Autor: agreb

„Magic Moon“

– Eine musikalisch-literarische Reise zum Mond

In der Musik und der Literatur gibt es unzählige Geschichten, Märchen, Riten und kulturell unterschiedliche Bräuche aus allen Epochen, die sich auf den Mond beziehen. Er ist unser ständiger nächtlicher Begleiter, der uns bei unseren Träumen begleitet und viele Künstler inspiriert hat. Von der „Mondscheinsonate“ über „Blue Moon“, von “How high the Moon“ bis „Der Mond ist aufgegangen“ – reicht das musikalische Spektrum in Klassik, Pop und Jazz, das unsere Mondphantasien beflügelt. Und dazu viele Texte, Mythen und Geschichten die den Mond so rätselhaft und besonders für uns machen.

Ausführende:
Hubertus von Stackelberg Trompete, Flügelhorn
Uli Gutscher E-Piano
Florian von Stackelberg Sprecher


Freitag, 30.Januar 2026, 19.30 Uhr
St.Johann, Ludwigsburg Gänsfußallee

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten


Erntedank in Eglosheim:

Reicher Erntesegen für das Hirschberglädle

Das Hirschberglädle ist ein Juwel in Eglosheim! Wenn es dieses nicht schon gäbe, müsste man es erfinden! An jedem Öffnungstag kommen viele Menschen mit kleinem Geldbeutel, um sich hier für wenig Geld mit dem Nötigsten zu versorgen.
Damit das weiterhin möglich ist, waren sich Viele einig, dass gesammelt werden muss.

In den Kirchen wurde das Erntedankfest gefeiert und dabei wurden die Stufen und die Altäre liebevoll geschmückt mit gespendeten Lebensmitteln. Frisches Obst und Gemüse sowie gut verpackte haltbare Lebensmittel ergaben ein prächtiges Bild.

Umfangreiche und vielfältige Lebensmittelspenden wurden zusammengestellt in den Gottesdiensten in der Katharinenkirche, in der St. Thomas-Morus-Kirche und in der Kirche St. Johann. Sie wurden eingebracht von den kirchlichen Kindergärten mit Standorten von Pflugfelden bis Eglosheim, von der Gemeinde der Versöhnungskirche, von der Strick- und Häkelgruppe im Alexanderstift und von weiteren Gruppierungen. Hinzu kamen zahlreiche Einzelspenden für diesen guten Zweck.

Frau Marlies Pisko und ihr engagiertes Team freuen sich, wieder viele haltbare Lebensmittel anbieten zu können und danken herzlich allen Spendern.

Irmgard Bertsch

Kirchen-Kalendarisches im Oktober

Rosenkranzmonat

1. Oktober

Thérèse von Lisieux (1873-1897)

Als dritte Frau überhaupt zur Kirchenlehrerin ernannt – neben Theresia von Ávila und Katharina von Siena. Theresias Lehre sagt, dass die Liebe eines Menschen zu Gott an seiner Nächstenliebe gemessen werde: „Meine Berufung ist die Liebe“. Bereits im jungen Alter von 15 Jahren trat sie nach mehrmaligem Bitten in den Karmel von Lisieux ein. In ihrer „Geschichte einer Seele“ spricht sie über ihre innere Entwicklung und Motivation.

„Ich mache es wie die Kinder: Ich sage Gott einfach,
was ich ihm sagen will – er versteht mich.“

Attribute: Rosen
Patronat: der Karmelitinnen, der Flieger, der Missionen

2. Oktober                                                                                                                                           
Fest der Heiligen Schutzengel

Das seit 1615 am heutigen Tag begangene Schutzengelfest erinnert daran, dass Gott jedem einzelnen Menschen Begleitung und Schutz auf seinem Lebensweg schenkt.

3. Oktober

Irmgard von Baindt (13. Jh.)

Äbtissin in Baindt bei Weingarten

Blanka (Blanche, Bianca)

Märtyrerin aus Rom

4. Oktober               

Franz(iskus) von Assisi (1181/82-1226)

Im Alter von 25 Jahren erlebte Francesco Giovanni durch Krankheit und Haft eine innere Wandlung. Er entsagte sich dem weltlichen Leben und entschied sich zur Nachfolge Christi in vollkommener Armut und im Gebet. Franz reiste als Prediger und Missionar in Dalmatien und Spanien umher; 1221 gründete er für Laien den Dritten Orden, die Terziaren. Er diente den Menschen am Rande der Gesellschaft. Im „Sonnengesang“ spiegelt sich sein liebevolles Verhältnis zu Gottes Schöpfung.

Auf dem Berg La Verna empfing er 1224 die Wundmahle Jesu.

Attribute: Erdkugel, Wolf, Seraph

Patronat: von Italien, der Armen, der Sozialarbeiter, der Lahmen, der Blinden, des Umweltschutzes, der Kaufleute, der Weber

„Was der Mensch vor Gott ist, das ist er und nicht mehr.“

5. Oktober

Maria Faustina vom allerheiligsten Sakrament OLM (1905-1938)
Helena Kowalska gehörte der Kongregation der Schwestern der Muttergottes von der Barmherzigkeit an. In ihren Visionen beauftragte sie Jesus, von ihm ein Bild zu malen, von dessen Heiligsten Herzen zwei Strahlen ausgehen. Das Bildnis des Barmherzigen Jesus trägt folgende Inschrift: “Jesus, ich vertraue auf dich.”

„Die glücklichste Seele ist jene,
die sich Gottes Barmherzigkeit anvertraut.“

6. Oktober

Bruno (11. Jh.)

Patronat: der Besessenen; gegen Pest

Bauernregel: “Bruno der Kartäuser treibt die Mäuse in die Häuser.”

7. Oktober

Rosenkranzfest

Gedenktag zwischen Krieg und Frieden

Der knapp 450-jährige Gedenktag geht auf viele „siegreiche“ kriegerische Auseinandersetzungen zurück.

