{"id":9172,"date":"2024-09-11T09:17:18","date_gmt":"2024-09-11T07:17:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kath-kirche-lb.de\/st-thomas-und-johannes\/?p=9172"},"modified":"2024-09-30T09:20:48","modified_gmt":"2024-09-30T07:20:48","slug":"kirchen-kalendarisches-im-september-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kath-kirche-lb.de\/st-thomas-und-johannes\/2024\/09\/11\/kirchen-kalendarisches-im-september-3\/","title":{"rendered":"Kirchen-Kalendarisches im September"},"content":{"rendered":"\n<p><em><u>Den heiligen Schutzengeln geweiht<\/u><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4gidius (640-725) (Nothelfer)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Einer Legende zufolge n\u00e4hrte den Einsiedler eine Hirschkuh mit ihrer Milch; als der Westgotenk\u00f6nig bei der Jagd das Tier erlegen wollte, fing \u00c4gidius den Pfeil, der schon in der Luft war, und rettete so das Waldtier.<\/p>\n\n\n\n<p>Attribute: Hirschkuh, Pfeil<\/p>\n\n\n\n<p>Patron: der stillenden M\u00fctter, f\u00fcr eine gute Beichte, D\u00fcrre<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregel: \u201eIst \u00c4gidi ein heller Tag, ich dir sch\u00f6nen Herbst ansag\u00b4.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Aloys Scholz (Stolperstein) (17.3.1893-01.09.1942 im KZ Dachau)<\/p>\n\n\n\n<p>Aloys war katholischer Priester und ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus. Er bet\u00e4tigte sich als Fluchthelfer \u00fcber die Grenze zur Tschechoslowakei. Die am 15.03.1933 gelungene Flucht des SPD-Abgeordneten Dr. Helmuth Klotz wird Scholze sp\u00e4ter zum Verh\u00e4ngnis.<br>Im Mai 1941 wurde er u. a. wegen seiner regimekritischen Predigten verhaftet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Apollinaris Morell (1739-1792)<\/p>\n\n\n\n<p>1788 \u00fcbernahm er die Seelsorge f\u00fcr die ca. 5000 deutschen Katholiken in Paris. Wie viele andere Priester auch verweigerte er den Eid auf die Zivilkonstitution des Klerus zur Verstaatlichung der Kirche. Daher wurde Apollinaris eingekerkert und am 2. September 1792 hingerichtet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Phoebe (1. Jh.)<\/p>\n\n\n\n<p>Ph\u00f6be ist die erste namentlich bekannte <strong>Diakonissin <\/strong>bzw.<strong> Diakonin<\/strong>. Sie hatte im Hafen von Korinth eine Art Sozialdienst eingerichtet, der sich vor allem um in Not geratene Reisende und Fremde k\u00fcmmerte (um Nichtchristen genauso wie um Christen), da es in der Antike keine \u00f6ffentlichen sozialen Einrichtungen gab. Sie unterst\u00fctzte auch den V\u00f6lkerapostel Paulus bei seiner Missionsarbeit. Bei ihm stand sie in so hohem Ansehen, dass er ihr eine seiner wichtigsten Schriften, den \u201eR\u00f6merbrief\u201c, anvertraute, damit sie ihn der r\u00f6mischen Christengemeinde \u00fcberbringe. Historisches: Diakonissinnen wirkten wie Priester, predigten, hatten gro\u00dfen Anteil an der Seelsorge, vor allem im karitativen Bereich, f\u00fchrten wohl auch Beichtgespr\u00e4che, spendeten die Kommunion, durften aber keine Messe lesen. Diakonissinnen gab es, wie auch au\u00dferkirchliche Quellen best\u00e4tigen, bis ins 4. Jhdt. Erst als das Christentum zur r\u00f6mischen Staatsreligion wurde und sich allm\u00e4hlich an die patriarchalische antike Gesellschaftsordnung anpassen musste, b\u00fc\u00dfte die Frau auch im christlichen Gemeindeleben immer mehr von ihrer urspr\u00fcnglichen Anerkennung als gleichwertiges Wesen auf weltlichem wie auf religi\u00f6sem Gebiet ein. Ihr Anteil am kirchlichen Leben wurde im Laufe der Zeit mehr und mehr auf eine nur noch untergeordnete Rolle zur\u00fcckgedr\u00e4ngt, obwohl Frauen 300 Jahre lang (angefangen mit Maria Magdalena) die Entwicklung des Christentums entscheidend mitgestaltet hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;(Quelle: katholisch.de)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4. September&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jeanne-Antide Thouret (1765-1826)<\/p>\n\n\n\n<p>Johanna ist die Gr\u00fcnderin des Ordens der \u201eT\u00f6chter der Liebe unter der Schutzherrschaft von Vinzenz von Paul\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Marienhospital