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Kirchen-Kalendarisches im April

Kirchen-Kalendarisches im April

„Dem Geheimnis der Erlösung geweiht“

1. April

Irene von Thessaloniki (3./4. Jh.)

Aus den erhalten gebliebenen Protokollakten geht hervor, dass sie wegen ihres Glaubens öffentlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.

Patronin: gegen Blitz- und Feuergefahr

2. April

Franz von Paola (15./16. Jh.)

„Die Einsiedler lehren und predigen nicht; sie schweigen.
            Und schweigend öffnen sie sich der Stimme Gottes.“

Patron: der Einsiedler und Leidenden, gegen die Pest

3. April

Aloisius Scrosoppi (1804-1884)

Seit 2010 ist Aloisius wegen seines Einsatzes für Jugendliche Schutzpatron der Fußballer. Eine Statue in der Pfarre Pötschach am Wörther See zeigt den Heiligen mit einem Fußball im Arm.

4. April

Heinrich Richter (1898 – 04.04.1945)

Der Priester wurde 1931 zum Lokalpräses der Kolpingfamilie Köln-Zentral ernannt. Der seeleneifrige, fromme und hilfsbereite Priester wurde am 15. August 1944 von der Gestapo verhaftet. Auch in der Gefangenschaft zeigte er eine vorbildliche Haltung. Bei der Räumung des Konzentrationslagers wurde er erschossen, da er nicht mehr transportfähig war.

5. April

Juliana von Lüttich (1192-1258)

fSeit 1208 hatte Juliana Visionen, die ihr auftrugen, sich in der Kirche für die Einführung eines Festes einzusetzen, das der Verehrung der Eucharistie dient.
In diesen Jahren wurde die Realpräsenz Christi in der Eucharistie diskutiert.
Juliana vertraute ihre Schau den Mitschwestern Agnes, Ozilia und Isabella an und schloss mit ihnen einen „geistlichen Bund“ zur Förderung der Verehrung des Allerheiligsten. 1246 wurde das Fronleichnamsfest durch Bischof Robert von Thorote in der Diözese Lüttich eingeführt; ein Fest, bei dem die Gläubigen die Eucharistie anbeten konnten, um den Glauben zu mehren.
1264 führte Papst Urban IV, der vorher Erzdiakon in Lüttich war und Juliana kannte, das Fest für die ganze Kirche ein.

12. April

Julius I. (3./4.)

Der Papst verhalf durch seine Güte und seine Charakterfestigkeit dem Papsttum zu neuem Ansehen. Im Rom erbaute er die Kirche „Zu den Zwölf Aposteln“. Bereits zwei Jahre nach seinem Tod wurde er als Heiliger verehrt.

Patron: der Latrinenreiniger

Giuseppe Moscati (1880-1927)

Der engagierte Arzt organisierte während des Vesuv-Ausbruchs die Räumung des Krankenhauses und leistete Nothilfe. Jenseits der großen Katastrophen des Weltgeschehens (Erster Weltkrieg) kümmerte er sich besonders um die Armen; verlangte kaum Honorar und bezahlte ihnen oftmals Medikamente.

Papst Johannes Paul II. sprach Giuseppe Moscati 1987 heilig.

13. April

Martin I. (6./7. Jh.)

Bauernregel: „So wie Martin es will, zeigt sich dann der ganze April.“

14. April

Lidwina (14./15. Jh.)

Die Tochter des Nachtwächters ertrug die jahrelangen Folgen eines Eislaufsturzes tapfer und erlebte Visionen; vieln Ratsuchenden schenkte sie Trost und Hilfe. Sie gehört in den Niederlanden zu den am meisten verehrten Heiligen.

Patronin: der Kranken, der Krankenseelsorge

Legende: In ihren Visionen sah sie immer häufiger einen wachsenden Rosenstrauch; ihr wurde offenbart, sie werde sterben, wenn alle Knospen blühen würden.

Tiburtius (2./3. Jh.)

Bauernregeln: „Tiburtius kommt mit Sang und Schall,
                               bringt Kuckuck mit und Nachtigall.“

„Tiburtius kommt uns sehr gelegen, mit seinem grünen Blättersegen.“

15. April

Huna vom Elsass (7. Jh.)

Die Adelige sorgte als Wohltäterin für Arme und Kranke, deren Wäsche sie persönlich wusch, weshalb sie „heilige Wäscherin“ genannt wurde.
Ihr Grab in der von ihr gestifteten Kirche entwickelte sich zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort, dessen Quelle Heilwirkungen zugesprochen wurden.

Patronin: der Wäscherinnen, des Weinbaus

16. April

Bernadette Soubirous (1844 – 1879)

Sie ist in Lourdes in Frankreich als Tochter einer armen Mütterfamilie geboren. 1858 hatte sie als Vierzehnjährige in der Grotte Massabielle 18 Erscheinungen der Gottesmutter Maria und legte eine Quelle frei. In der Folge entwickelte sich Lourdes zu einem der bedeutendsten Marienwallfahrtsorte der Gegenwart, an dessen Quelle viele Kranke Heilung suchen.
Bernadettes unverwester Leichnam wird bis heute in Nevers gezeigt.

17. April

Max Josef Metzger (1887 – 1944)
(Selig- und Heiligsprechungsprozess abgeschlossen und weitergegeben)

Priester, Friedenskämpfer, Antimilitarist, Antifaschist

17. April 1944 hingerichtet

„Ich habe mein Leben Gott angeboten für den Frieden der Welt
und die Einheit der Kirchen.“

21. April

Anselm von Canterbury (1033 – 1109)

Die theologischen Arbeiten des Kirchenlehrers genießen zur Gottes- und Versöhnungslehre eine besondere Bedeutung.

23. April

Georg (2./3. Jh.)

Sein Name steht für Tapferkeit, Nächstenliebe, Ritterlichkeit und Höflichkeit:

Der Heilige Georg ist wohl eines der heroischsten Vorbilder der gesamten Christenheit. Am bekanntesten ist das Bild des Heiligen, wie er als Ritter auf einem Pferd sitzt und einen übermächtig erscheinenden Drachen bekämpft, der das Böse symbolisiert. Das neue Bewusstsein darf nun siegen.

Anfang des 3. Jahrhunderts fiel er Diokletians Christenverfolgung zum Opfer.

Patron: der Soldaten, Pfadfinder, Wanderinnen, Wanderer …

Bauernregel: „Auf Sankt Georgs Güte / stehen alle Bäum in Blüte.“

25. April

Markus (1. Jh. – um 67)

Die Überlieferung schreibt ihm die Verfasserschaft des Markusevangeliums zu.
Sein Attribut als Evangelist ist ein Löwe.

Patron: der Bauarbeiter, Maurer, Glaser, Glasmaler, Laternenmacher, Korbmacher, Mattenflechter, Notare und Schreiber, gegen Unwetter – also „guten“ Regen, Blitz, Hagel, Krätze, gegen einen plötzlichen Tod, für gutes Wetter und gute Ernte

Bauernregel: „Bauen um Markus schon die Schwalben,
so gibt´s viel Futter, Korn und Kalben.“

29. April

Katharina von Siena (1347 – 1380)

            Mitpatronin Europas

Patronin: der Krankenschwestern, Wäscherinnen und Pfarramtssekretärinnen, der Sterbenden, der Laien im Dominikanerorden, für Vorsorge gegen Feuer, gegen Kopfschmerzen und PestBauernregel: „Kommt Katharina im Sonnenschein, kündet an sie guten Wein.“

Kirchen-Kalendarisches im März

Dem hl. Joseph, Patron der Kirche, geweiht

1. März

Albinus (6. Jh.)

Schon zu seinen Lebzeiten geschahen auf seine Fürbitte Wunder. So soll er ein totes Kind wiedererweckt haben.

Patron der kranken Kinder, bei Blindheit und Keuchhusten

Bauernregel: „Ist Albinus Regentag, der Bauer sich nicht freuen mag.“

David von Menevia (6./7. Jh.)

Einsiedler in den Bergen von Wales

Patron von Wales

Eudokia (Dunja, Awdotja) (1./2. Jh.)

Die bekehrte Lebefrau wurde von ihrem früheren Liebhaber als Christin angezeigt.

Felix II. (5. Jh.)

Aufgrund seines Zutuns kam es zur ersten Spaltung zwischen Ost- und Westkirche.

2. März

Hubert Engelmar Unzeitig (1911-1945)

Der junge Priester protestierte öffentlich gegen den Rassenwahn, wurde 1941 wegen „tückischer Äußerungen und Verteidigung der Juden“ angezeigt und in das Konzentrationslager Dachau verschleppt. Der „Engel von Dachau“ teilte seine Essensrationen mit russischen Häftlingen und Pflegte die an Flecktyphus Erkrankten.

Papst Franziskus sprach Engelmar am 24. September 2016 selig

3. März

Kunigunde von Luxemburg (10./11. Jh.)  
Die Tochter des Grafen Siegfried I. von Luxemburg ehelichte den späteren Kaiser Heinrich II., der ebenfalls heiliggesprochen wurde.