„Eine besondere Bedeutung erhielt das Rosenkranzfest in der Zeit des Nationalsozialismus. Am Abend des Festes 1938 hatten sich überraschend viele katholische Jugendliche zur Rosenkranz-Andacht im Wiener Stephansdom versammelt – einige tausend, manche sprechen von zehntausend Jugendlichen, waren gekommen. In seiner Predigt griff der Erzbischof von Wien, Kardinal Theodor Innitzer – zuvor wegen seines unklaren Verhältnisses zu den Nazis in der Kritik – die nationalsozialistische Ideologie scharf an. Er rief den Jugendlichen zu: „Christus ist euer Führer!“ Seine Predigt gilt als Meisterstück impliziter Regimekritik und rührte die anwesenden Massen auf. So kam es nach der Andacht im Dom zu einer spontanen Jugenddemonstration. Die Reaktion der Nazis ließ nicht lange auf sich warten: Am Tag darauf verwüsteten Mitglieder der Hitlerjugend das Erzbischöfliche Palais und griffen Geistliche an, viele katholische Jugendführer wurden verhaftet.“ (katholisch.de)

9. Oktober

Dionysius von Paris (3. Jh.)
Patron: bei Hundebissen

„Wenn dein Sprechen nicht wertvoller ist als dein Schweigen,
dann schweige lieber.“

10. Oktober

Daniele Comboni (1831-1881)

Der Priester gründete den Missionsverein vom Guten Hirten; auf ihn geht die Wiederbelebung der Missionsarbeit in Zentralafrika zurück.

Heute arbeiten rund 3500 Ordensleute und Mitglieder des Säkularinstituts der Comboni-Missionare (MCCJ) in 40 Ländern in Afrika und Mittelamerika.

11. Oktober
„Fest der Mutterschaft der allerseligsten Jungfrau Maria“

Papst Johannes XXIII. (1881-1963)

Angelo Giuseppe Roncalli wurde 1958 zum Papst gewählt; er brachte frischen Wind in die Kirche („Aggiornamento“ = Verheutigung [der Kirche]). Nur 30 Tage nach seiner Wahl kündigte er das 2. Vatikanische Konzil an, welches zwischen 1962 und 1965 stattfand. Dessen Ende erlebte Johannes XXIII. jedoch nicht mehr.

Interessantes: Der unverweste Leichnam des Papstes ruht in einem Glassarg in einer Seitenkapelle des Petersdomes in Rom.

„Der Mensch ist nie so groß, als wenn er kniet.“

12. Oktober

Otto Müller (1870-12. Oktober 1944), Priester

1906 wurde er Präses der katholischen Arbeiterbewegung in der Diözese Köln und später für Westdeutschland.
Wegen seiner Kritik am Nationalsozialismus und seiner Verbindungen zur Widerstandsgruppe des Attentats auf Hitler wurde er nach dem Attentat vom 20. Juli verhaftet. Er starb im Gefängnis Berlin-Tegel.
Seine Grabstelle ist nicht bekannt.                      

13. Oktober

Koloman (10./11. Jh.)

Der Ire befand sich auf einer Pilgerfahrt ins Heilige Land und wurde in der Gegend von Stockerau (nordwestlich von Wien) wegen seiner fremden Sprache als Verdächtiger festgenommen und an einem Baum aufgehängt. Nach seinem Tod wurde er bald in Österreich, Böhmen und Ungarn verehrt. Sein eigentlicher Gedenktag ist der 17. Juli, im österreichischen Raum jedoch der 13. Oktober.

Patronat: von Melk, der zum Tod durch den Strang Verurteilten, der Reisenden, des Viehs, gegen Krankheiten, gegen Unwetter, Feuergefahren, Ratten- und Mäuseplagen, gegen die Pest

Bauernregel: “Heiliger Koloman schick mir einen braven Mann.”

14. Oktober

Kalixtus I. (2./3. Jh.)

Der ehemalige Sklave wurde 199 zum Diakon geweiht und erhielt die Aufgabe, die christlichen Katakomben an der Via Appia zu verwalten. Trotz des Widerstandes des angesehenen und gelehrten Priesters Hippolyt wurde er vom Volk und vom Klerus Roms 217 zum Papst gewählt.
Er führte die Kirchenmalerei ein und erlaubte es hochgestellten Frauen, die Ehe mit Sklaven einzugehen.

Burkhard (7./8. Jh.)

Der Missionsbegleiter von Bonifatius – auch Burkard genannt – war erster Bischof von Würzburg. Sein Gedenktag ist der 2. Februar, im deutschsprachigen Raum jedoch der 14. Oktober.

Patronat: gegen Gelenkkrankheiten, Rheumatismus, Stein- und Nierenleiden sowie Lendenschmerzen

Bauernregeln: “Ist St. Burkhard trübe, kommt kein Zucker in die Rübe.”
“Sankt Burkhardi Sonnenschein schüttet Zucker in den Wein.”

15. Oktober

Theresia von Ávila (1535-1582)

Der Karmelitin wurden mystische Erfahrungen zuteil. Mit leidenschaftlicher Hingabe, Organisationstalent und Humor, den sie von ihrem jüdischen Großvater geerbt hatte, erneuerte sie den Karmeliterorden. Höchste Berühmtheit erlangte Theresia durch ihre Schriften, noch niemand vor ihr hatte das mystische Leben so deutlich und ausführlich beschrieben. Alle ihre Bücher sind von klassischer Sprache; eines der berühmtesten ist „Die Seelenburg“. In Spanien wird sie „Seraphische Mutter“ und „Doctora mystica“ genannt.
1970 wurde sie von Papst Paul VI. als erste Frau zur Kirchenlehrerin erhoben.

Patronin der Bortenmacher, von Spanien, für ein innerliches Leben, in geistlichen Nöten

Bauernregel: “Zu St. Theres’ beginnt d’Weinles’.”

16. Oktober

Hedwig (Jadwiga) von Andechs (1174-1243)

Sie gebar sieben Kinder und förderte als Landesherrin Christentum und Kultur in Schlesien. Wie ihre Nichte, die hl. Elisabeth (19.11), sorgte sie für Arme und Kranke.

Patronin: von Schlesien, Polens, der Kathedrale von Berlin

Gallus (um 640)

Am Mühletobel südlich des Bodensees baute Gallus sich in der Wildnis eine Klause. Er wurde zum begehrten Ratgeber bei Volk, Adel und Klerus. 720 entstand aus der Zelle mit seinem Grab das Kloster St. Gallen, in dem die Benediktinerregel eingeführt wurde und das die Kultur des Abendlandes maßgeblich beeinflusste.

Darstellung: mit Wanderstab, mit Bär

Patronat: der Gänse, Hühner und Hähne (gallus = Hahn), der Fieberkrankheiten

Marguerite-Marie Alacoque (22. Juli 1647-17. Oktober 1690)

Patronat: an Kinderlähmung leidende, Waisen, Verehrer:innen des Herzens Jesu

„Das Herz Jesu verehren, heißt nicht so sehr Gebete sprechen,
als sich seinen Tugenden gleichförmig machen.“

Bauernregeln: “Nach dem Sankt Gallus-Tag nichts mehr im Garten bleiben mag.”
“Sankt Gallen lässt den ersten Schnee fallen.”
“Wenn Gallus kommt, hau ab den Kohl,
er schmeckt im Winter trefflich wohl.”