Stuttgart wurde 1890 von der Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Untermarchtal e.V. gegr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p>Rosalia von Palermo (1130-1170)<\/p>\n\n\n\n<p>In Palermo halten sich Ger\u00fcchte, dass die Mafia hohe Spenden an die \u201eBruderschaft der Heiligen Rosalia\u201c zahlt und daf\u00fcr die Mafiosi sich ihren Reliquienschrein nach Hause holen d\u00fcrfen, wenn ein Mafia-Boss Beistand ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronin gegen Pest<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mutter Teresa (1910-1997)<\/p>\n\n\n\n<p>Agnes Gonxha Bojaxhiu wurde in Skopje (Nordmazedonien) geboren. 1929 nahm sie ihr Noviziat bei den Loreto-Schwestern in Darjeeling in Indien auf. Sie war zun\u00e4chst in Kalkutta als Lehrerin t\u00e4tig. 1948 trat sie mit kirchlicher Erlaubnis aus dem Orden aus und nahm sich der Armen und Kranken Kalkuttas an. Weitere Frauen folgten ihrem Beispiel und es kam zur Gr\u00fcndung der \u201eGemeinschaft der Missionarinnen der N\u00e4chstenliebe\u201c.<br>Ihre Seligsprechung erfolgte 2003, die Heiligsprechung 2016.<\/p>\n\n\n\n<p>1979 erhielt Mutter Teresa f\u00fcr ihr Engagement den <strong>Friedensnobelpreis<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWir k\u00f6nnen nicht alle gro\u00dfartigen Dinge tun,<br>aber wir k\u00f6nnen die kleinen Dinge in gro\u00dfartiger Liebe tun.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>6. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Magnus (699-750\/772)<br>\u201eApostel des Allg\u00e4us\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Patron des Viehs, bei Schlangenbissen, gegen Augenleiden und Feldungeziefer<\/p>\n\n\n\n<p>In Schussenried findet j\u00e4hrlich im September zu Ehren des hl. Magnus (in Oberschwaben als \u201eSankt Mang\u201c bezeichnet) das sog. \u201eMangenfest\u201c statt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>7. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Regina von Burgund (um 300)<br>M\u00e4rtyrerin<\/p>\n\n\n\n<p>Patronin der Zimmerleute, gegen Kr\u00e4tze, R\u00e4ude und Geschlechtskrankheiten<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregel: \u201eIst Regine warm und wonnig, bleibt das Wetter lange sonnig.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Judith (um 550 v. Chr.)<\/p>\n\n\n\n<p>Heldin aus dem Alten \u2013 Ersten &#8211; Testament<\/p>\n\n\n\n<p>Judith rettet ihre Heimatstadt in Juda, indem sie sich als \u00dcberl\u00e4uferin ausgab, nach einem Festmahl den feindlichen Heerf\u00fchrer Holofernes mit seinem eigenen Schwert t\u00f6tete und so die Perser in die Flucht schlug.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>8. September&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em>\u201eFest Mari\u00e4 Geburt\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ende des 5. Jahrhunderts entwickelte sich aus dem Weihefest der Kirche das Fest Mari\u00e4 Geburt. Schon im 7. Jahrhundert wurde dieses Fest in der Ost- und Westkirche begangen. Dieses Fest der Geburt Mariens bestimmte auch den Termin des j\u00fcngeren Festes der <em>Empf\u00e4ngnis Mariens<\/em> neun Monate zuvor: den <em>8. Dezember.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Fest Mari\u00e4 Geburt wird auch KLEINER FRAUENTAG genannt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregel: \u201eWird Mari\u00e4 Geburt ges\u00e4t, ist\u00b4s nicht zu fr\u00fch und nicht zu sp\u00e4t.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Maria<\/p>\n\n\n\n<p>Patronin der Christenheit, Lebkuchenb\u00e4cker und in allgemeinen N\u00f6ten und Anliegen<\/p>\n\n\n\n<p>Hadrian (Adrian) von Nikomedien (um 300)<br>M\u00e4rtyrer<br>Seine junge Witwe Natalia brachte die Gebeine nach Konstantinopel und setzte sie dort bei, worauf bald eine gro\u00dfe Verehrung begann.