Patronin der schwangeren Frauen und kranken Kinder

Bauernregel: „Sonnige Kunigunde bringt frohe Kunde.“

Katharine Drexel (1858-1955)

Die Tochter aus reichem Hause kam in Philadelphia zur Welt. Ihre tiefreligiöse Familie hatte österreichische Wurzeln. Sie rief die „Schwestern des Heiligen Sakraments“ ins Leben, deren Engagement galt der indigenen und schwarzen Bevölkerung der USA. Ihre Arbeit brachte auch Feinde hervor: Rassisten bekämpften ihr Wirken und bedrohten sie mit dem Tod.

Im Jahre 2000 wurde sie heiliggesprochen.

Leif (Isleifr) (11. Jh.)

Herr Gizuratsson war der erste Bischof von Island.

4. März

Humbert (Umberto) (12. Jh.)

Der Herzog von Savoyen war ein frommer und gerechter Landesvater, der oft als Friedensvermittler Erfolg hatte.

Kasimir von Polen und Litauen (15. Jh.)

Der marienfromme Prinz pflegte einen vorbildlichen Herrschaftsstil: Sparsamkeit, Korruptionsbekämpfung und Armenfürsorge

5. März

Robert Spiske

Der „Apostel der Caritas“ rief den „St. Hedwigs-Verein katholischer Frauen und Jungfrauen“ ins Leben – später wurden sie „Hedwigschwestern“ genannt.

6. März

Nicoletta Boillet (14. /15. Jh.)

Nicola verfügte über „viel Demut, Herzenseinfalt und Liebe“. Deren Ordensschwestern nannten sich „Colettinnen“. „Coletaner“ nannten sich die Brüder in den gegründeten Männerklöstern.

Patronin von Gent (Belgien), gegen Fieber, Augenleiden, Kopfschmerzen, bei Unfruchtbarkeit der Ehe und für eine glückliche Geburt

Friedolin von Säckingen (5./6. Jh.)

Der Glaubensbote und Wanderprediger gründete das Kloster des hl. Hilarius in Säckingen am Oberrhein bei Basel. Dieses Kloster war der Ausgangspunkt für die Missionierung des späteren Baden-Württembergs. Zu Ehren des „Apostels des badischen Oberlandes“ gibt es in Bad Säckingen am Sonntag nach seinem Gedenktag eine große Prozession und ein Volksfest.

Patron der Schneider, des Viehs, von Bad-Säckingen und des Kantons Glarus (Schweiz), gegen Feuer- und Wassergefahr, Bein-, Knie- und Armleiden

Bauernregeln: „An Sankt Fridolin bring den Pflug zum Felde hin.“
„Am Tage von Sankt Fridolin, zieh´n wieder Schaf und Schäfer´in.“

7. März

Felicitas und Perpetua (1./2. Jh.)

Perpetua und Felizitas gehören zu den ältesten zuverlässig bekundeten Blutzeugen. Felizitas, Perpetuas Sklavin, hatte im Kerker noch ein Kind zur Welt gebracht. Perpetua war Mutter eines zweijährigen Mädchens. Die Frauen wurden in der Arena Karthagos zunächst wilden Kühen und später einem wilden Leoparden vorgeworfen. Im Kerker erhielten sie noch ihre Taufe.

Bauernregel: „Perpetua und Felizitas bringen das erste Gras.“

8. März

Johannes von Gott (15./16. Jh.)

Findelkinder trugen üblicherweise den Beinamen „von Gott“. Der Portugiese gilt als Bahnbrecher in der methodischen Krankenpflege und der Betreuung von geistig kranken Menschen. Sein aufopferungsvoller Dienst galt auch Häftlingen, Prostituierten und verwahrlosten Straßenkindern.

Patronat von Granada, der Kranken, Krankenhäuser und Krankenpfleger*innen, der Buchhändler (er soll selbst kurze Zeit als Buchhändler gearbeitet haben), Buchdruckerinnen, Papiermüller

„Sei immer liebevoll, denn wo keine Liebe ist,
da ist Gott nicht, auch wenn Gott an jedem Ort ist.“

9. März

Franziska von Rom (14./15. Jh.)

Fanni entstammte einer Adelsfamilie. Mit 12 Jahren wurde sie an eines Standesgenossen verheiratet; die recht glückliche Ehe währte 40 Jahre. Nach dem Tod ihres Mannes trat sie in das von ihr gegründete Kloster selbst ein.

Schutzpatronin der Frauen, der Autofahrer*innen und von Rom

Bauernregel: „Franziska sich Sonne einstellt, soll der Bauer bald auf`s Feld.“

10. März

„Laetare“ – „Freue dich!“

Der vierte Fastensonntag: Die Mitte der Fastenzeit ist überschritten und Ostern kommt näher. Dieser Tag hat einen fröhlicheren und tröstlicheren Charakter als die vorangegangenen Fastentage und kündet von der Freude auf das kommende Fest.

Anstelle der liturgischen Fastenfarbe violett darf das Gewand rosa leuchten. Das Weiß des nahenden Osterfestes fließt in die Farbe, die auf die Buße hinweist.

Das Rosa ziert auch den dritten Advent: „Gaudete“ – „Freut euch!“

Laetare wird auch der „Rosensonntag“ genannt, weil an dem Tag die Päpste seit dem 11. Jahrhundert die „Goldene Rose“ segnen. Sie wird an Menschen oder Institutionen verliehen, die sich um die katholische Kirche verdient gemacht haben. Auch „Tugendrose“ bezeichnet.

John Ogilvie SJ (16./17. Jh.)

Verkleidet als Pferdehändler reiste er undercover durch Schottland und feierte die Messe, spendete die Sakramente und besuchte gefangene Katholiken.

Trotz monatelanger Folter weigerte er sich, die Namen anderer Katholiken zu verraten.

Gregor von Nyssa (4. Jh,)

Er vermittelte zwischen antiker Philosophie und christlichem Glauben; heute zählt er zu den „Kappadokischen Vätern“.

Bauernregel: „Scheint an Gregor die Sonne, herrscht bei Korn- und Weinbauern die Wonne.“

11. März

Rosina (Euphrosyne) vom Allgäu (13./14. Jh.)

Die Einsiedlerin soll in Wenglingen bei Kaufbeuren gelebt haben.

Bauernregel: „Bringt Sankt Rosina Sturm und Wind, ist Rosamunde (30.4.) uns gelind.“

Heinrich Hahn (1800-1882)

Der Arzt behandelte Reiche als auch die Verlierer der Industrialisierung. Er organisierte die Ausbreitung des Franziskus-Xaverius-Vereins, aus dem 1972 „missio“ hervorging. Mit den Stimmen der Armen wurde er in den Aachener Stadtrat gewählt, wo er sich in Fragen der Sozialpolitik für Benachteiligte einsetzte.

2003 wurde die diözesane Phase des Seligsprechungsprozesses abgesprochen. 2015 wurde sein „heroischer“ Tugendgrad anerkannt.

12. März

Gregor I. d. Gr., Papst (6./7. Jh.)

Bei der Kalenderreform von 1969/70 wurde der 3. September sein Gedenktag; im Jahre 590 wurde er am 3. September zum Papst gewählt.

Er gehört zu den vier lateinischen Kirchenvätern: Ambrosius, Hieronymus, Augustinus

Die Naturweisheiten orientieren sich noch am alten Datum.

Bauernregel: „Gregor zeigt dem Bauern an, dass im Feld er säen kann.“

Patronat: des kirchlichen Schulwesens, der Bergwerke, des Chor- und Choralgesanges, der Gelehrt*innen, Lehrer*innen, Schüler*innen, Student*innen, Sänger*innen, Musiker*innen, Maurer*innen, Knopfmacher*innen, gegen Gicht und Pest

Beatrix von Engelport (13. Jh.)

Die „engelgleiche“ Chorfrau wurde während der Messe, als man gerade das „Sanctus“ zur Wandlung betete, aus diesem Leben abberufen.

13. März

Paulina von Paulinzella (11./12. Jh.)

Die sächsische Adelige zog nach dem Tod ihres zweiten Mannes mit Gefährtinnen in den Thüringer Wald und gründete dort eine Einsiedelei. Das Doppelkloster Paulinzella baute sie nahe Ilmenau auf.

Das Kloster Paulinzella wurde in der Reformation 1534 aufgelöst, die Basilika zerstört. Die Ruinen sind jedoch bis heute erhalten geblieben.

Judith von Ringelheim (11. Jh.)

Äbtissin in Ringelheim, heute Stadtteil von Salzgitter in Niedersachsen

Leander von Sevilla (6. Jh.)

Nach dem frühen Tod des Vaters zog Leander seine drei jüngeren Geschwister Isidor (einen späteren Kirchenlehrer), Fulgentius (einen späteren Bischof) und Florentina (eine spätere Kosterfrau) selber auf. Später wurde Leander Benediktinermönch.

Patronat: von Sevilla, gegen Rheumatismus

Bauernregel: „Alexander (26.2.) und Leander suchen Märzluft miteinander.“

14. März

Eva von Lüttich (13. Jh.) (Evelyn, Eveline, Evita)

Eva von Lüttich (Belgien) war mystisch begnadet und erfolgreich als Wegbereiterin des Fronleichnamsfestes tätig.

Mathilde von Ringelheim (9./10. Jh.) (Mechthild, Thilde, Matilda, Maud)

Die legendäre „gute Mutter der Nation“ entstammte dem sächsischen Adel und war die Frau des späteren König Heinrichs I. und des Kaisers Otto I.