17. Oktober

Ignatius von Antiochien (35-117)

Vom Schüler des Apostels Johannes sind noch sieben Briefe erhalten; er setzt sich darin unter anderem für die Einheit der Gemeinden ein.

Er wurde im Kolosseum in Rom wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen; im Angesicht des Todes soll Ignatius ausgerufen haben: „Ich bin der Weizen Christi, ich muss durch die Zähne der Tiere gemahlen werden, um als reines Brot befunden zu werden.“

Attribute: als Greis mit Bart mit Löwen

Patronat: gegen Halsschmerzen, Ausschlag

Johannes von Lykopolis (305-394)

Er soll Wundertaten vollbracht und Prophezeiungen gemacht haben.
Viele Pilger – auch Hieronymus und Augustinus – kamen zu Johannes; er beriet sie seelsorgerlich durch ein Fenster in seiner Höhle und heilte durch die Gabe von gesegnetem Öl.

18. Oktober

Lukas, Evangelist (1. Jh.)

Lukas war Arzt in Antiochien. Zwischen 50 und 51 begleitete er den Apostel Paulus auf zwei Missionsreisen. Er gilt als der Verfasser des dritten Evangeliums und der Apostelgeschichte. Im Gegensatz zu den anderen Evangelien spielen bei ihm die Barmherzigkeit Gottes, die Liebe Jesu zu den Armen und Sündern, die Bedeutung des Gebetes sowie der Heilige Geist eine große Rolle. Lukas starb mit über 80 Jahren vermutlich in Böotien in Griechenland.

Attribute: Evangelium, Stier, Marienbild, Arztgeräte

Patron der Ärzte, Chirurgen, Kranken, Künstler:innen, Bildhauer:innen, Notar:innen, der Goldschmiede, Buchbinder, der christlichen Kunst, des Viehs, der Metzger und der Wetters

Bauernregel: “Sankt Lukas Evangelist, bringt Spätroggen ohne Mist.”

19. Oktober

Johannes (Jean) de Brébeuf und Isaak Jogues (17. Jh.)

Johannes und Isaak wirkten als Jesuitenmissionare bei den Indianerstämmen der Huroren und Irokesen in Kanada. De Brébeuf errichtete beim Indianerstamm der Huroren in Kanada mehrere Missionsstationen und verfasste für ihre Sprache ein Wörterbuch und eine Grammatik.

20. Oktober

Wendelin (6./7. Jh.)

Er war ein iroschottischer Königssohn, der wegen seiner religiösen Neigung von seinem Vater gezwungen wurde, Schafe zu hüten.

Patron der Hirten, Bäuerinnen und Bauern, des Viehs, für gedeihliche Witterung, gute Ernte, bei Viehseuchen, der Felder

Bauernregeln: “Um Sankt Wendelin geht der schöne Herbst dahin.”
“Sankt Wendelin verlass uns nie, schirm unsern Stall, schütz unser Vieh.”

21. Oktober

Ursula von Köln (3./4. Jh.)

Ursula fiel wohl zusammen mit ihren „11000“ Gefährtinnen im 4. Jh. der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian zum Opfer; diese Zahl beruht auf einem Übersetzungsfehler – es waren wohl 11 Gefährtinnen.
Die Legende berichtet, dass Ursula die Stadt Köln von der Belagerung durch die Hunnen befreit haben soll.

Patronin der Lehrerinnen, der Jugend, um gute Heirat und guten Ehestand, in Kriegszeiten, bei Kinderkrankheiten, der Erzieher*innen, gegen die Qualen des Fegefeuers, in Kriegszeiten

Bauernregeln: “Sankt Ursulas Beginn zeigt auf den Winter hin.”
“Sankt Ursel, o Graus, zieht die Bäume aus.”
“Sankt Ursula will uns sagen, bald könnt` das Feld Schnee tragen.”

22. Oktober

Johannes Paul II

Karol Wojty´la setzte sich während seiner Amtszeit unter anderem für die Aussöhnung zwischen den Religionen ein und initiierte die Weltjugendtage.

Patron der Bergretter

„Ganz dein. – Totus Tuus.“

23. Oktober

Severin von Köln (4. Jh.)

Patronat: gegen Unglück und Trockenheit, für gute Witterung, von Köln, der Weber
Bauernregel: “Wenn´s Sankt Severin gefällt, bringt er mit die erste Kält´”

24. Oktober                        

„Fest des Heiligen Erzengels Raphael“

Antonius Maria Claret (1807-1870)

„Bewahre, soweit du kannst, Schweigen, Bescheidenheit,
innere Sammlung, Liebe zum Nächsten.“

25. Oktober

Ludwig III. (1109-1185) – Graf von Arnstein

Im Kloster Arnstein, das als einziges von Ludwigs Klostergründungen bis heute erhalten blieb, lebten seit 1919 und noch bis Ende 2018 die „Arnsteiner Patres“.

Crispinus und Crispinianius (3./4. Jh.)

Die Schuhmacher und Missionare sollen den Armen unentgeltlich Schuhe gemacht haben. Im Wiener Volksmund gibt es für eine hagere, magere Person die Bezeichnung “Krispindl”. Sie erlitten den Märtyrertod.

Patronat: der Schuhmacher, Sattler, Gerber, Schneider, Weber, Handschuhmacher

Bauernregel: “Mit Krispin sind alle Fliegen dahin.”

26. Oktober

Josephina Leroux (1747-1794)

Sie trat dem Ursulinnenorden bei und wurde wegen ihres Glaubens während der Französischen Revolution gefangen genommen und enthauptet.

Albin (Witta = Hwita = „der Weiße“) (um 700- nach 760)

Bauernregel: „Warmer St. Albin bringt fürwahr stets einen kalten Januar.“

27. Oktober

Wolfhard von Augsburg (1070-1127)

Patron der Sattler

28. Oktober

Judas Thaddäus und Simon Zelotes (Apostel) 1. Jh.

Judas Verehrung litt lange darunter, dass er oft mit Judas dem Verräter verwechselt wurde. Er verkündete in Mesopotamien das Evangelium.

Simon war vor seiner Berufung zum Apostel Anhänger der jüdischen Partei der Zeloten, die gegen die römische Herrschaft im Land kämpfte; später hat er in Palästina, Ägypten und Persien das Evangelium verkündet.