<\/p>\n\n\n\n<p>Patron gegen pl\u00f6tzlichen Tod und Pest<\/p>\n\n\n\n<p>Sergius I., Papst (687- 701)<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Pontifikat von Sergius I., einem Syrer aus Palermo, nahmen die politische und die religi\u00f6se Abtrennung Roms und damit des Westens vom Osten ihren Anfang. Kaiser Justinianos II. ordnete seine Gefangennahme und Verbannung an; das r\u00f6mische Volk aber hinderte die kaiserlichen Soldaten mit Gewalt daran, Sergius I. festzunehmen, woraufhin der verantwortliche <strong>Offizier den Papst weinend um Gnade<\/strong> <strong>bat<\/strong>. Sergius hielt engen Kontakt zum Frankreich und zu England; durch die Weihe von Willibrord zum Bischof der Friesen legte er den Grundstein f\u00fcr die <strong>Nordmission.<\/strong><br>Er f\u00fchrte in der Messliturgie das Agnus Dei ein und im Kirchenjahr mehrere <strong>Marienfeste.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>9. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Petrus Claver &nbsp;SJ (1580-1654)<br>Bis zu seinem Tod widmete er sich den schwarzen Sklaven, die aus Afrika nach Kolumbien gebracht worden waren, den Gefangenen, Kranken und Sterbenden. Petrus wirkte als Lehrer und Missionar. Er richtete eine medizinische Versorgung ein und bekehrte Schwarze zum christlichen Glauben.<\/p>\n\n\n\n<p>Er ist Schutzheiliger Kolumbiens und gilt seit 1985 als <strong>Patron der Menschenrechte<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>10. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Pulcheria (399-453)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kaisertochter \u00fcbernahm f\u00fcr ihren j\u00fcngeren Bruder Theodosius II. die Regierungsgesch\u00e4fte. Nach seinem Tod verm\u00e4hlte sie sich mit Markian, der als Nachfolger des Theodosius Kaiser wurde. Als Kaiserin setzte Pulcheria gegen den Willen des Papstes die Einberufung des Konzils von Chalkedon 451 durch, auf dem die g\u00f6ttliche Wesenheit deutlicher definiert wurde: Gott ist eine Natur in drei Personen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>11. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Protus (ca. 265 oder um 305)<\/p>\n\n\n\n<p>Protus erlitt zusammen mit Hyazinthus unter Kaiser Gallienus oder unter Kaiser Diokletian den M\u00e4rtyrertod.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregel: \u201eSteigt heut\u00b4 die Sonne feurig auf, folgt bald Regenwetter d\u00b4rauf.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>12. September&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<em>\u201eMari\u00e4 Namen\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als Dankfest f\u00fcr die Befreiung Wiens richtete Innocenz XI. 1683 das im 16. Jahrhundert in Spanien entstandene Fest Mari\u00e4 Namen am 12. September f\u00fcr die Weltkirche ein. Der neue Generalkalender hat das Fest gestrichen, weil sein Inhalt bereits im Fest Mari\u00e4 Geburt enthalten ist. \u201eWegen des historischen Bezuges zum Sprachgebiet und der Verwurzelung im Volk\u201c (so der Text im Messbuch) blieb es aber im deutschen Regionalkalender erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregel: \u201eAn Mari\u00e4 Namen kommen die Schwalben zusammen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>13. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Johannes Chrysostomus (350-407), Kirchenlehrer<\/p>\n\n\n\n<p>Ruf seiner mitrei\u00dfenden Predigten drang bald \u00fcber die Grenzen Antiochiens hinaus, und er erhielt den Beinamen \u201eChrysostomus\u201c, Goldmund. Als Patriarch von Konstantinopel wirkte er g\u00fctig und segensreich. Als er sich immer h\u00e4ufiger gegen die Prunksucht am kaiserlichen Hof aussprach und Bescheidenheit anmahnte, geriet er mit Kaiserin Eudokia, einer Heidin, in Streit. Folge waren: Intrigen, Absetzung und Verbannung.<br>Johannes Chrysostomus hat eine riesige Anzahl von Predigten Abhandlungen, Briefen und Homilien hinterlassen, die Zeugnis geben von seinem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Charisma und seiner menschlichen Gr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Attribute: Bischofsgewand mit Evangelienbuch, Bienenkorb (wegen seines Flei\u00dfes bez\u00fcglich seiner Beredsamkeit), Engel, Taube (f\u00fcr den Heiligen Geist)<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: der Prediger, gegen Epilepsie<\/p>\n\n\n\n<p>Seine letzten Worte waren: <em>\u201eGott sei gepriesen f\u00fcr alles.