Einig waren sich ihre Kinder nur in ihrem Misstrauen gegenüber dem Finanzverhalten ihrer Mutter: Hinter Mathildes zahlreichen Klostergründungen und Almosen sahen sie vor allem eine gefährliche Verschwendung von Throngeldern.

Bauernregeln: „Mathilde noch Schnee, tut den Früchten weh.“
„Mathilde sagt dem Bauer an, ob er´s Feld bestellen kann.“

15. März

Lukretia (Leocritia) (9. Jh.)

Die Tochter vermögender Eltern aus Cordoba, das damals von den Mauren beherrscht war, bekehrte sich vom Islam zum Christentum und wurde deswegen enthauptet.

Bauernregel: „Lucretia feucht, bleiben die Kornsäcke leicht.“

Louise de Marillac (17. Jh.)

Die junge Witwe stellte ihr Leben ganz in den Dienst der christlichen Nächstenliebe. Gemeinsam mit Vinzenz von Paul (27.9) gründete sie den Oden „Filles de la Charité“ („Töchter der Nächstenliebe“) – oder auch „Vinzentinerinnen“ genannt.

Klemens Maria Hofbauer (18./19. Jh.)

Der Redemptorist widmete sich besonders den Armen und Notleidenden, traf sich aber auch mit bedeutenden Persönlichkeiten wie Joseph von Eichendorff oder Clemens von Brentano im sog. „Hofbauer-Kreis“. Der „Apostel von Wien“ vermochte diese zwei Welten – arm und reich, einfach und gebildet – bemerkenswert zu verbinden.

Patronat: der Gesellenvereine, von Wien

„Christus, der Sohn Gottes, ward wie wir, damit wir werden wie er.“

16. März

Heribert von Köln (10./11. Jh.)

Patron für Regen

Gundomar (8. Jh.) (Guntmar, Gummar, Gommer)

Er gehörte zur königlichen fränkischen Hofgesellschaft und war mit einer zänkischen und herrschsüchtigen Frau verheiratet, die in seiner Abwesenheit die Untergebenen misshandelte. Er verließ sie und fand als Einsiedler nahe Nivesdonck seinen Frieden.

Patronat: von Antwerpen, Drechsler, Holzhauer, gegen Bruchleiden und bösartige Ehefrauen

17. März

Patrick von Irland (4./5. Jh.)

St. Patrick´s Day – „Apostel Irlands“

Gertrud von Nivelles OSB (7. Jh.)

Patronat: der Krankenhäuser, der Armen, Witwen, Pilger, Gefangenen, Herbergen und Reisenden, Gärtner, der Feld- und Gartenfrüchte sowie gegen Ratten- und Mäuseplagen und gegen Fieber

Bauernregeln: „Sieht St. Gertraud Eis, wird das Jahr nicht heiß.“
„Gertraude nützt dem Gärtner fein, wenn sie kommt mit Sonnenschein.“

18. März

Cyrill von Jerusalem (4. Jh.)

„Der Mensch ist Gottes Meisterwerk, das Ebenbild seines Schöpfers.“

19. März

Hl. Joseph, Bräutigam der allerseligsten Jungfrau Maria,

Bekenner, Nährvater Jesu Christi

Josefitag – Schutzpatron der Arbeiter besonders der Zimmerleute

Schutzheiliger der ganzen Kirche

20. März

Irmgard von Erstein (8./9. Jh.)

Irmgard gehört zu den bekanntesten Frauen ihrer Zeit. Mit dem deutschen Kaiser Lothar I. hatte sie neun gemeinsame Kinder.

Sir gründete im Unterelsass ein Maria und Cäcilie geweihtes Frauenkloster, dessen erste
Äbtissin ihre Tochter Rotrud wurde.

Den Text zu ihrem Epitaph verfasste ihr Vertrauter und Universalgelehrter Rabanus Maurus.

Gisbert (Cuthbert) von Lindisfarne (7. Jh.)

Der Mönch machte sich vor allem durch seine mitreißenden Predigten beim Volk einen Namen.

Wulfram (7./8. Jh.)

Patronate: der Kinder, gegen Gefahren aus dem Meer

Claudia und Alexandra (um 300)

Ihren Martyrien mag zwar manches durch die Legende hinzugefügt oder übertrieben worden sein, aber zeitgenössische Quellen bezeugen mehrmals die fast unvorstellbaren Martern, denen die Christen ausgesetzt wurden.

21. März

Benedikt von Nursia (um 480-547)

Der ursprüngliche Eremit gründete das Kloster Monte Cassino, wo er seine Ordensregel formulierte. Er gilt als der Vater des abendländischen Mönchtums. Nach der Kalenderreform von 1969/70 wurde der 11. Juli sein Gedenktag.

Patronat: des Abendlandes, von Europa (seit 1964), der Lehrer und Schulkinder, der Kupferschmiede, Bergleute, Höhlenforscher, der Sterbenden, gegen Fieber, Entzündungen, Vergiftungen, Steinleiden, gegen Zauber

Bauernregel: „Der Benedikt leitet deine Hand, säest du mit ihm die Frucht in´s Land.“

Nik(o)laus von Flüe (Bruder Klaus) (15. Jh.)

Patronat: der Schweiz

Nikokaus´Gebet: „ Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich führet zu dir.
Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.“

22. März

Clemens August Kardinal von Galen, Bischof von Münster (1878-1946)

Wegen seines mutigen Einsatzes gegen die Nationalsozialisten wurde er als „Löwe von Münster“ bezeichnet. Drei seiner Predigten, in denen er 1941 die Beschlagnahmung von Kirchengütern und die Euthanasiemaßnahmen anprangerte, wurden in ganz Deutschland verbreitet. Nur seine große Beliebtheit bewahrte ihn vor der Verhaftung. Er kritisierte den Totalitarismus, lehnte dessen Rassenideologie ab.

„Nicht durch Lob noch durch Drohung (weiche ich von Gottes Wegen ab).“

23. März

Lazarussamstag
Als Lazarussamstag wird in den orthodoxen Kirchen der Samstag vor dem Palmsonntag begangen. Im Johannesevangelium ist die Auferweckung des Lazarus durch Jesus als Vorzeichen von dessen eigener Auferstehung zu verstehen.
 Am Samstag findet seit dem 4. Jahrhundert eine Lazarus-Prozession von Jerusalem nach Bethanien statt.

Toribio Alfonso de Mogrovejo von Lima (1538-1606)

„Beschützer der Indios“

24. März

Palmsonntag
Am Palmsonntag beginnt die Karwoche. Er erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem, über den alle vier Evangelien berichten. Etwa seit dem Jahr 400 gab es in Jerusalem den Brauch, in feierlicher Prozession vom Ölberg in die Stadt zu ziehen. Im Mittelalter übernahm die Kirche des Westens den Brauch der Palmprozession.

Bauernregeln: „Ist’s am Palmsonntag hell und klar, so gibt´s ein gut und fruchtbar Jahr.“
„Palmen im Klee, Ostern im Schnee.“

Fest des Hl. Erzengel Gabriel
Bei der Kalenderreform 1969/70 wurde der 29. September der gemeinsame Gedenktag der drei Erzengel Gabriel, Michael und Raphael.

Patronat: des Fernmelde- und Nachrichtendienstes, der Boten, Postboten, Postbeamten und Briefmarkensammler sowie gegen eheliche Unfruchtbarkeit

Katharina von Schweden (1331-1381)

Patronat: gegen Früh- und Fehlgeburten, gegen Überschwemmungen

25. März

Fest Mariä Verkündigung – Annunziata
Mariä Verkündigung bezieht sich auf die Ankündigung der Geburt Jesu an Maria durch den Erzengel Gabriel. Mit dem Datum des 25. März, neun Monate vor Weihnachten, ist dieses Fest in der Ostkirche seit dem 5. Jahrhundert bezeugt. Maria ist an diesem Tag Patronin der Bäcker, Brettschneider, Garköche, Metzger, Weber, Postboten und Zeitungsausträger

26. März

Ludger oder Luidger (742-809)

Der friesische Missionar und spätere Bischof von Münster setzte stets auf eine gewaltfreie Glaubensverkündigung. Er konnte mithilfe seiner überzeugenden Predigten die Ausdehnung des Christentums erweitern.

Bauernregel: „Ist es um Ludger draußen feucht, bleiben auch die Kornböden leicht.“

27. März

Rupert (um 700)

Rupert gilt als Gründer von Salzburg.

Patronat: von Land und Erzbistum Salzburg, des Salzbergbaus und der Salzarbeiter, der Hunde, gegen Rotlauf, gegen Krämpfe bei Kindern

28. März

Gründonnerstag
Der Name Gründonnerstag geht wahrscheinlich auf das mittelhochdeutsche Wort „gronan“ (weinen) zurück (vgl. greinen).
Der Legende nach „fliegen die Glocken nach Rom“.

Bauernregeln: „Gründonnerstag weiß – Sommer heiß“
„Was an Gründonnerstag gesät, in Feld und Garten wohl gerät.“

Ingbert Naab (5.11.1885-28.03.1935)

Als Karl Borromäus Naab wurde der Priester und Kapuzinermönch getauft. Der Widerstandskämpfer schrieb „Ist Hitler ein Christ?“. Mit seiner Denkschrift an die Deutsche Bischofskonferenz (1934) und seinem offenen Brief an Adolf Hitler vom März 1932 erreichte Naab Millionen Bürger.