Patronate

Judas Thaddäus: in der Aussichtslosigkeit

Simon Zelotes: Waldarbeiter, Maurer, Weber

Bauernregeln: “Simon und Juda, die heiligen Herrn, sitzen am warmen Ofen gern.”
“Simon und Judas, ja die zwei, führen oft den Schnee herbei.”

29. Oktober

Helene Kafka (1894-1943)

Nach Eintritt bei den „Franziskanerinnen der christlichen Liebe“ in Wien hieß sie fortan Schwester Maria Restituta. Im Krankenhaus Wien-Mödling arbeitete sie sich bis zur ersten Operationsschwester hoch. Sie verurteilte den „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich und stand in ihrem Bekanntenkreis im Mittelpunkt des Widerstandes gegen den Naziterror. Am 18. Februar 1942 wurde sie von der Gestapo verhaftet, am 19. Oktober vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und in der Nacht auf den 30. März 1943 in Wien enthauptet.

30. Oktober

Bernhard Schwentner (1891-1944)

Der wegen seiner Rechtschaffenheit und Aufrichtigkeit besonders angesehene Priester war den Nationalsozialisten missliebig. 1943 wurde er von einem Spitzel der Gestapo wegen angeblich staatsfeindlicher Äußerungen angezeigt und am 21. Oktober 1943 verhaftet. Obwohl Schwentner sich in der Zeit als Militätgeistlicher sehr eingesetzt und Freunde unter den Offizieren hatte, trat keiner für ihn ein. Die Bemühungen des Bischofs von Osnabrück, Herrmann Wilhelm Berning, um die Freilassung blieben erfolglos. Von der Haftzeit und der Zeit bis zur Hinrichtung wird berichtet, er habe diese in Ruhe und Abgeklärtheit „in der Nachfolge Jesu Christi“ angenommen und ein Gedicht verfasst. Das Todesurteil habe wohl schon anfänglich festgestanden. Am 15.09.1944 wurde Pfarrer Bernhard Schwentner vom Volksgerichtshof wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilt und am 30. Oktober 1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet.

Stolpersteinverlegung in Neustrelitz, Strelitzer Straße 28a (Wikipedia)

31. Oktober

Wolfgang von Regensburg (924-994)

Der Benediktiner Wolfgang setzte sich für eine gute Bildung ein und förderte das geistliche Leben im Klerus und im Volk, es entstanden Schulen und Klöster.

Patronat: der Schiffer, Köhler, Bildhauer, bei Lähmungen und Schlaganfall, für das Gedeihen des Viehs,

Bauernregel: “St. Wolfgang Regen verspricht ein Jahr voll Segen.”

Freddy Datenfresser noch bis 11. Januar 2026

Handys als Kollekte – gemeinsam für Umwelt und Gerechtigkeit!
In deutschen Schubladen schlummern Millionen alter Handys und Tablets – voller wertvoller Rohstoffe wie Gold, Kupfer und seltene Erden. Ihre Gewinnung belastet Mensch und Umwelt. Mit der Aktion „Handys als Kollekte“ sammeln wir diese Geräte, schützen so die Umwelt und unterstützen soziale Projekte. Machen Sie mit: Spenden Sie Ihr altes Handy und setzen Sie ein Zeichen für Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit!
Auch unsere Kirchengemeinde beteiligt sich an dieser Sammelaktion.
Ab sofort und vorerst bis zum 11. Januar 2026 stehen im Eingangsbereich unserer Kirchen, St. Thomas Morus und St. Johann Baptist, Sammelboxen zur Verfügung. Die Kirchen sind täglich zwischen 10 und 16 Uhr zugänglich. Danke und vergelt´s Gott schon im Voraus für jede Handy-Spende.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: https://freddy-datenfresser.de/handys-als-kollekte/

Kirchen-Kalendarisches im Juli

Dem kostbaren Blut Jesu geweiht

1. Juli

Mirjam (ca. 1525 – 1450 v. Chr.)

Schwester des Mose und Aaron – Gedenktag

Name bedeutet: die Schöne, die von Gott Geliebte

2. Juli            Das Fest Mariä Heimsuchung der allerseligsten Jungfrau Maria

Bauernregeln: „Wie Maria ins Gebirg´ zieht ein,
so wird der ganze Juli sein.“

„Wie Maria fortgegangen, wird Magdalena (22.7.) sie empfangen.“

3. Juli                        

Thomas, Apostel (+72 Indien)
Das Johannesevangelium berichtet von seinem Zweifel: Er kann erst an die Auferstehung Jesu glauben, wenn er seine Hände in dessen Wunden legen darf.

4. Juli

Ulrichstag (973)
Attribute: Buch und Fisch

Bauernregel: „Regen am Ulrichstag, der Wurm die Birnen mag.“

8. Juli

Kilian von Würzburg (7. Jhd.)
Zu Ehren des hl. Kilian findet alljährlich rund um seinen Gedenktag in Würzburg die „Kiliani-Wallfahrt“ statt.

Bauernregel: „Ist´s zu St. Kilian schön, werden viele gute Tage vergeh´n.“

9. Juli

Augustinus Zhao Rong

A.Z.R. wurde zusammen mit 120 weiteren Märtyrern, die während der Missionsepoche in China (17. Jh. Bis 1930) starben, 2000 heiliggesprochen. Ausnahmsweise war der Nachweis eines Wunders für jeden einzelnen Märtyrer durch ein Dekret von Papst Johannes Paul II. nicht notwendig.

11. Juli

Benedikt von Nursia (*480)

„Den Weisen erkennt man an den wenigen Worten“

13. Juli

Heinrich und Kunigunde (ca. 1000) (Herrscherpaar)
Attribute: Kirchenmodell, Krone, Zepter, Pflugschar
Patronin der Frauen in guter Hoffnung und der Kinder

16 Juli

Fest der allerseligsten Jungfrau Maria v. Berge Karmel (Skapulierfest)

17. Juli

Hedwig (Jadwiga) von Polen (14. Jhd.)
Königin von Polen

19. Juli

Makrina die Jüngere (4. Jh.)

In Cäsarea (Kappadokien) unterstützte sie ihre Eltern bei der Erziehung ihrer neun Geschwister. Später führte sie mit ihrer Mutter und weiteren Gefährtinnen ein Leben des Gebetes und der Buße. Nach manchen Überlieferungen war sie Äbtissin einer Klostergemeinschaft.
Ihre Großeltern hatten noch unter der Christenverfolgung von Maximus II zu leiden und wurden enteignet.