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Tobias<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hauptperson im gleichnamigen Buch des Alten Testamentes wird vom Erzengel Raphael besch\u00fctzt und begleitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: der Totengr\u00e4ber, Pilger, Reisenden und gegen Augenleiden<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregel: \u201eUm Tobias, wisse, gibt\u00b4 die ersten N\u00fcsse.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Notburga von Eben (von Rattenberg) (13.\/14. Jh.)<br>Die Tiroler K\u00fcchenmagd gab vom Mund abgesparte K\u00fcchenreste den Armen und Bettlern; damit zog sie sich die Missgunst ihrer Dienstgeberin zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie setzte sich f\u00fcr die Rechte von Dienstboten ein. Als sie einmal nach dem Feierabendl\u00e4uten Weizen schneiden sollte, warf sie ihre <strong>Sichel<\/strong> in die H\u00f6he, die daraufhin in der Luft schweben blieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronin: der Bauern, Dienstm\u00e4gde, Armen, Trachten- u. Heimatverb\u00e4nde, der Arbeitsruhe und des Feierabends, f\u00fcr eine gl\u00fcckliche Geburt und allen Angelegenheiten der Land- u. Viehwirtschaft<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregel: \u201eNotburga Sonne \u2013 Bauern Wonne.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>14. September&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u201eKreuzerh\u00f6hung\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Jerusalem zeigte man schon im 5. Jh. am Tag nach dem Weihefest der Auferstehungskirche (13. September 335) dem Volk das Kreuzesholz. Daraus entstand das heutige Fest, das in allen \u00f6stlichen Kirchen feierlich begangen wird und im 7. Jh. auch im Westen Eingang fand.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>15. September&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u201eGed\u00e4chtnis der Schmerzen und Freuden Mariens\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als Dankfest f\u00fcr die R\u00fcckkehr aus der napoleonischen Gefangenschaft f\u00fchrt Pius VII. 1814 den Gebotenen Gedenktag ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die sieben Schmerzen Mariens gelten:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Spruch Simeons<\/li>\n\n\n\n<li>Flucht nach \u00c4gypten<\/li>\n\n\n\n<li>dreit\u00e4giger Verlust des Jesusknaben<\/li>\n\n\n\n<li>Kreuzweg Jesu<\/li>\n\n\n\n<li>Kreuzigung Jesu<\/li>\n\n\n\n<li>Kreuzabnahme<\/li>\n\n\n\n<li>Grablegung Jesu<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Nach anf\u00e4nglichen Variationen bildeten sich \u2013 parallel zu den sieben Schmerzen Mariens \u2013 sieben Freuden aus:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Verk\u00fcndigung<\/li>\n\n\n\n<li>Heimsuchung<\/li>\n\n\n\n<li>Geburt Christi<\/li>\n\n\n\n<li>Anbetung der K\u00f6nige<\/li>\n\n\n\n<li>Begegnung mit Simeon<\/li>\n\n\n\n<li>Wiederfinden Jesu im Tempel<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Josef Kentenich (1885-1968)<\/p>\n\n\n\n<p>Peter Josef Kentenich rief 1914 durch ein \u201eLiebesb\u00fcndnis mit der Mater ter admirabilis\u201c die \u201eSch\u00f6nstatt-Bewegung\u201c ins Leben. Sein Anliegen war die Formung eines \u201eneuen marianischen Menschen\u201c in einer neuen Gemeinschaft unter dem Vorbild Marias.<br>Zwischen1941-1945 war er im KZ Dachau inhaftiert.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWir m\u00fcssen Dinge sehen, die andere nicht sehen.<br>Der Glaube entschleiert uns ja die Wirklichkeit.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>16. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Cornelius (3. Jh.), Papst (251-253)<\/p>\n\n\n\n<p>Er vertrat eine milde und vergebende Bu\u00dfpraxis gegen\u00fcber den w\u00e4hrend der Christenverfolgung abgefallenen Christen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rheinland verbreitet ist die Legende, die Cornelius auch zum Patron der Liebenden machte; sie erz\u00e4hlt, wie einst im Mittelalter der Herr der Burg in Selikum bei Neuss am Rhein durch einen jungen K\u00fcnstler die nahe Corneliuskapelle ausschm\u00fccken lie\u00df. Als aber des Burgherren T\u00f6chterlein sich in den K\u00fcnstler verliebte und dieser sich in sie und die beiden heiraten wollten, fuhr der stolze Burgherr