Zitate: „Die Menschen werden unsagbar dumm, wenn sie von Gott verlassen sind.“
„Um die Fahne dieses Mannes (meint Hitler) sammelt sich ein Abschaum, der entsetzlich ist. Wer ein warmes Herz hat für das Geschick unseres Vaterlandes, der darf es nicht diesen wilden Horden überlassen.“

29. März

Karfreitag

Der Begriff „Kar“ leitet sich vom althochdeutschen kara – Trauer, Klage ab.

Bauernreglen: „Karfreitags-Regen ist Gottes Segen.“
„Wenn’s dem Herrn regnet ins Grab, ein trockener Sommer folgen mag.“

Berthold von Calabrien (12. Jh.)

Auf dem Berg Karmel (Israel) bildete er zusammen mit weiteren Einsiedlern eine Mönchsgemeinschaft, aus der später die Karmeliter entstanden.

Bauernregel: „Wie St. Berthold gesonnen, so der Frühling wird kommen.“

30. März

Karsamstag

Quirinius von Neuss (von Rom) (1./2. Jh.)
Er gehört seit dem 15. Jh. zu den sogenannten Vier Heiligen Marschällen und galt somit Gott als besonders nahestehend und bei Fürbitten hilfreich.

Patronat: der Pferde und Rinder, gegen Pferdekrankheiten, gegen Pocken, Lähmung, Eitergeschwüre, Bein- und Fußleiden, Hauterkrankungen, Augenleiden, Kropf und Ohrenschmerzen, gegen die Pest, der Ritter

Maria Restituta Helene Kafka (10. Mai 1894 – 30. März 1943)

Mit 19 Jahren trat sie der Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe („Hartmannschwestern“) bei. Die Operationsschwester weigerte sich die Kruzifixe aus den Krankenzimmern zu entfernen. Sie lehnte es zudem ab, „arische“ Patienten gegenüber „fremdrassigen“ zu bevorzugen. Weiters verfasste sie zwei regimekritische Texte. Oktober 1942 wurde sie wegen „Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode durch das Fallbeil verurteilt. Als einzige Reliquie besitzt der Orden Teile ihres Ordensgewandes.

31. März

Ostersonntag

Amos (8. Jh. v. Chr.)

Der Prophet und Maulbeerbaumzüchter prangerte den geistigen und moralischen Verfall des Volkes an.

Cornelia (3. Jh.) Obwohl sie einer der vornehmsten römischen Adelsfamilien angehörte, erzog sie ihre Söhne zu verantwortungsvollen Menschen, die nicht blind sein sollten gegenüber den sozialen Missständen. Beide wollten als erwachsene Männer unter Einsatz ihres Lebens soziale Gerechtigkeit schaffen.

Kirchen-Kalendarisches im März

Dem hl. Joseph, Patron der Kirche, geweiht

1. März

Albinus (6. Jh.)

Schon zu seinen Lebzeiten geschahen auf seine Fürbitte Wunder. So soll er ein totes Kind wiedererweckt haben.

Patron der kranken Kinder, bei Blindheit und Keuchhusten

Bauernregel: „Ist Albinus Regentag, der Bauer sich nicht freuen mag.“

David von Menevia (6./7. Jh.)

Einsiedler in den Bergen von Wales

Patron von Wales

Eudokia (Dunja, Awdotja) (1./2. Jh.)

Die bekehrte Lebefrau wurde von ihrem früheren Liebhaber als Christin angezeigt.

Felix II. (5. Jh.)

Aufgrund seines Zutuns kam es zur ersten Spaltung zwischen Ost- und Westkirche.

2. März

Hubert Engelmar Unzeitig (1911-1945)

Der junge Priester protestierte öffentlich gegen den Rassenwahn, wurde 1941 wegen „tückischer Äußerungen und Verteidigung der Juden“ angezeigt und in das Konzentrationslager Dachau verschleppt. Der „Engel von Dachau“ teilte seine Essensrationen mit russischen Häftlingen und Pflegte die an Flecktyphus Erkrankten.

Papst Franziskus sprach Engelmar am 24. September 2016 selig

3. März

Kunigunde von Luxemburg (10./11. Jh.)  
Die Tochter des Grafen Siegfried I. von Luxemburg ehelichte den späteren Kaiser Heinrich II., der ebenfalls heiliggesprochen wurde.

Patronin der schwangeren Frauen und kranken Kinder

Bauernregel: „Sonnige Kunigunde bringt frohe Kunde.“

Katharine Drexel (1858-1955)

Die Tochter aus reichem Hause kam in Philadelphia zur Welt. Ihre tiefreligiöse Familie hatte österreichische Wurzeln. Sie rief die „Schwestern des Heiligen Sakraments“ ins Leben, deren Engagement galt der indigenen und schwarzen Bevölkerung der USA. Ihre Arbeit brachte auch Feinde hervor: Rassisten bekämpften ihr Wirken und bedrohten sie mit dem Tod.

Im Jahre 2000 wurde sie heiliggesprochen.

Leif (Isleifr) (11. Jh.)

Herr Gizuratsson war der erste Bischof von Island.

4. März

Humbert (Umberto) (12. Jh.)

Der Herzog von Savoyen war ein frommer und gerechter Landesvater, der oft als Friedensvermittler Erfolg hatte.

Kasimir von Polen und Litauen (15. Jh.)

Der marienfromme Prinz pflegte einen vorbildlichen Herrschaftsstil: Sparsamkeit, Korruptionsbekämpfung und Armenfürsorge

5. März

Robert Spiske

Der „Apostel der Caritas“ rief den „St. Hedwigs-Verein katholischer Frauen und Jungfrauen“ ins Leben – später wurden sie „Hedwigschwestern“ genannt.

6. März

Nicoletta Boillet (14. /15. Jh.)

Nicola verfügte über „viel Demut, Herzenseinfalt und Liebe“. Deren Ordensschwestern nannten sich „Colettinnen“. „Coletaner“ nannten sich die Brüder in den gegründeten Männerklöstern.

Patronin von Gent (Belgien), gegen Fieber, Augenleiden, Kopfschmerzen, bei Unfruchtbarkeit der Ehe und für eine glückliche Geburt

Friedolin von Säckingen (5./6. Jh.)

Der Glaubensbote und Wanderprediger gründete das Kloster des hl. Hilarius in Säckingen am Oberrhein bei Basel. Dieses Kloster war der Ausgangspunkt für die Missionierung des späteren Baden-Württembergs. Zu Ehren des „Apostels des badischen Oberlandes“ gibt es in Bad Säckingen am Sonntag nach seinem Gedenktag eine große Prozession und ein Volksfest.

Patron der Schneider, des Viehs, von Bad-Säckingen und des Kantons Glarus (Schweiz), gegen Feuer- und Wassergefahr, Bein-, Knie- und Armleiden

Bauernregeln: „An Sankt Fridolin bring den Pflug zum Felde hin.“
„Am Tage von Sankt Fridolin, zieh´n wieder Schaf und Schäfer´in.“

7. März

Felicitas und Perpetua (1./2. Jh.)

Perpetua und Felizitas gehören zu den ältesten zuverlässig bekundeten Blutzeugen. Felizitas, Perpetuas Sklavin, hatte im Kerker noch ein Kind zur Welt gebracht. Perpetua war Mutter eines zweijährigen Mädchens. Die Frauen wurden in der Arena Karthagos zunächst wilden Kühen und später einem wilden Leoparden vorgeworfen. Im Kerker erhielten sie noch ihre Taufe.

Bauernregel: „Perpetua und Felizitas bringen das erste Gras.“

8. März

Johannes von Gott (15./16. Jh.)

Findelkinder trugen üblicherweise den Beinamen „von Gott“. Der Portugiese gilt als Bahnbrecher in der methodischen Krankenpflege und der Betreuung von geistig kranken Menschen. Sein aufopferungsvoller Dienst galt auch Häftlingen, Prostituierten und verwahrlosten Straßenkindern.

Patronat von Granada, der Kranken, Krankenhäuser und Krankenpfleger*innen, der Buchhändler (er soll selbst kurze Zeit als Buchhändler gearbeitet haben), Buchdruckerinnen, Papiermüller

„Sei immer liebevoll, denn wo keine Liebe ist,
da ist Gott nicht, auch wenn Gott an jedem Ort ist.“

9. März

Franziska von Rom (14./15. Jh.)

Fanni entstammte einer Adelsfamilie. Mit 12 Jahren wurde sie an eines Standesgenossen verheiratet; die recht glückliche Ehe währte 40 Jahre. Nach dem Tod ihres Mannes trat sie in das von ihr gegründete Kloster selbst ein.

Schutzpatronin der Frauen, der Autofahrer*innen und von Rom

Bauernregel: „Franziska sich Sonne einstellt, soll der Bauer bald auf`s Feld.“

10. März

„Laetare“ – „Freue dich!“

Der vierte Fastensonntag: Die Mitte der Fastenzeit ist überschritten und Ostern kommt näher. Dieser Tag hat einen fröhlicheren und tröstlicheren Charakter als die vorangegangenen Fastentage und kündet von der Freude auf das kommende Fest.

Anstelle der liturgischen Fastenfarbe violett darf das Gewand rosa leuchten. Das Weiß des nahenden Osterfestes fließt in die Farbe, die auf die Buße hinweist.

