder, zumal er bei der Obrigkeit gro\u00dfes Ansehen genoss, zahlreiche Ungl\u00fcckliche aus der Gefangenschaft zu befreien. Nach seinem Tod wurde der Menschenfreund zu einem der meistverehrten b\u00e4uerlichen Patrone; weil man sein Attribut \u2013 die Ketten der Gefangenen, mit denen er dargestellt wurde \u2013 f\u00fcr Viehketten hielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Brauchtum: Leonhardi-Umritte<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: der Bauern, des Viehs und der Pferde, der W\u00f6chnerinnen und Schwangeren, f\u00fcr eine gute Geburt, der Gefangenen<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Bauernregel:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eH\u00e4ngt das Laub bis Leonardi hinein, so wird der Winter ein langer sein.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Christine von Stommeln (13. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Mystikerin lebte als Begine, als Mitglied einer religi\u00f6sen Vereinigung nicht verheirateter Frauen und Witwen, welche sich Werken der N\u00e4chstenliebe, frommen \u00dcbungen und dem Unterricht widmeten.<br>Die zu der sp\u00e4tmittelalterlichen Reformbewegung geh\u00f6renden Laienschwestern wurden im Sp\u00e4tmittelalter von der Inquisition als \u201eH\u00e4retikerinnen\u201c verfolgt und als \u201eantiklerikale Laienbewegung\u201c verboten, weil sie gegen die kirchliche Hierarchie auftraten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>7. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Willibrord von Echternach (6.\/7. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Apostel der Friesen<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: bei Epilepsie und Zuckungen<\/p>\n\n\n\n<p>Interessantes: In Echternach findet seit dem 15. Jh. jedes Jahr am Pfingstdienstag die sog. \u201eSpringprozession\u201c zum Grab des hl. Willibrord statt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Engelbert I. von K\u00f6ln (12.\/13. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Er war bereits mit 14 Jahren zum Domprobst von K\u00f6ln ernannt worden. Engelbert war noch zu jung, um zu erkennen, was in der Politik als Recht oder Unrecht galt. Er tat Bu\u00dfe und wurde 1216 zum Erzbischof von K\u00f6ln ernannt. Er bewirkte einen religi\u00f6sen, geistigen und wirtschaftlichen Neubeginn. Bald galt er als Schirmherr der Armen und Schwachen und besch\u00fctzte das Volk vor den Eingriffen der habgierigen Landv\u00f6gte, was ihm letztendlich zum Verh\u00e4ngnis wurde. Das Volk, das ihn geliebt und geachtet hatte, trauerte lange Zeit um seinen Erzbischof.<strong><br><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>8. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Claudio (3. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Claudius war ein talentierter r\u00f6mischer Bildhauer. Weil er als Christ kein heidnisches G\u00f6tterstandbild schaffen wollte, wurde er in einen eisernen K\u00e4fig eingeschlossen und im Meer versenkt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Maximiliana von Wartenberg<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00c4btissin im Angerkloster in M\u00fcnchen starb nach einem Leben der N\u00e4chstenliebe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Willehad (8. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Apostel der Sachsen<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Weihetag der Lateranbasilika <\/u><\/strong>in Rom. Diese sp\u00e4ter \u201eSan Giovanni in Laterano\u201c genannte Kirche ist die urspr\u00fcngliche Kathedrale des Papstes und gilt als \u201eMutter und Haupt aller Kirchen des Erdkreises\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>10. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Leo der Gro\u00dfe (5. Jh.)<\/u><\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seine zahlreichen Briefe und Predigten zeigen ihn als Theologen mit gro\u00dfer Sprachbegabung.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: der S\u00e4nger, Organisten und Musiker<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Karl Friedrich Stellbrink (1894-10.11.1943)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der evangelisch-lutherische Pastor \u00e4u\u00dferte sich von der Kanzel herab kritisch \u00fcber die Politik der Nationalsozialisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Als<strong> L\u00fcbecker M\u00e4rtyrer<\/strong> werden die drei katholischen Priester Johannes Prassek, Eduard M\u00fcller und Hermann Lange sowie der evangelische Pastor Karl Friedlich Stellbrink bezeichnet. Sie wurden am 10. November 1943 kurz hintereinander in der Untersuchungshaftanstalt Hamburg durch Enthauptung hingerichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die drei katholischen Geistlichen wurden am 25. Juni 2011 seliggesprochen.