dazwischen: Da m\u00fcsse schon der r\u00f6mische Papst selber ihren Bund segnen, ehe er zustimmen wolle. Und eben dies geschah: Cornelius neigte sich vom Altar der Kapelle herab und segnete das Paar. Die gl\u00fcckliche Hochzeit wurde dann mit Messwein gefeiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Patron der Bauern, des Rindviehs; gegen Epilepsie (\u201eKornelkrankheit\u201c), Kr\u00e4mpfe, Nerven- und Ohrenleiden; der <strong>Liebenden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Darstellung: als Papst, mit Tiara, mit Horn (Cornu = Horn), Buch, Schwert, Kreuzstab, <strong>Palme<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregel: \u201eUm Cornelius und Cyprian fangen die langen N\u00e4chte an.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Cyprian (3. Jh.) Kirchenvater<br>Der Einfluss des gro\u00dfen Kirchenschriftstellers wirkte noch lange weiter \u2013 so griffen Martin Luther und Johannes Calvin mehr als 1250 Jahre sp\u00e4ter auf Ideen Cyprians zur\u00fcck, etwa auf die Kindstaufe (die Cyprian bef\u00fcrwortet) und auf die Vorstellung, den Glauben als Gnade Gottes anzusehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Darstellung: als Bischof, mit Buch, Schwert, <strong>Palme<\/strong>, mit Cornelius<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: gegen die Pest<\/p>\n\n\n\n<p><strong>17. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hildegard von Bingen (1098-1179)<br>Gesch\u00e4tzt wurde und wird die \u00c4btissin f\u00fcr ihre reichen Kenntnisse in Medizin und Naturwissenschaften, ihre Schriften, Briefe, Predigten sowie als Ratgeberin f\u00fcr P\u00e4pste, Adelige und das Volk.<br>Ihre tiefe Gottverbundenheit ging mit Visionen einher.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronin der Sprachforscher und Naturwissenschaftler<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201ePflege das Leben, wo du es triffst.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>18. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lambert von Maastricht (7. Jh.)<\/p>\n\n\n\n<p>Er setzte sich f\u00fcr die Erneuerung des christlichen Lebens ein und stie\u00df damit auf den Widerstand der herrschenden Klasse. Menschen des Adels schikanierten ihn. Als Lambert gegen Graf Dodo bzw. Pipin die Rechte der Kirche verteidigte, wurde er von seinen H\u00e4schern mit einer Lanze ermordet. Da Lambert sich nicht gegen seinen M\u00f6rder zur Wehr setzte, galt er schon bald als M\u00e4rtyrer.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Ehren des hl. Lambertus wird im M\u00fcnsterland noch heute das \u201eLambertusfest\u201c gefeiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Attribute: \u2026gl\u00fchende Kohlen; nach den Legenden trug er als junger Diakon um den Weihrauch zu entz\u00fcnden gl\u00fchende Kohlen im Chorhemd, ohne dass dieses verbrannte.<\/p>\n\n\n\n<p>Patron: der Bauern, Chirurgen, Zahn\u00e4rzte, bei Nierenleiden<\/p>\n\n\n\n<p><strong>20. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weltkindertag<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.weltkindertag.de\">www.weltkindertag.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kinderrechtskonvention\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kinderrechtskonvention<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>21. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Matth\u00e4us, Apostel, Evangelist<\/p>\n\n\n\n<p>Der Apostel und Evangelist Matth\u00e4us wird gelegentlich mit dem Z\u00f6llner Levi identifiziert. Er gilt als Verfasser des nach ihm benannten Evangeliums und soll sp\u00e4ter in \u00c4thiopien und Persien gewirkt haben. Die Ausleger des Neuen Testaments unterscheiden zwischen dem Z\u00f6llner Levi, dem Apostel Matth\u00e4us und dem Verfasser des Matth\u00e4usevangeliums. Als Evangelistensymbol ist ihm ein Engel oder ein Mensch beigegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Attribute: mit Buchrolle, Z\u00e4hlbrett<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: der Z\u00f6llner, Finanzbeamten, Buchhalter, Bankbeamten, der Trinker und gegen Trunksucht<\/p>\n\n\n\n<p><strong>23. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Pio von Pietrelcina (1887-1968)<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eIn den B\u00fcchern suchen wir Gott,<br>im Gebet finden wir ihn.<br>Das Gebet ist der Schl\u00fcssel zum Herzen Gottes.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>25. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Niklaus von Fl\u00fce (1417-1487)<\/p>\n\n\n\n<p>Bis zu seinem 50. Lebensjahr f\u00fchrte er ein Familienleben, war unter anderem Bergbauer und Ratsherr. Nach einem tiefen und m\u00e4chtigen Ruf Gottes lie\u00df er dann jedoch alles hinter sich und zog sich als Einsiedler Bruder Klaus zur\u00fcck. In einer einsamen Schlucht des Melchaatals lebte er fast zwanzig Jahre nur aus der Kraft der Eucharistie und aus einer tiefen mystischen Gottverbundenheit. So wurde er f\u00fcr viele seiner Landsleute Berater und Friedensstifter.<\/p>\n\n\n\n<p>Patron der Katholischen Landjugendbewegung<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eFried\u00b4 ist allwegen in Gott, denn Gott ist der Fried\u00b4.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>27. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vinzenz von Paul (1581-1660)<\/p>\n\n\n\n<p>Er setzte sich f\u00fcr eine bessere Ausbildung der Priester ein.<br>Mit der hl. Louise von Marillac gr\u00fcndete Vinzenz eine Vereinigung von Frauen zur Betreuung armer und alleinstehender Kranker, die \u201eT\u00f6chter der Liebe\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Patron der Priester, Waisen, Gefangenen, der Waisen- und Krankenh\u00e4user, aller Vereine und Werke der N\u00e4chstenliebe<\/p>\n\n\n\n<p><strong>29. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Michael, Gabriel, Rafael<\/p>\n\n\n\n<p>Engel sind Gesandte im Dienst Gottes. Michael ist der Vork\u00e4mpfer der gottestreuen Engel und wird in der Tradition der Begleiter der Seelen nach dem Tod gesehen. Gabriel begegnen wir als dem Verk\u00fcnder der Geburt des Johannes des T\u00e4ufers und der Geburt Jesu. Rafael ist der sch\u00fctzende Begleiter des Tobias und Heiler des Tobit im Alten Testament.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronate: Michael der Kirche und des deutschen Volkes (\u201edeutscher Michel\u201c)<br>Gabriel des Nachrichtenwesens; Rafael der Kranken, Reisenden, Bergleute, Pest<\/p>\n\n\n\n<p><strong>30. September<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hieronymus (345-419\/420)<br>Sophronius Eusebius Hieronymus in Stridon (Dalmatien, Kroatien) von christlichen Eltern geboren empfing die Taufe erst an seinem Studienort Rom. Er ist einer der vier gro\u00dfen Kirchenlehrer. Als H\u00f6hepunkt in seinem Schriftwerk wird die \u201eVulgata\u201c angesehen, eine lateinische Bibel\u00fcbersetzung aus dem Hebr\u00e4ischen bzw. Griechischen. Bis heute sind von ihm 117 Briefe in au\u00dfergew\u00f6hnlich klarer Sprache erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Patronat: von Dalmatien, der Theologen, Studierenden, Lehrer:innen, Sch\u00fcler:innen, der \u00dcbersetzer:innen, der Universit\u00e4ten, der Asketen, der Korrektoren, gegen Augenleiden<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eGeirrt zu haben ist menschlich, und einen Irrtum einzugestehen ist Kennzeichen eines Weisen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Weitere Septemberbezeichnungen:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Herbstmonat, Scheiding, Obstmond, Holzmonat, F\u00fcllmonat<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bauernregeln: \u201eSeptemberrosen im Garten, lassen den Winter noch warten.\u201c<br>\u201eGibt es viele Eicheln im September, f\u00e4llt viel Schnee im Dezember.\u201c<br>\u201eWenn im September die Grillen noch singen, wird der Bauer reichlich Korn einbringen.\u201c<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den heiligen Schutzengeln geweiht 1. September \u00c4gidius (640-725) (Nothelfer)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Einer Legende zufolge n\u00e4hrte den Einsiedler eine Hirschkuh mit ihrer Milch; als der Westgotenk\u00f6nig bei der Jagd das Tier erlegen wollte, fing \u00c4gidius den Pfeil, der schon in der Luft war, und rettete so das Waldtier. 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