Das Rosa ziert auch den dritten Advent: „Gaudete“ – „Freut euch!“

Laetare wird auch der „Rosensonntag“ genannt, weil an dem Tag die Päpste seit dem 11. Jahrhundert die „Goldene Rose“ segnen. Sie wird an Menschen oder Institutionen verliehen, die sich um die katholische Kirche verdient gemacht haben. Auch „Tugendrose“ bezeichnet.

John Ogilvie SJ (16./17. Jh.)

Verkleidet als Pferdehändler reiste er undercover durch Schottland und feierte die Messe, spendete die Sakramente und besuchte gefangene Katholiken.

Trotz monatelanger Folter weigerte er sich, die Namen anderer Katholiken zu verraten.

Gregor von Nyssa (4. Jh,)

Er vermittelte zwischen antiker Philosophie und christlichem Glauben; heute zählt er zu den „Kappadokischen Vätern“.

Bauernregel: „Scheint an Gregor die Sonne, herrscht bei Korn- und Weinbauern die Wonne.“

11. März

Rosina (Euphrosyne) vom Allgäu (13./14. Jh.)

Die Einsiedlerin soll in Wenglingen bei Kaufbeuren gelebt haben.

Bauernregel: „Bringt Sankt Rosina Sturm und Wind, ist Rosamunde (30.4.) uns gelind.“

Heinrich Hahn (1800-1882)

Der Arzt behandelte Reiche als auch die Verlierer der Industrialisierung. Er organisierte die Ausbreitung des Franziskus-Xaverius-Vereins, aus dem 1972 „missio“ hervorging. Mit den Stimmen der Armen wurde er in den Aachener Stadtrat gewählt, wo er sich in Fragen der Sozialpolitik für Benachteiligte einsetzte.

2003 wurde die diözesane Phase des Seligsprechungsprozesses abgesprochen. 2015 wurde sein „heroischer“ Tugendgrad anerkannt.

12. März

Gregor I. d. Gr., Papst (6./7. Jh.)

Bei der Kalenderreform von 1969/70 wurde der 3. September sein Gedenktag; im Jahre 590 wurde er am 3. September zum Papst gewählt.

Er gehört zu den vier lateinischen Kirchenvätern: Ambrosius, Hieronymus, Augustinus

Die Naturweisheiten orientieren sich noch am alten Datum.

Bauernregel: „Gregor zeigt dem Bauern an, dass im Feld er säen kann.“

Patronat: des kirchlichen Schulwesens, der Bergwerke, des Chor- und Choralgesanges, der Gelehrt*innen, Lehrer*innen, Schüler*innen, Student*innen, Sänger*innen, Musiker*innen, Maurer*innen, Knopfmacher*innen, gegen Gicht und Pest

Beatrix von Engelport (13. Jh.)

Die „engelgleiche“ Chorfrau wurde während der Messe, als man gerade das „Sanctus“ zur Wandlung betete, aus diesem Leben abberufen.

13. März

Paulina von Paulinzella (11./12. Jh.)

Die sächsische Adelige zog nach dem Tod ihres zweiten Mannes mit Gefährtinnen in den Thüringer Wald und gründete dort eine Einsiedelei. Das Doppelkloster Paulinzella baute sie nahe Ilmenau auf.

Das Kloster Paulinzella wurde in der Reformation 1534 aufgelöst, die Basilika zerstört. Die Ruinen sind jedoch bis heute erhalten geblieben.

Judith von Ringelheim (11. Jh.)

Äbtissin in Ringelheim, heute Stadtteil von Salzgitter in Niedersachsen

Leander von Sevilla (6. Jh.)

Nach dem frühen Tod des Vaters zog Leander seine drei jüngeren Geschwister Isidor (einen späteren Kirchenlehrer), Fulgentius (einen späteren Bischof) und Florentina (eine spätere Kosterfrau) selber auf. Später wurde Leander Benediktinermönch.

Patronat: von Sevilla, gegen Rheumatismus

Bauernregel: „Alexander (26.2.) und Leander suchen Märzluft miteinander.“

14. März

Eva von Lüttich (13. Jh.) (Evelyn, Eveline, Evita)

Eva von Lüttich (Belgien) war mystisch begnadet und erfolgreich als Wegbereiterin des Fronleichnamsfestes tätig.

Mathilde von Ringelheim (9./10. Jh.) (Mechthild, Thilde, Matilda, Maud)

Die legendäre „gute Mutter der Nation“ entstammte dem sächsischen Adel und war die Frau des späteren König Heinrichs I. und des Kaisers Otto I.

Einig waren sich ihre Kinder nur in ihrem Misstrauen gegenüber dem Finanzverhalten ihrer Mutter: Hinter Mathildes zahlreichen Klostergründungen und Almosen sahen sie vor allem eine gefährliche Verschwendung von Throngeldern.

Bauernregeln: „Mathilde noch Schnee, tut den Früchten weh.“
„Mathilde sagt dem Bauer an, ob er´s Feld bestellen kann.“

15. März

Lukretia (Leocritia) (9. Jh.)

Die Tochter vermögender Eltern aus Cordoba, das damals von den Mauren beherrscht war, bekehrte sich vom Islam zum Christentum und wurde deswegen enthauptet.

Bauernregel: „Lucretia feucht, bleiben die Kornsäcke leicht.“

Louise de Marillac (17. Jh.)

Die junge Witwe stellte ihr Leben ganz in den Dienst der christlichen Nächstenliebe. Gemeinsam mit Vinzenz von Paul (27.9) gründete sie den Oden „Filles de la Charité“ („Töchter der Nächstenliebe“) – oder auch „Vinzentinerinnen“ genannt.

Klemens Maria Hofbauer (18./19. Jh.)

Der Redemptorist widmete sich besonders den Armen und Notleidenden, traf sich aber auch mit bedeutenden Persönlichkeiten wie Joseph von Eichendorff oder Clemens von Brentano im sog. „Hofbauer-Kreis“. Der „Apostel von Wien“ vermochte diese zwei Welten – arm und reich, einfach und gebildet – bemerkenswert zu verbinden.

Patronat: der Gesellenvereine, von Wien

„Christus, der Sohn Gottes, ward wie wir, damit wir werden wie er.“

16. März

Heribert von Köln (10./11. Jh.)

Patron für Regen

Gundomar (8. Jh.) (Guntmar, Gummar, Gommer)

Er gehörte zur königlichen fränkischen Hofgesellschaft und war mit einer zänkischen und herrschsüchtigen Frau verheiratet, die in seiner Abwesenheit die Untergebenen misshandelte. Er verließ sie und fand als Einsiedler nahe Nivesdonck seinen Frieden.

Patronat: von Antwerpen, Drechsler, Holzhauer, gegen Bruchleiden und bösartige Ehefrauen

17. März

Patrick von Irland (4./5. Jh.)

St. Patrick´s Day – „Apostel Irlands“

Gertrud von Nivelles OSB (7. Jh.)

Patronat: der Krankenhäuser, der Armen, Witwen, Pilger, Gefangenen, Herbergen und Reisenden, Gärtner, der Feld- und Gartenfrüchte sowie gegen Ratten- und Mäuseplagen und gegen Fieber

Bauernregeln: „Sieht St. Gertraud Eis, wird das Jahr nicht heiß.“
„Gertraude nützt dem Gärtner fein, wenn sie kommt mit Sonnenschein.“

18. März

Cyrill von Jerusalem (4. Jh.)

„Der Mensch ist Gottes Meisterwerk, das Ebenbild seines Schöpfers.“

19. März

Hl. Joseph, Bräutigam der allerseligsten Jungfrau Maria,

Bekenner, Nährvater Jesu Christi

Josefitag – Schutzpatron der Arbeiter besonders der Zimmerleute

Schutzheiliger der ganzen Kirche

20. März

Irmgard von Erstein (8./9. Jh.)

Irmgard gehört zu den bekanntesten Frauen ihrer Zeit. Mit dem deutschen Kaiser Lothar I. hatte sie neun gemeinsame Kinder.

Sir gründete im Unterelsass ein Maria und Cäcilie geweihtes Frauenkloster, dessen erste
Äbtissin ihre Tochter Rotrud wurde.

Den Text zu ihrem Epitaph verfasste ihr Vertrauter und Universalgelehrter Rabanus Maurus.

Gisbert (Cuthbert) von Lindisfarne (7. Jh.)

Der Mönch machte sich vor allem durch seine mitreißenden Predigten beim Volk einen Namen.

Wulfram (7./8. Jh.)

Patronate: der Kinder, gegen Gefahren aus dem Meer

Claudia und Alexandra (um 300)

Ihren Martyrien mag zwar manches durch die Legende hinzugefügt oder übertrieben worden sein, aber zeitgenössische Quellen bezeugen mehrmals die fast unvorstellbaren Martern, denen die Christen ausgesetzt wurden.

21. März

Benedikt von Nursia (um 480-547)

Der ursprüngliche Eremit gründete das Kloster Monte Cassino, wo er seine Ordensregel formulierte. Er gilt als der Vater des abendländischen Mönchtums. Nach der Kalenderreform von 1969/70 wurde der 11. Juli sein Gedenktag.