<\/p>\n\n\n\n<p>An Stellbrink wird seit 1969 im Evangelischen Namenskalender erinnert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>11. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Martin von Tours (4. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der r\u00f6mische Reitersoldat, der seinen Mantel f\u00fcr einen Bettler teilte, ist der erste Nichtm\u00e4rtyrer, der in der abendl\u00e4ndischen Kirche als Heiliger verehrt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Laufe seines Bischoflebens musste er Kompromisse mit ihm unliebsamen und brutalen M\u00e4chtigen (Ithacius) schlie\u00dfen, damit das Leben von Menschen bewahrt wird. Nachteile in Kauf nehmen, um h\u00f6here Ziele zu erreichen!<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: der Di\u00f6zesen Mainz und Rottenburg, des Kantons Schwyz, der Soldaten und Reiter, der Waffenschmiede, der Weber, der Schneider, der Hoteliers, M\u00fcller, Winzer, Gastwirte, Hirten, Reisenden<\/p>\n\n\n\n<p><strong>12. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Di\u00e9go von Alcal\u00e1 (Didacus) (15.Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Franziskaner aus Andalusien besa\u00df die Gabe der Krankenheilung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>13. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Carl Lampert (9.1.1894-13.11.1944<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Priester aus Vorarlberg, seit 1930 Provikar der Apostolischen Administration Innsbruck, wurde mehrmals von der Gestapo in Schutzhaft genommen und schlie\u00dflich ins KZ Dachau eingeliefert. Einige Zeit sp\u00e4ter schickte man ihn in die Verbannung nach Pommern; dort wurde er auf die Verleumdung eines Spitzels hin verhaftet und in Halle an der Saale hingerichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Carl Lampert war der rangh\u00f6chste Geistliche \u00d6sterreichs, der unter dem Hitler-Regime seiner religi\u00f6sen \u00dcberzeugung wegen das Leben lassen musste.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eHerr Kommissar, ich liebe meine Kirche. Ich bleibe meiner Kirche treu und<br>auch dem Priesteramt: Ich stehe f\u00fcr Christus und liebe seine Kirche!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>14. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Nikola Tavelic\u00b4 (14. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Franziskanerpater aus \u00b4Sibenik (Kroatien) wirkte als Volksmissionar in Bosnien, ging dann nach Jerusalem; voll \u00dcbereifer wollte er dort vor der Omar-Moschee predigen und sich daf\u00fcr vom lokalen religi\u00f6sen Oberhaupt der Moslems die Genehmigung einholen. Stattdessen wurde er eingekerkert und schlie\u00dflich mit dem Schwert hingerichtet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Bernhard Letterhaus (1894-1944)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Verbandssekret\u00e4r der Kath. Arbeitervereine Westdeutschlands war auch Abgeordneter der Zentrumspartei im Preu\u00dfischen Landtag. Er bem\u00fchte sich den Katholischen Arbeiterverein von der Ideologie des Nationalsozialismus fernzuhalten. Nach dem missgl\u00fcckten Hitlerattentat am 20. Juli 1944 wurde er mit anderen Widerstandsk\u00e4mpfern verhaftet und in Berlin-Pl\u00f6tzensee hingerichtet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>15. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Albert der Gro\u00dfe (13. Jh.)<\/u><\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schon damals \u201edoctor universalis\u201c genannt, war er mit dem ganzen Wissen der Theologie, Philosophie, und Naturwissenschaften seiner Zeit vertraut. Sein Ansehen war so gro\u00df, dass er immer wieder als Vermittler und Friedensstifter angerufen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Patron der Studenten, Philosophen, Theologen, Naturwissenschaftler<\/p>\n\n\n\n<p><strong>16. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Margareta von Schottland (11. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sie f\u00f6rderte die Kultur und Erziehung und widmete sich den Armen der Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>17. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Gertr(a)ud von Helfta (13. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zeit ihres Lebens erlebte sie mystische Schauen, deren Inhalt sie niederschrieb. Aber trotz ihrer Begnadigung zog sie jederzeit auch den kleinsten Dienst der N\u00e4chstenliebe mystischer Betrachtung vor.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>18. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kaiser Konstantin lie\u00df im 4. Jh. \u00fcber den St\u00e4tten des Martyriums der \u201eApostelf\u00fcrsten\u201c <strong>Petrus und Paulus<\/strong> gro\u00dfz\u00fcgig ausgestaltete Basiliken errichten, deren <strong>Kirchenweihfest <\/strong>seit dem 11. Jh. am 18.11. gefeiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>19. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Elisabeth von Th\u00fcringen (13. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die ungarische K\u00f6nigstochter kam mit vier Jahren auf die Wartburg. Vierzehnj\u00e4hrig wurde sie mit dem th\u00fcringischen Landgrafen Ludwig IV. verm\u00e4hlt, dem sie drei Kinder schenkte. Leider verstarb Ludwig auf einem Kreuzzug. Ihre tiefe Christusliebe f\u00fchrte sie zur Einfachheit und zu den Kranken und Notleidenden. Sie verlie\u00df die Wartburg und gr\u00fcndete in Marburg ein Spital, wo sie sich um Arme und Kranke k\u00fcmmerte.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronin der Witwen, Waisen, Notleidenden, unschuldig Verfolgten,<br>zweite Patronin der Caritas<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eSeht, ich habe es immer gesagt:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Man muss die Menschen froh machen.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>20. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Felix von Valois (12.\/13. Jh.)<\/u><\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Felix gr\u00fcndete mit Johannes von Matha den Trinitarierorden. Bis heute widmen sich die Ordensmitglieder haupts\u00e4chlich der Strafgefangenenseelsorge, fr\u00fcher setzten sie sich f\u00fcr die verschleppten und versklavten Christen in moslemischen L\u00e4ndern ein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>21. November&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>\u201eFest Mari\u00e4 Opferung\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Offiziell tr\u00e4gt das Fest heute einen anderen Namen:<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>\u201eGedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im apokryphen Jakobusevangelium hei\u00dft es:<\/p>\n\n\n\n<p>Joachim und Anna hatten beschlossen, ihr Kind Maria zum Jerusalemer Tempel hinaufzubringen, um es dort Gott zu weihen, genauso, wie sie es vor der Geburt versprochen hatten. Im Alter von drei Jahren brachten sie Maria schlie\u00dflich in den Tempel und \u00fcbergaben sie dem Priester, welcher \u00fcber das Kind den Segen sprach.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Amalia von Susteren (7.\/8. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Amalia geh\u00f6rt zu jenen stillen Heiligen, die von der gro\u00dfen Welt unbemerkt blieben, aber in ihrer kleinen Welt unsagbar viel Gutes tun konnten. Sie lebte vor, wie man als Vorgesetzte nicht nur durch Strenge und Distanz Anerkennung finden kann, sondern dass Autorit\u00e4t auch durch einfache \u201eMenschlichkeit\u201c, vielleicht sollte man es Pers\u00f6nlichkeit nennen, erworben werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Rufus von Cyrene bzw. Rom (1. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Sch\u00fcler des Apostels Paulus und Sohn des Simon von Cyrene, dem Kreuzestr\u00e4ger, war eine wichtige Pers\u00f6nlichkeit in der christlichen Urgemeinde in Rom.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>22. Novemberr<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>C\u00e4cilia von Rom (3. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die vornehme R\u00f6merin bekehrte ihren Verlobten Valerian und dessen Bruder Tiburtius. Beide starben als M\u00e4rtyrer. Daraufhin verschenkte sie ihren Reichtum an die Armen und wurde in Rom mit dem Schwert get\u00f6tet.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronin der Organisten, Orgelbauer, Instrumentenmacher, S\u00e4nger, Musiker, Dichter, der Kirchenmusik und der Kirchench\u00f6re<\/p>\n\n\n\n<p>Interessantes: Bei der Restaurierung der Kirche S. C\u00e4cilia in Rom 1599 fand man eine vermauerte Gruft mit einem unverwesten Leichnam, vermutlich den der Hl. C\u00e4cilia.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>23. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Kolumban der J\u00fcngere (6. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der irische M\u00f6nch missionierte am Z\u00fcrichsee und Bodensee.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat gegen Geisteskrankheit und \u00dcberschwemmung<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Clemens I. von Rom (1. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Von dem Paulussch\u00fcler stammt der ber\u00fchmte Korinther-Brief (93\/97), in dem er die zerstrittene Korinther-Gemeinde zur Eintracht ermahnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Patron der Kinder, der Seeleute, der Steinmetze, gegen Kinderkrankheiten, gegen Wassergefahren, bei Sturm und Gewitter, der Krim<\/p>\n\n\n\n<p><strong>24. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Flora (9. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das spanische M\u00e4dchen erlitt unter Mauren das Martyrium.<\/p>\n\n\n\n<p>Da Flora \u201eBlume, Bl\u00fcte\u201c bedeutet, k\u00f6nnten auch M\u00e4dchen und Frauen, die Jasmin, Clivia oder Rose hei\u00dfen oder einen anderen Blumennamen tragen, an diesem Tag ihren Namenstag feiern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>25. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Margaretha von Roskilde (D\u00e4nemark) (12. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Margaretha wurde von ihrem Gatten unter Vort\u00e4uschung eines Selbstmordes erh\u00e4ngt. Erst als an ihrem Grab Wunder geschahen, gestand der Schuldige den Mord.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Katharina von Alexandrien (3. \/4. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Weil kein Mann sich mit ihrer Intelligenz, Sch\u00f6nheit und Bildung vergleichen konnte, habe die stolze Prinzessin alle Heiratsbewerber abgewiesen. Statt dessen verlobte sie sich in einer mystischen Vision mit Christus. Als Kaiser Maxentius von den christlichen Alexandrinern heidnische Opfer verlangte, soll Katharina den Herrscher freim\u00fctig aufgefordert haben, seinem Aberglauben abzuschw\u00f6ren und selbst Christ zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: der M\u00e4dchen, Jungfrauen, Ehefrauen, Lehrer:innen, Studierender und Sch\u00fcler:innen, der Theologen und Philosophen, der Universit\u00e4ten und Bibliotheken, der Spit\u00e4ler, der Redner.innen, aller Berufe, die mit Rad zu tun haben, der Notare, der Anw\u00e4lte, bei Migr\u00e4ne und Zungenleiden, zur Auffindung von Ertrunkenen, der Feldfr\u00fcchte<\/p>\n\n\n\n<p>Brauchtum: An <strong>Kathrein <\/strong>erhielten M\u00e4gde und Knechte Lohn und konnten ihre Stelle wechseln. Am Abend des Tages fand der Kathreinstanz statt, einer der H\u00f6hepunkte des Jahres.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>26. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Gebhard II von Konstanz (10. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: f\u00fcr eine gl\u00fcckliche und leichte Entbindung, gegen Halsleiden<\/p>\n\n\n\n<p><strong>27. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Virgilius von Salzburg (8. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bauernregel: \u201eFriert es auf Virgilius, im M\u00e4rzen K\u00e4lte kommen muss.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>28. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Hathumod von Brunshausen (9. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als \u00fcber ihr Kloster eine Epidemie hereinbrach, pflegte Hathumod die erkrankten Nonnen und steckte sich dabei selbst an.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Klosteranlage befand sich w\u00e4hrend der NS-Zeit ein Au\u00dfenlager des KZ Buchenwald.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>29. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Saturnin (2.\/3. Jh.)<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sernim (auch genannt) kam als r\u00f6mischer Missionar nach Gallien. In der Christenverfolgung wurde er bei einer heidnischen Opferfeier an den Schwanz eines Opferstieres gebunden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>30. November<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Andreas \u2013 Apostel<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Andreas schlie\u00dft sich als erster der zw\u00f6lf J\u00fcnger Jesus an, so lautet auch sein traditioneller Ehrenname: \u201eder Erstberufene\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Er f\u00fchrt seinen j\u00fcngeren Bruder Simon, sp\u00e4ter genannt Petrus, zu Jesus.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Legende nach soll Andreas im griechischen Petras Maximilla, die Frau des Statthalters geheilt, sie bekehrt und ihr zu sexueller Enthaltsamkeit geraten haben. Ihr erz\u00fcrnter Ehemann soll daraufhin Andreas` Hinrichtung an einem Kreuz mit schr\u00e4gen Balken angeordnet haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Attribute: Buch und X-f\u00f6rmiges Kreuz (Andreaskreuz) Patron der Fischer, um Ehevermittlung, f\u00fcr eine gute Heirat, Kindersegen und gutes Wetter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den heiligen Patronen geweiht auch: Allerseelenmonat 1. November Das Fest Allerheiligen (\u201eKleines Osterfest\u201c) Rupert Mayer (1876 in Stuttgart &#8211; 1.11.1945 in M\u00fcnchen) Rupert Emil Mayer wurde 1898 zum Priester geweiht und trat 1900 in den Jesuitenorden ein. Nach dem Ersten Weltkrieg, in dem er sein linkes Bein verlor, wirkte er als M\u00e4nnerseelsorger in M\u00fcnchen. 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