20. Juli

Margarita von Antiochien (ca. 300)
Attribute: Siegespalme, Drache

Margari(e)ta gehört zu den 14 Nothelfern und bildet zusammen mit Katharina und Barbara die sog. „drei heiligen Madl“.

Bauernregeln: „Margaret bringt heiße Glut, so gerät der September gut.“
„Margaretenregen bringt Segen.“

22. Juli

Maria Magdalena
Patronin der Frauen, Verführten, Friseure, Weber, Gärtner, Winzer, Schüler:innen und Studierenden

Interessantes: 2016 hat Papst Franziskus den Gedenktag Maria Magdalenas zum Fest aufgewertet. Damit wird sie nun auf gleicher Stufe verehrt wie die Apostel.

Bauernregel: „An Magdalena regnet´s gern, denn sie weinte um den Herrn.“

24. Juli

Christophorus (6. Jh.)
legendärer Christusträger, der das Jesuskind durch den Fluss trug.

25. Juli

Jakobus der Ältere
Die Reliquien des Jakobus, die in einem Schrein in der Kathedrale von Santiago de Compostela aufbewahrt werden, sind jährlich das Ziel zehntausender Pilger, die zu Fuß oder per Rad den berühmten Jakobsweg zurücklegen.

Attribute: Pilgerkleidung, Beutel, Stab, Pilgermuschel
Patron: der Pilger:innen, Arbeiter, Feldfrüchte und Äpfel (Jakobsäpfel)

26. Juli

Joachim und Ana
Eltern der Gottesmutter Maria – Großeltern Jesu
Patronate
Joachim: der Eheleute und Schreiner;
Ana: der Mütter, Hausfrauen und Arbeiterinnen, für eine glückliche Heirat und Ehe, für eine gute Geburt
Attribute: Joachim: Schriftrolle
Ana: als Anna selbdritt: auf dem Schoß der alten Anna sitzt Maria, auf deren Schoß der Jesusknabe

31. Juli

Ignatius von Loyola (1491-1556)
1536 gründete er zusammen mit Gleichgesinnten den Jesuitenorden.
Attribute: Buch, Fackel, flammendes Herz

Patronat: der Jesuiten, der Exerzitien und Exerzitienhäuser, der Soldaten, der Schwangeren und der Kinder, bei schwerer Geburt, gegen Fieber, Pest, Gewissensbisse, Dämonen, gegen Krankheiten beim Vieh

Kirchen-Kalendarisches im Juni

Dem heiligsten Herzen Jesu geweiht

1. Juni

Justin (ca. 100)

Er versuchte die griechische Philosophie Platons und die christliche Theologie zusammenzuführen.

Patron der Philosophen

2. Juni

Marcellinus (ca. 299)

Patron von Seligenstadt

Blandina (ca. 170)

3. Juni                        

Karl Lwanga (1865-1887)
Patron der katholischen Aktion und der Jugend Afrikas

4. Juni

Klothilde von Franken (474-544)
Patronin der Frauen, der Kinderkrankheiten

Die schon zu Lebzeiten verehrte Klothilde wurde bereits wenige Jahre nach ihrem Tod heiliggesprochen.

Eva von Lüttich (1190-1265)
Sie trat zusammen mit Juliana von Lüttich für die Prozession am Fronleichnamsfest ein.

5. Juni

Bonifatius (673-754)

„Apostel der Deutschen“

6. Juni

Norbert von Xanten (1082-1134)

Patron für glückliche Entbindung

8. Juni

Maria von Droste zu Vischering (1863-1899)

Sie erlebte mystische Begnadungen und veranlasste Papst Leo XIII., die ganze Menschheit dem Heiligen Herzen Jesu zu weihen.

10. Juni

Margaretha, Königin von Schottland (1046-1093)

11. Juni

Barnabas

Patron bei Streit

13. Juni

Antonius von Padua (1195-1231)

Patron der Liebenden

15. Juni

Vitus (Veit) (ca. 300) Nothelfer

Patron der Jugendlichen

22. Juni

Thomas Morus (1478-1535)

Patron der Regierenden und Politiker, der Katholischen jungen Gemeinde

24. Juni

Johannes der Täufer

25. Juni

Wilhelm von Vercelli (1085-1142)

Legende: Als ein Wolf einen Esel riss, der Steine für den Klosterbau transportierte, kam Wilhelm hinzu, und der Wolf diente ihm fortan als Lastenträger.

27. Juni

Siebenschläfertag – die sieben Schläfer von Ephesus

29. Juni Petrus und Paulus

Kirchen-Kalendarisches im Mai

Kirchen-Kalendarisches im Mai

Der Maienkönigin – Mutter Maria – geweiht

1. Mai

Heiliger Josef der Arbeiter

Diesen Gedenktag am weltweiten Tag der Arbeit führte Papst Pius XIII. 1955 ein, um Josef als Ernährer der Heiligen Familie zu ehren und die Würde der menschlichen Arbeit zu betonen.

Jeremias (7. Jh. v. Chr.)

Der Prophet zog sich den Zorn der Priesterschaft zu, als er den Standpunkt vertrat, ein rechtschaffenes Leben sei wichtiger als die korrekte Befolgung der religiösen Riten.

2. Mai

Heiliger Athanasius von Alexandrien (300 – 373)

„Der auferstandene Christus macht das Leben der Menschen zu einem ununterbrochenen Fest des Glaubens.“

3. Mai                         Fest der Auffindung des Heiligen Kreuzes

Philippus der Apostel und Jakobus der Jüngere (1. Jhd.)
Patronat: Konditoren

4. Mai

Monika (4. Jhd.)
Sie ist die Mutter des Hl. Augustinus, dem Kirchenlehrer
Patronat: Mächtige Fürbitterin für Frauen und Mütter, welche sich um die Seelen ihrer Männer und Kinder sorgen

Florian von Lorch (2./3. Jhd.)
Florian zählt zu den Vierzehn Nothelfern und wird besonders in Österreich als der erste Märtyrer verehrt.

Patron gegen Feuer und Brandgefahren

5. Mai

Franz Tendler (1820-1902)

Priester, Mönch

Ab 1854 wirkte er als Jugendseelsorger,
bald wurde Tendler als „Apostel der Jugend“ in Wien bekannt.

6. Mai

Franc,ois de Montmorency-Laval (17./18. Jh.)

Die Diözese des Missionsbischofs reichte vom St.-Lorenz-Strom bis zum Golf von Mexiko. Er kämpfte gegen den Verkauf von Alkohol an die Indianer.