Patronat: des Abendlandes, von Europa (seit 1964), der Lehrer und Schulkinder, der Kupferschmiede, Bergleute, Höhlenforscher, der Sterbenden, gegen Fieber, Entzündungen, Vergiftungen, Steinleiden, gegen Zauber

Bauernregel: „Der Benedikt leitet deine Hand, säest du mit ihm die Frucht in´s Land.“

Nik(o)laus von Flüe (Bruder Klaus) (15. Jh.)

Patronat: der Schweiz

Nikokaus´Gebet: „ Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich führet zu dir.
Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.“

22. März

Clemens August Kardinal von Galen, Bischof von Münster (1878-1946)

Wegen seines mutigen Einsatzes gegen die Nationalsozialisten wurde er als „Löwe von Münster“ bezeichnet. Drei seiner Predigten, in denen er 1941 die Beschlagnahmung von Kirchengütern und die Euthanasiemaßnahmen anprangerte, wurden in ganz Deutschland verbreitet. Nur seine große Beliebtheit bewahrte ihn vor der Verhaftung. Er kritisierte den Totalitarismus, lehnte dessen Rassenideologie ab.

„Nicht durch Lob noch durch Drohung (weiche ich von Gottes Wegen ab).“

23. März

Lazarussamstag
Als Lazarussamstag wird in den orthodoxen Kirchen der Samstag vor dem Palmsonntag begangen. Im Johannesevangelium ist die Auferweckung des Lazarus durch Jesus als Vorzeichen von dessen eigener Auferstehung zu verstehen.
 Am Samstag findet seit dem 4. Jahrhundert eine Lazarus-Prozession von Jerusalem nach Bethanien statt.

Toribio Alfonso de Mogrovejo von Lima (1538-1606)

„Beschützer der Indios“

24. März

Palmsonntag
Am Palmsonntag beginnt die Karwoche. Er erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem, über den alle vier Evangelien berichten. Etwa seit dem Jahr 400 gab es in Jerusalem den Brauch, in feierlicher Prozession vom Ölberg in die Stadt zu ziehen. Im Mittelalter übernahm die Kirche des Westens den Brauch der Palmprozession.

Bauernregeln: „Ist’s am Palmsonntag hell und klar, so gibt´s ein gut und fruchtbar Jahr.“
„Palmen im Klee, Ostern im Schnee.“

Fest des Hl. Erzengel Gabriel
Bei der Kalenderreform 1969/70 wurde der 29. September der gemeinsame Gedenktag der drei Erzengel Gabriel, Michael und Raphael.

Patronat: des Fernmelde- und Nachrichtendienstes, der Boten, Postboten, Postbeamten und Briefmarkensammler sowie gegen eheliche Unfruchtbarkeit

Katharina von Schweden (1331-1381)

Patronat: gegen Früh- und Fehlgeburten, gegen Überschwemmungen

25. März

Fest Mariä Verkündigung – Annunziata
Mariä Verkündigung bezieht sich auf die Ankündigung der Geburt Jesu an Maria durch den Erzengel Gabriel. Mit dem Datum des 25. März, neun Monate vor Weihnachten, ist dieses Fest in der Ostkirche seit dem 5. Jahrhundert bezeugt. Maria ist an diesem Tag Patronin der Bäcker, Brettschneider, Garköche, Metzger, Weber, Postboten und Zeitungsausträger

26. März

Ludger oder Luidger (742-809)

Der friesische Missionar und spätere Bischof von Münster setzte stets auf eine gewaltfreie Glaubensverkündigung. Er konnte mithilfe seiner überzeugenden Predigten die Ausdehnung des Christentums erweitern.

Bauernregel: „Ist es um Ludger draußen feucht, bleiben auch die Kornböden leicht.“

27. März

Rupert (um 700)

Rupert gilt als Gründer von Salzburg.

Patronat: von Land und Erzbistum Salzburg, des Salzbergbaus und der Salzarbeiter, der Hunde, gegen Rotlauf, gegen Krämpfe bei Kindern

28. März

Gründonnerstag
Der Name Gründonnerstag geht wahrscheinlich auf das mittelhochdeutsche Wort „gronan“ (weinen) zurück (vgl. greinen).
Der Legende nach „fliegen die Glocken nach Rom“.

Bauernregeln: „Gründonnerstag weiß – Sommer heiß“
„Was an Gründonnerstag gesät, in Feld und Garten wohl gerät.“

Ingbert Naab (5.11.1885-28.03.1935)

Als Karl Borromäus Naab wurde der Priester und Kapuzinermönch getauft. Der Widerstandskämpfer schrieb „Ist Hitler ein Christ?“. Mit seiner Denkschrift an die Deutsche Bischofskonferenz (1934) und seinem offenen Brief an Adolf Hitler vom März 1932 erreichte Naab Millionen Bürger.

Zitate: „Die Menschen werden unsagbar dumm, wenn sie von Gott verlassen sind.“
„Um die Fahne dieses Mannes (meint Hitler) sammelt sich ein Abschaum, der entsetzlich ist. Wer ein warmes Herz hat für das Geschick unseres Vaterlandes, der darf es nicht diesen wilden Horden überlassen.“

29. März

Karfreitag

Der Begriff „Kar“ leitet sich vom althochdeutschen kara – Trauer, Klage ab.

Bauernreglen: „Karfreitags-Regen ist Gottes Segen.“
„Wenn’s dem Herrn regnet ins Grab, ein trockener Sommer folgen mag.“

Berthold von Calabrien (12. Jh.)

Auf dem Berg Karmel (Israel) bildete er zusammen mit weiteren Einsiedlern eine Mönchsgemeinschaft, aus der später die Karmeliter entstanden.

Bauernregel: „Wie St. Berthold gesonnen, so der Frühling wird kommen.“

30. März

Karsamstag

Quirinius von Neuss (von Rom) (1./2. Jh.)
Er gehört seit dem 15. Jh. zu den sogenannten Vier Heiligen Marschällen und galt somit Gott als besonders nahestehend und bei Fürbitten hilfreich.

Patronat: der Pferde und Rinder, gegen Pferdekrankheiten, gegen Pocken, Lähmung, Eitergeschwüre, Bein- und Fußleiden, Hauterkrankungen, Augenleiden, Kropf und Ohrenschmerzen, gegen die Pest, der Ritter

Maria Restituta Helene Kafka (10. Mai 1894 – 30. März 1943)

Mit 19 Jahren trat sie der Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe („Hartmannschwestern“) bei. Die Operationsschwester weigerte sich die Kruzifixe aus den Krankenzimmern zu entfernen. Sie lehnte es zudem ab, „arische“ Patienten gegenüber „fremdrassigen“ zu bevorzugen. Weiters verfasste sie zwei regimekritische Texte. Oktober 1942 wurde sie wegen „Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode durch das Fallbeil verurteilt. Als einzige Reliquie besitzt der Orden Teile ihres Ordensgewandes.

31. März

Ostersonntag

Amos (8. Jh. v. Chr.)

Der Prophet und Maulbeerbaumzüchter prangerte den geistigen und moralischen Verfall des Volkes an.

Cornelia (3. Jh.) Obwohl sie einer der vornehmsten römischen Adelsfamilien angehörte, erzog sie ihre Söhne zu verantwortungsvollen Menschen, die nicht blind sein sollten gegenüber den sozialen Missständen. Beide wollten als erwachsene Männer unter Einsatz ihres Lebens soziale Gerechtigkeit schaffen.

Kirchen-Kalendarisches im Februar


Der schmerzhaften Mutter Jesu geweiht

1. Februar   

Brigida von Kildare (5./6. Jh.)

Das Leben der Patronin Irlands besingt der wahrscheinlich älteste Hymnus in irischer Sprache aus dem 7. Jh. Der irische Volksglaube charakterisiert die Äbtissin als resolute, aber auch hilfsbereite heilige Frau und rühmt besonders ihre Tierliebe.

Patronin der Kinder, Wöchnerinnen, des Geflügels, des Viehs, gegen Unglück und Verfolgung

Interessantes: Weil der Gedenktag Brigidas auf die alten Festtage der keltischen Muttergöttin Brighild und des Frühlingsanfangs fällt, werden noch heute in Irland Brigids-Kreuze geflochten, die auf die Tradition der alten Sonnensymbole zurückgehen.

Siegbert (Sigibert) (7. Jh.)

Im Alter von drei Jahren war er König von Austrasien (Frankreich) geworden. Später wurde er ein besonderer Wohltäter und Beschützer der Kirche.

Patronat: von Lothringen, gegen Regen, gegen Unglück

Barbara Tschoi (19. Jh.)

Märtyrin in Korea

2. Februar

Alfred Delp (15.09.1907-02.02.1945)

Der Jesuit – gebürtig in Mannheim – war Redakteur der Jesuitenzeitschrift „Stimmen der Zeit“. Wegen seiner mutigen Predigten und seiner katholischen Jugendarbeit während seiner Zeit als Kirchenrektor in St. Georg in München wurde er von den Nationalsozialisten bespitzelt. Ab 1942 war er Mitglied des „Kreisauer Kreis“´, der Widerstandsgruppe um Helmuth Graf von Moltke. Am 28. Juli 1944 wurde A. Delp von den Nazis verhaftet, am 11. Januar 1945 vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt und am 2. Februar 1945 in Berlin-Plötzensee gehängt.

Fest Mariä Reinigung / Fest Mariä Lichtmess

Bauernregel: „Wenn´s an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit; ist es aber klar und hell, kommt der Lenz wohl nicht so schnell.“

3. Februar

Ansgar (9. Jh.)

In Skandinavien wird er Oskar genannt. Er gilt als der „Apostel des Nordens“

Blasius von Sebaste (2./3. Jh.)

Von seinem Leben wissen wir nur aus Legenden. Eine berichtet, er habe im Kerker einen Knaben, der sich an einer Fischgräte verschluckt hat, durch sein Gebet vor dem Erstickungstod gerettet. Daraufhin geht der im 16. Jh. entstandene Brauch des Blasiussegens mit gekreuzten Kerzen zurück. Blasius zählt zu den Vierzehn Nothelfern.

Patronat: der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Blasmusikanten, Wollhändler, Schneider, Schuh- u. Hutmacher, Weber, Gerber, Bäcker, Müller, Maurer, Steinmetze, Seifensieder, Wachszieher und Nachtwächter sowie gegen Halsleiden, Husten, Kehlkopfkrankheiten, Diphterie, Blasenkrankheiten, Blähungen, Blutungen, Geschwüre, Koliken, Zahnschmerzen, Pest, Kinderkrankheiten und gegen Sturm und wilde Tiere

Bauernregel: „Kerzensegen im Schnee, Palmkätzchen im Klee.“

Simeon von Jerusalem und Hanna, die Prophetin (1. Jh.)

Das Lukas-Evangelium berichtet, Simeon sei während der Darstellung Jesu im Tempel hinzugekommen, habe das Kind auf den Arm genommen und ein Dankgebet gesprochen; dann sagte er voraus, dass Jesus eines Tages Heil über die Menschen bringen werde. Simeon-Reliquien gelangten im 13. Jh. nach Zara in Dalmatien (Zadar, Kroatien); dort werden sie im Reliquiar in der Kirche St. Simeon aufbewahrt. Bis heute existiert dort ein Kult um Simeon von Jerusalem.

Hanna, Tochter des Phanuels, hatte im Alter von 14 Jahren geheiratet; als spätere Witwe lebte sie im Tempel in Jerusalem als Prophetin. Sie begegnet – ebenso wie Simeon – in hohem Alter von 84 Jahren dem 40 Tage alten Jesuskind bei dessen Darstellung im Tempel, „pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Israels warteten.“

Simeon und Hanna sind Patrone für Kindersegen.

Alois Andritzki (1914-1943)

Der Priester und Redakteur wurde am 3. Februar ´43 durch eine Giftspritze im Konzentrationslager in Dachau ermordet.

4. Februar               

Veronika

Die Jüngerin Jesu begleitete ihn auf seinem Leidensweg. Die Legende erzählt, sie habe Jesus auf dem Kreuzweg ihr Schweißtuch gereicht, in das er das Bild seines gequälten Antlitzes einprägte. Das Tuch, das viele Wunder bewirkt (haben soll) hat, wird seit 707 im Petersdom aufbewahrt.

Veronika wird als Schutzheilige bei schweren Verletzungen und Blutungen sowie für eine glückliche Sterbestunde angerufen.

Patronin der Pfarrhaushälterinnen, der Weißnäherinnen, Leinenweber und Leinenhändlerinnen

Andreas Corsini (14. Jh.)

Andreas Corsini wird als Schutzheiliger der Armen und Bedrängten angerufen.

Rabanus Maurus (8./9. Jh.)

„Lehrer Germaniens“

Ihm wird die Pfingsthymne „Veni creator spiritus“ („Komm, Heiliger Geist“) zugeschrieben.

„Wer den Gipfel der Weisheit erreichen will, muss zum Gipfel der Lieb gelangen;
denn
niemand ist vollkommen im Wissen, der nicht vollkommen ist in der Liebe.“


5. Februar

Tabea (Tabitha) (1.Jh.), die erste Diakonin

„Sie fand Sinn und Erfüllung darin, anderen zu helfen.“

Als sie – etwa um das Jahr 40 – schwer krank wurde, schickten die Gemeindemitglieder nach Petrus; doch dieser konnte, nur noch ihren Tod feststellen. Weinend brachten die Menschen Petrus Kleider, die Tabitha für sie genäht hatte (Apg 9,39) und zeigten ein solches Ausmaß an Trauer, dass der Apostel zutiefst berührt war, inständig zu Gott betete, sie anredete und wieder ins Leben zurückrief. Das Wunder sprach sich rasch herum und viele fanden dadurch zum Glauben an Christus.

Adelheid (Elke, Alke, Heidi) (11. Jh.)

Sie galt als weise Frau, große Wohltäterin und in den Hungerjahren verteilte sie die Vorräte ihres Klosters an Notleidende.

Patronin gegen Augenkrankheiten

Agatha (3. Jh.)

Die wohlhabende Schönheit wies den Heiratsantrag des römischen Statthalters auf Sizilien zurück. Er ließ sie dafür grausam zurichten. Einer Legende nach erschien ihr Petrus im Kerker und salbte ihre Wunden mit Balsam.
Die Stadt Catania feiert ihre Schutzheilige bis heute in einem dreitägigen Straßenfest.

Patronin der Feuerwehr, der Ammen, Hebammen, Hirtinnen, Weber, Bergarbeiter, Hochofenarbeiter, Goldschmiede, Glockengießer, Glaser, Hungerleidenden; gegen den Ausbruch des Ätna; bei Kinderlosigkeit (vorerst) und Brandwunden sowie gegen Krankheiten der Brüste, Fieber, Brandgefahr, Hungersnot, Unwetter, Viehseuchen, Erdbeben und Unglück

Bauernregeln: „An Agathe Sonnenschein, verspricht viel Korn und Wein.“
„Ist Agathe klar und hell, kommt der Frühling nicht so schnell.“

Agathabrot wurde als Schutz vor Fieber und Krankheiten der Brust angesehen und sollte gegen Heimweh helfen, das ja oft „wie Feuer brennt“. Man gab dieses Brot Frauen gleich nach der Geburt eines Kindes, um den Milchfluss zu sichern.

6. Februar

Dorothea (Doris) von Kappadokien (3./4. Jh.)

Die Legende erzählt, der Schreiber des Richters habe dem verurteilten christlichen Mädchen auf dem Richtplatz spöttisch zugerufen: „Schick mir doch Blumen und Früchte, wenn du im Paradies bist!“ Nach dem Tod der jungen Christin auf dem Scheiterhaufen soll, obwohl es mitten im Winter war, ein weiß gekleidetes Kind mit einem Korb voll duftender Rosen und würziger Äpfel erschienen sein und diesen neben den Spötter hingestellt haben: Daher wurde die Heilige zur Patronin der Gärtner und Blumenhändler erwählt.

Weitere Patronate: der Bräute, der Neuvermählten und sie wird gegen falsche Anschuldigungen angerufen.

Bauernregeln: „Wenn Dorothea über Pfützen springt, die Amsel erst im April wieder singt.“
„Manchmal bringt die Dorothee uns den allermeisten Schnee.“

7. Februar

Ava (11./12. Jh.)

Die Stiftsdame lebte zu Melk in Österreich. Sie war die erste deutsch schreibende Dichterin und verfasste die erbauliche Schrift „Das Leben Jesu“.

8. Februar
Josefina Bakhita (1870-1947)

„Bakhita“ („glücklich“) stammte aus dem Sudan. Schon als Mädchen musste sie als Sklavin arbeiten und viele körperliche und seelische Schmerzen erleiden. Später gelang es ihr, ihrem trostlosen Leben zu entfliehen, und sie trat in Venedig der Kongregation der Canossianerinnen bei. Im Verlauf ihres Ordenslebens hatte sie viel unter ihrer dunklen Hautfarbe zu leiden. Als Klosterpförtnerin hatte sie Kontakt zu vielen Menschen und wurde für ihre Fröhlichkeit geschätzt.
Josefina Bakhita gilt als Schutzpatronin des (Süd-)Sudan.

Hieronymus Ämiliani

Gründer der „Gesellschaft der Diener der Armen“

Patron der Waisen und verlassenen Jugend, der Gründer von Waisenhäusern und Schulen; von Venedig

9. Februar

Apollonia (3. Jh.)

Der Legende nach lebte Apollonia als ältere gottgeweihte Frau in Alexandrien, als ein Pogrom gegen die christlichen Einwohner der ägyptischen Metropole hereinbrach. Apollonia sollen die Zähne ausgeschlagen und die Kinnlade zertrümmert worden sein. Von Engeln habe sie aber neue Zähne erhalten.

Patronin der Zahnärzte; gegen Zahnschmerzen

Bauernregel: „Ist´s an Apollonia feucht, der Winter sehr spät entfleucht.“

Anna Katharina Emmerick (18./19. Jh.)

In das Kloster Dülmen (Westfalen) trat Annekathrin 1802 ein. Sie hatte die Gabe, weit von ihr entfernte Begebenheiten zu beobachten. Immer wieder bestätigten spätere Nachrichten ihre Angaben. Ein Rätsel blieb ebenso, wie die Frau, die nachweislich nur ein Jahr lang eine Schule besucht und nur die plattdeutsche westfälische Mundart gelernt hatte, ein ausgezeichnetes Hochdeutsch sprechen und sogar Latein verstehen konnte. Clemens Brentano, der bekannte Dichter der deutschen Romantik, zeichnete, allerdings mit großer dichterischer Freiheit ihre Visionen auf.