7. Mai
Boris (9./10. Jh.)

Während seiner Amtszeit als Fürst führten Kyrillos und Methodios in Bulgarien die slawische Liturgie ein.

8. Mai                 Fest der Erscheinung des Heiligen Erzengels Michael

Achatius von Byzanz (3./4. Jh.)

Er diente als Hauptmann im römischen Heer in Thrakien. Wegen seines Glaubens wurde er gefoltert. Nach der Legende wurde Achatius´ Leichnam in einem Sarg ins Meer geworfen, aber der Sarg ging nicht unter. Die Meeresströmung brachte ihn bis zur Küste Kalabriens. Seine Reliquien liegen in Hirsau und Weingarten in Württemberg. Nach einer weiteren Legende bekannten sich noch 10000 seiner Soldaten zum Christentum.
Seit Mitte des 15. Jh. gehört er zu den 14 Nothelfern.

Attribute: Soldat mit Dornzweig und Dornenkranz, mit Schwert, Streitaxt oder Lanze

Patronat: der Soldaten; gegen Kopfweh; in Todesängsten und ausweglosen Lagen; für Stärkung in Zweifeln

11. Mai

Heiliger Mamertus (5. Jhd.)

In verschiedenen Gegenden wird Mamertus zu den Eisheiligen gerechnet.

Er führte Drei Bittgänge an den Tagen vor Christi Himmelfahrt ein.
Die Prozessionen erflehen göttliche Hilfe oder dienen der Abwendung von Gefahren wie Erdbeben, Feuersbrünsten etc.

12. Mai

Heiliger Pankratius (3./4. Jhd.) – Eisheiliger

13. Mai

Heiliger Servatius (4. Jhd.) – Eisheiliger

Seit 1829 finden die Wallfahrten zu Ehren des Servatius wieder im Sieben-Jahres-Rhythmus statt, zuletzt 2018.

14. Mai

Heiliger Bonifatius von Tarsus (2./3. Jhd.) – Eisheiliger

Bonifatius von Tarsus ist nicht zu verwechseln mit Bonifatíus, dem Apostel der Deutschen.

Selige Juliana von Norwich, Mystikerin – und Philosophin

15. Mai

Heilige Sophia von Rom (2./3.Jhd.)– Eisheilige

Patronin für gutes Wachstum der Feldfrüchte, gegen Spätfröste.

Als letzte der Eisheiligen wird sie auch die „kalte Sophie“ genannt.

Bauernregeln:

„Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.“

„Die kalt´ Sophie, die bringt zum Schluss, ganz gern noch einen Regenguss.“

16. Mai

Johannes Nepomuk (14. Jhd.)

Der Legende nach wurde er von der Karlsbrücke in die Moldau geworfen, weil er das Beichtgeheimnis nicht brechen wollte.

Patron der Beichtväter, Priester, Verschwiegenheit – gegen Wassergefahren

Bauernregeln: „Lacht zu Nepomuk die Sonne, gerät der Wein zur Wonne.“
„Der Nepomuk uns das Wasser macht, dass uns ein gutes Frühjahr lacht.“

21. Mai

Hermann Josef von Steinfeld (12. / 13. Jhd.)

Patron der Mütter und Kinder

Er wird auch als „Apfelheiliger“ verehrt, deshalb legen Pilger oft Äpfel auf sein Grab.

22. Mai

Rita von Cascia (14./15. Jhd.) eigentlich: Margherita Lotti Mancini

An ihrem Gedenktag werden bis heute die sog. „Rita-Rosen“ geweiht.

Patronin in aussichtslosen Anliegen und Examensnöten

24. Mai

Esther (485-465 v. Chr.)

Retterin des jüdischen Volkes

25. Mai

Urban (7. Jhd.)

Glaubensbote bei Heilbronn

Patron der Weingärtner

26. Mai

Philipp Neri (16. Jhd.)

Seine heitere und volksnahe Art und Predigtform brachten ihm den Beinamen
„der lachende Heilige“ ein.

Patronat: gegen Unfruchtbarkeit der Frauen, der Humoristen

„Warum soll Gott nicht lachen dürfen?“

28. Mai

Otto Neururer (1882 – 30. Mai 1940 im KZ Buchenwald)

Der Priester wurde als zwölftes Kind des Müllers Alois und dessen Ehefrau Hildegard geboren.

Weil er einer jungen Frau von einer Eheschließung mit einem aus der Kirche ausgetretenen Nationalsozialisten abriet, wurde er im Dezember 1938 von der Gestapo verhaftet und 1939 in das KZ Dachau und später in das KZ Buchenwald gebracht. Noch im Konzentrationslager wirkte er als Seelsorger. Obwohl religiöse Handlungen im Lager strengstens verboten waren, begannen Otto und sein Mitbruder Matthias Spanlang den Glaubensunterricht für einen Mithäftling mit Taufwunsch. Als dies bekannt wurde, hängte man Neururer nackt und kopfüber an den Füßen auf, bis nach 34 Stunden der Tod qualvoll, infolge übermäßigen Blutandrangs im Kopf, eintrat.

29. Mai
                                             „Christi Himmelfahrt“

30. Mai

Heilige Johanna von Orleans (15. Jh.)

„Alle meine Worte und Taten sind in Gottes Hand.
Auf ihn alleine verlasse ich mich.“
31. Mai:                  Visitatio – „Heimsuchung Mariä“ (seit 2. Vatikanischem Konzil)

Kirchen-Kalendarisches im April

„Dem Geheimnis der Erlösung geweiht“

1. April

Irene von Thessaloniki (3./4. Jh.)

Aus den erhalten gebliebenen Protokollakten geht hervor, dass sie wegen ihres Glaubens öffentlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.

Patronin: gegen Blitz- und Feuergefahr

2. April

Franz von Paola (15./16. Jh.)

„Die Einsiedler lehren und predigen nicht; sie schweigen.
Und schweigend öffnen sie sich der Stimme Gottes.“

Patron: der Einsiedler und Leidenden, gegen die Pest

3. April

Aloisius Scrosoppi  (1804-1884)

Seit 2010 ist Aloisius wegen seines Einsatzes für Jugendliche Schutzpatron der Fußballer. Eine Statue in der Pfarre Pötschach am Wörther See zeigt den Heiligen mit einem Fußball im Arm.

4. April

Heinrich Richter (1898 – 04.04.1945)

Der Priester wurde 1931 zum Lokalpräses der Kolpingfamilie Köln-Zentral ernannt. Der seeleneifrige, fromme und hilfsbereite Priester wurde am 15. August 1944 von der Gestapo verhaftet. Auch in der Gefangenschaft zeigte er eine vorbildliche Haltung. Bei der Räumung des Konzentrationslagers wurde er erschossen, da er nicht mehr transportfähig war.

5. April

Juliana von Lüttich (1192-1258)

Seit 1208 hatte Juliana Visionen, die ihr auftrugen, sich in der Kirche für die Einführung eines Festes einzusetzen, das der Verehrung der Eucharistie dient. In diesen Jahren wurde die Realpräsenz Christi in der Eucharistie diskutiert. Juliana vertraute ihre Schau den Mitschwestern Agnes, Ozilia und Isabella an und schloss mit ihnen einen „geistlichen Bund“ zur Förderung der Verehrung des Allerheiligsten. 1246 wurde das Fronleichnamsfest durch Bischof Robert von Thorote in der Diözese Lüttich eingeführt; ein Fest, bei dem die Gläubigen die Eucharistie anbeten konnten, um den Glauben zu mehren.

1264 führte Papst Urban IV, der vorher Erzdiakon in Lüttich war und Juliana kannte, das Fest für die ganze Kirche ein.

6. April

Notker der Stamm ler (9./10. Jh.)

Wegen eines Sprachfehlers wurde er Balbulus (der Stamm ler) genannt. Geboren um 840 wohl im Kanton St. Gallen in der Schweiz, wurde er schon als Kind dem Benediktinerkloster in St. Gallen übergeben, wo er sein ganzes Leben blieb. Er war Leiter der Klosterschule; mit seinen Liedern, Gedichten und Schriften prägte er die Kunstwelt seiner Zeit. Eine große Zahl seiner Werke der Kirchenmusik sind bis heute erhalten.

Darstellung: als Mönch, wie er dem Knarren eines Mühlrades lauscht Er schrieb nach dem Takt einen Pfingstgesang

7. April

Johannes Baptist de la Salle (1651-1709)

Sein Augenmerk lag auf den Kindern und Jugendlichen der ärmeren Familien. Deshalb setzte er sich für den Unterricht in der Muttersprache statt in Latein ein. 1684 gründete er mit Gleichgesinnten die „Genossenschaft der christlichen Schulbrüder“; sie ist auch heute noch weltweit tätig.

Patronat seit 1950: der Lehrer*innen und Erzieher*innen, des christlichen Unterrichts

8. April

(Maria Rosa) Julia Billiart (1651-1816)

Durch eine Lähmung ans Bett gefesselt, unterrichtete sie trotzdem die Dorfkinder im Lesen und Schreiben. Die von ihr mit gegründete Kongregation der „Schwestern Unserer Lieben Frau“ widmete sich der Erziehung und Bildung junger Mädchen.

9. April

Casilda von Toledo (11. Jh.)

Eine Legende berichtet, dass ihr Vater sie einmal überraschte, als sie den Gefangenen Brot brachte, worauf sich das Brot in Ihrer Schürze in Rosen verwandelte.

Patronin gegen Blutfluss, Unfruchtbarkeit, Unglück

12. April

Lazarussamstag

Als Lazarussamstag wird in den orthodoxen Kirchen der Samstag vor dem
Palmsonntag begangen. Im Johannesevangelium ist die Auferweckung des Lazarus
durch Jesus das Vorzeichen von dessen eigener Auferstehung zu begreifen.
Am Samstag findet seit dem 4. Jahrhundert eine Lazarus-Prozession von Jerusalem
nach Bethanien statt.

Julius I. (3./4.)

Der Papst verhalf durch seine Güte und seine Charakterfestigkeit dem Papsttum zu neuem Ansehen. Im Rom erbaute er die Kirche „Zu den Zwölf Aposteln“. Bereits zwei Jahre nach seinem Tod wurde er als Heiliger verehrt.

Patron: der Latrinenreiniger
Giuseppe Moscati (1880-1927)

Der engagierte Arzt organisierte während des Vesuv-Ausbruchs die Räumung des Krankenhauses und leistete Nothilfe. Jenseits der großen Katastrophen des Weltgeschehens (Erster Weltkrieg) kümmerte er sich besonders um die Armen; verlangte kaum Honorar und bezahlte ihnen oftmals Medikamente.

Papst Johannes Paul Il. sprach Giuseppe Moscati 1987 heilig.

13. April

Palmsonntag 
Am Palmsonntag beginnt die Karwoche. Er erinnert an den Einzug Jesu in
Jerusalem, über den alle vier Evangelien berichten. Etwa seit dem Jahr 400 gab es
in Jerusalem den Brauch, in feierlicher Prozession vom Ölberg in die Stadt zu ziehen.
Im Mittelalter übernahm die Kirche des Westens den Brauch der Palmprozession.

Bauernregel: „Ist’s am Palmsonntag hell und klar, so gibt’s ein gut und fruchtbar

Jahr.“

„Palmen im Klee, Ostern im Schnee.“

Martin I. (6./7. Jh.)

Bauernregel: „So wie Martin es will, zeigt sich dann der ganze April.“

14. April

Lidwina (14./15. Jh.)

Die Tochter des Nachtwächters ertrug die jahrelangen Folgen eines Eislaufsturzes tapfer und erlebte Visionen; vielen Ratsuchenden schenkte sie Trost und Hilfe. Sie gehört in den Niederlanden zu den am meisten verehrten Heiligen.

Patronin: der Kranken, der Krankenseelsorge

Legende: In ihren Visionen sah sie immer häufiger einen wachsenden Rosenstrauch; ihr wurde offenbart, sie werde sterben, wenn alle Knospen blühen würden.

Tiburtius (2./3. Jh.)

Bauernregeln: „Tiburtius kommt mit Sang und Schall, bringt Kuckuck mit und Nachtigall.“

„Tiburtius kommt uns sehr gelegen, mit seinem grünen Blättersegen.“ Justinus der Märtyrer, auch: der Apologet (2. Jh.)

Justinus stammte aus Neapolis (heute: Nablus), war ein Philosoph und zählt zu den Kirchenvätern. Er studierte die Schriften Platons – im Fokus: die Transzendenz Gottes, Vorsehung und freier Willen und Unsterblichkeit der Seele. Das Gespräch mit

einem „alten Mann bei einem Spaziergang am Strand“ und dessen Zeugnis von der Christusbotschaft führten ihn zur Entscheidung, sich taufen zu lassen. Seit der Kalenderreform 1969/70 ist der 1. Juni sein Gedenktag.

Bauernregel: „Justin klar, gutes Jahr“

15. April

Huna vom Elsass (7. Jh.)

Die Adelige sorgte als Wohltäterin für Arme und Kranke, deren Wäsche sie persönlich wusch, weshalb sie „heilige Wäscherin“ genannt wurde. Ihr Grab in der von ihr gestifteten Kirche entwickelte sich zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort, dessen Quelle Heilwirkungen zugesprochen wurden.

Patronin: der Wäscherinnen, des Weinbaus

16. April

Bernadette Soubirous (1844 – 1879)

Sie ist in Lourdes in Frankreich als Tochter einer armen Müllerfamilie geboren. 1858 hatte sie als Vierzehnjährige in der Grotte Massabielle 18 Erscheinungen der Gottesmutter Maria und legte eine Quelle frei. In der Folge entwickelte sich Lourdes zu einem der bedeutendsten Marienwallfahrtsorte der Gegenwart, an dessen Quelle viele Kranke Heilung suchen.

Bernadettes erhaltener Leichnam wird bis heute in Nevers gezeigt.

17. April

Gründonnerstag 
Der Name Gründonnerstag geht wahrscheinlich auf das mittelhochdeutsche Wort
„gronan“ (weinen) zurück (vgl. greinen).
Der Legende nach „fliegen die Glocken nach Rom“.

Bauernregeln: „Gründonnerstag weiß – Sommer heiß“

„Was an Gründonnerstag gesät, in Feld und Garten wohl gerät.“

Max Josef Metzger (1887 – 1944)

(Selig- und Heiligsprechungsprozess abgeschlossen und weitergegeben)

Priester, Friedenskämpfer, Antimilitarist, Antifaschist
17. April 1944 hingerichtet

„Ich habe mein Leben Gott angeboten für den Frieden der Welt und die Einheit der Kirchen.“

18. April

Karfreitag

Der Begriff „Kar“ leitet sich vom althochdeutschen „kara“ – Trauer, Klage ab.

Bauernregeln: „Karfreitags-Regen ist Gottes Segen.“

„Wenn’s dem Herrn regnet ins Grab, ein trockener Sommer folgen mag.“

„Gibt Karfreitag und Ostern starken Regen, kann’s auf der Wiese viel Futter geben.“

Wikterp von Augsburg  (8. Jh.)

Er machte sich um die Glaubensverkündigung im Allgäu verdient.

Um 740 war er an der Gründung und der Weihe des Klosters Benediktbeuren und

wenig später an der Weihe des Klosters in Kempten beteiligt.

Attribute: Nachts eine Kirche bauend

20. April

Ostersonntag 
Nach dem Sabbat (Samstag) war das bei den Juden der erste Tag der Woche. Die
Urchristen haben schon sehr früh an diesem Tag ihren Gottesdienst im Gedenken an
dieses Ereignis abgehalten.

Bauernregel: „Regnet’s in die Ostern rein, wird zu Wasser auch der Wein.“ Hildegundis von Schönau (12. Jh.)

Hildegundis – auch „von Neuss“ bei Köln – wurde 1170 geboren. Mit ihrem Vater begab sie sich 1183 zur Wallfahrt ins Heilige Land. Der Vater erkrankte und verstarb; zuvor riet er ihr, sich als Mann zu verkleiden, damit sie von Räubern geschützt sei. Als sie unter dem Namen Josef ungefährdet heimkehrte, behielt sie Name und Kleidung bei und trat 1187 ins Zisterzienserkloster Schönau bei Heidelberg ein und lebte dort als Novize. Erst nach ihrem Tod erkannte man ihr Geschlecht und forschte nach ihrer Herkunft. Im Zisterzienserkloster genoss Hildegundis große Verehrung.

Attribute: Männerkleidung, mit einem neben ihr reitenden Engel

21. April

Anselm von Canterbury  (1033 – 1109)

Die theologischen Arbeiten des Kirchenlehrers genießen zur Gottes- und Versöhnungslehre eine besondere Bedeutung.

23. April

Georg (2./3. Jh.)

Sein Name steht für Tapferkeit, Nächstenliebe, Ritterlichkeit und Höflichkeit:

Der Heilige Georg ist wohl eines der heroischsten Vorbilder der gesamten Christenheit. Am bekanntesten ist das Bild des Heiligen, wie er als Ritter auf einem Pferd sitzt und einen übermächtig erscheinenden Drachen bekämpft, der das Böse symbolisiert. Das neue Bewusstsein darf nun siegen.

Anfang des 3. Jahrhunderts fiel er Diokletians Christenverfolgung zum Opfer.

Patron: der Soldaten, Pfadfinder, Wanderinnen, Wanderer …

Bauernregel: „Auf Sankt Georgs Güte /stehen alle Bäum in Blüte.“

25. April

Markus (1. Jh. — um 67)

Die Überlieferung schreibt ihm die Verfasserschaft des Markusevangeliums zu. Sein Attribut als Evangelist ist ein Löwe.

Patron: der Bauarbeiter, Maurer, Glaser, Glasmaler, Laternenmacher, Korbmacher, Mattenflechter, Notare und Schreiber, gegen Unwetter — also „guten“ Regen, Blitz, Hagel, Krätze, gegen einen plötzlichen Tod, für gutes Wetter und gute Ernte

Bauernregel: „Bauen um Markus schon die Schwalben,
so gibt’s viel Futter, Korn und Kalben.“

27. April

Weißer Sonntag

auch: Kleinostern, Klein-Ostertag, Sonntag nach Ostern, Quasimodogeniti

Mit dem Weißen Sonntag endet die Osteroktav.

Floribert von Lüttich (8. Jh.)

Der Bischof von Lüttich (Belgien) bekämpfte Missstände in seiner Diözese sehr kraftvoll.

29. April

Katharina von Siena  (1347 – 1380)

Mitpatronin Europas

Patronin: der Krankenschwestern, Wäscherinnen und Pfarramtssekretärinnen, der Sterbenden, der Laien im Dominikanerorden, für Vorsorge gegen Feuer, gegen Kopfschmerzen und Pest

Bauernregel: „Kommt Katharina im Sonnenschein, kündet an sie guten Wein.“

30. April

Pauline von Mallinckrodt (1817-1881)

Pauline gründete die Kongregation „Schwestern der Christlichen Liebe“, Tagesstätten für Kinder, Waisenhäuser, Volksschulen und höhere Töchternschulen. Am Herzen lagen ihr besonders blinde Kinder.

Papst Johannes Paul Il. sprach Pauline von Mallinckrodt 1985 selig.

„Mit Ruhe, Mut und richtiger Überlegung kommt man unter Gottes Schutz weit.“

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