10. Februar

Scholastika (5./6. Jh.)

Die Schwester des Benedikt von Nursia war wie ihr Bruder Benediktinerin. Sie führte einmal im Jahr ein geistliches Gespräch mit ihrem Bruder. Bei ihrem letzten Treffen verzögerte sich die Abreise Benedikts aufgrund eines Unwetters, ausgelöst durch das Gebet seiner Schwester. Drei Tage später sah er, wie ihre Seele als Taube in den Himmel emporflog.

Patronin der Nonnen, für Regen, gegen Sturm und Blitzschlag

11. Februar

Fest der Erscheinung der unbefleckten Jungfrau Maria – ULF von Lourdes

Maria Lourdes (Gedächtnis Unserer Lieben Frau in Lourdes). Am 11.02.1858 erschien der 14-jährigen Bernadette Soubirous zum ersten Mal „eine schöne Dame“. Während einer der 18 Erscheinungen (letzte am 16.07.1858) entsprang auf Geheiß der „Dame“ in der Grotte eine Quelle, an der sich bald wunderbare Heilungen ereigneten. Nach dem Eintauchen der Beine konnte ein dreijähriges, lahm geborenes Kind plötzlich gehen, auch wurde ein blindes Mädchen sehend.

Theodor (Fedor) Babilon (1899- 11.02.1945)

Als dem Leiter des Kolpinghauses in Köln 1944 die Verhaftung drohte, nützte er nicht die Gelegenheit zur Flucht, um seine Frau und seine fünf Kinder nicht zu gefährden.

12. Februar

Eulalia von Barcelona (3./4. Jh.)

Die 14-jährige Christin wurde während der diokletianischen Christenverfolgung gekreuzigt.

Patronin der Seefahrer, der Marine, für sicheres Segeln und sichere Schifffahrt, gegen Trockenheit

Bauernregeln: „Wenn Eulalia hell und klar, gibt´s ein gutes Bienenjahr.“
„St. Eulalia Sonnenschein, bringt viel Obst und guten Wein.“

Rosenmontag

Weshalb der Name?

Der Karneval ist eng mit der katholischen Kirche verbunden. Daher verwundert es nicht weiter, dass sich ein Erklärungsansatz unmittelbar darauf bezieht. Vom 11. Bis ins 19. Jahrhundert war es Brauch, dass der Papst eine besonders verdiente Persönlichkeit mit einer goldenen Rose ehrte. Dieses wichtige Ereignis fand immer am vierten Fastensonntag, dem sogenannten Rosensonntag statt. Da die Hauptversammlung der Karnevalsgesellschaft am darauffolgenden Montag abgehalten wurde, tauften die Narren den Karnevalsmontag kurzerhand Rosenmontag.

Der zweite Erklärungsansatz weist in eine vollkommen andere Richtung. Demnach ist die Bezeichnung Rosen nicht auf die bekannten Blumen, sondern auf einen alten rheinischen Dialekt zurückzuführen. Rosen soll von Roserei abgeleitet sein. Roserei wiederum ist ein alter Ausdruck für Raserei, bezogen auf die überschäumende, ausgelassene Fröhlichkeit der außer Rand und Band geratenen Jecken.

(aus: Focus online)

13. Februar

Jordan von Sachsen (13. Jh.)

Er verfasste das „Büchlein über die Prinzipien des Predigerordens“, dies zählt zu den wichtigsten Quellentexten des Dominikanerordens.

Faschingsdienstag

Der Veilchendienstag (so im Rheinland) bildet den Höhepunkt der „fünften Jahreszeit“.

Bauernregeln: „Gibt´s um Fasnacht viel Stern, dann legen die Hennen gern!“
„Wenn an Fasnacht Sonnenschein, werden Korn, Weizen und Erbsen gedeih´n.“

14. Februar

Cyrill und Methodius (9. Jh.)

Cyrill entwickelte eine slawische Schrift: Glagoliza und übersetzte mit seinem Bruder eine Vielzahl liturgischer und biblischer Texte in die slawische Sprache. Zusammen mit Methodius setzte er sich erfolgreich in Rom für die slawische Sprache als liturgische Sprache ein.

Seit 1980 sind beide Heilige die Schutzpatrone Europas.

Patronat: aller slawischen Länder, gegen Gewitter

Valentin (3. Jh.)

Der Priester heilte ein blindes Mädchen und Trost Suchenden schenkte er eine Blume aus seinem Garten. Trotz eines Verbotes des Kaisers Claudius II. traute er christliche Liebespaare, weshalb er enthauptet wurde.

Schutzheiliger für eine gute Heirat und eine glückliche Ehe

Patronat: der Liebenden, Verlobten und Bienenzüchter

Bauernregeln: „Liegt an Valentin die Katz in der Sonne, kriecht sie im März hinterm Ofen voll Wonne.“

„Ist´s um Valentin noch weiß, blüht an Ostern schon das Reis.“

Aschermittwoch

Die Fastenzeit beginnt mit dem Auflegen des Aschenkreuzes. Dieser Ritus wurde erstmals 1091 vollzogen.

Bauernregel: „Wie es am Aschermittwoch wettert ein,
so soll es das ganze Fasten durch sein.“

15. Februar

Siegfried von Växjö (10./11. Jh.)

Patron und „Apostel Schwedens“

Claude (Claudius) de la Colombiére SJ (17. Jh.)

Der Volksprediger und Seelenführer der hl. Margareta Maria Alacoque diente der Verbreitung der Herz-Jesu-Verehrung. Der Beichtvater der englischen Herzogin von York wurde aufgrund von Verleumdungen eingekerkert, doch schlussendlich schaffte er es noch zurück in seine Heimat Lyon.

16. Februar

Juliana von Nikomedien (3./4. Jh.)

Weil sie sich zu ihrem christlichen Glauben bekannte, wurde sie von ihrem Vater und verschmähten Bräutigam Eleusius angezeigt. Ihre Gebeine wurden nach Italien gebracht, wo sie seit dem 6. Jh. verehrt werden.

Patronin bei Infektionskrankheiten und Entbindungen

17. Februar

Alexius und Gefährten

Sieben angesehene Kaufleute schlossen sich in Florenz zur marianischen Bruderschaft „Ordo Servorum Mariae“ zusammen. Die stetig wachsenden „Diener Mariens“ lebten nach der Regel des hl. Augustinus. Nur einer der sieben Stifter erlebte die offizielle Bestätigung des Ordens durch Papst Benedikt XI; Alessio Falconieri verstarb am 17. Februar 1310 und wurde 110 Jahre alt. Heute sind die Serviten in mehr als 30 Ländern vertreten.

18. Februar

Fra Angelico /14./15. Jh.)

Beato Angelico – geboren als Guido di Pietro – war ein Maler der italienischen Frührenaissance. Er arbeitete bereits als Maler, bevor er in den Dominikanerorden eintrat, wo er den Namen Fra Giovanni erhielt. Als Beato Angelico – „der engelsgleiche Selige“ – wurde er bekannt.

Schutzpatron der christlichen Künstler

Simon von Jerusalem (1. Jh.)

Der „Bruder des Herrn“ war ein Sohn des Kleopas, eines Bruders von Jesu Nährvater Josef, damit ein Cousin Jesu. Im Jahr 62 übernahm Simon nach dem Tod des „Herrenbruders“ Jakobus die Leitung der Jerusalemer Urgemeinde.

Bauernregel: „Der Simon zeigt mit seinem Tage, der Frost ist nicht mehr lange Plage.“

19. Februar

Konrad der Einsiedler (13. / 14. Jh.)

Corrado Confalonieri von Piacenza entstammte einer adeligen Familie. Während seiner Lieblingsbeschäftigung dem Jagen befahl er, ein Unterholzfeuer zu legen. Dieses verbreitete sich rasch und zerstörte Felder und Wälder. Als ein Bauer angeklagt wurde, das Feuer gelegt zu haben, bekannte Konrad seine Schuld, tat Buße und lebte fortan als Einsiedler auf Sizilien. Er besaß die Gabe der Krankenheilung, der Prophezeiung und vollbrachte zahlreiche Wunder.

Patronat: gegen Leistenbruch

Bauernregel: „Dem Konrad sein Mut, tut selten gut.“

Bonifatius von Lausanne (12. / 13. Jh.)

Patron gegen Fieber

20. Februar

Jacinta  Marto (1910-1920)

Sie war eines der drei Seherkinder von Fatima.

Corona (auch Stephana) (2. Jh.)

Patronat: in Geldangelegenheiten, der Schatzgräber, der Fleischer

21. Februar

Enrica Dominici (19. Jh.)

Sr. Maria Henrike, Annaschwester in Turin, bemühte sich unermüdlich um die Erziehung und Betreuung von Jugendlichen.

German (Germain) (7. Jh.)

Der Abt des Klosters Grandval im Münstertal in der Schweiz trat für die durch Kriegswirren bedrohte Bevölkerung ein.

Irena (3. Jh.)

Sie pflegte den hl. Sebastian gesund.

Gunhild (12. / 13. Jh.)

Gunilda war im Ruf der Heiligkeit und der Wunderkraft.

22. Februar

Fest der Stuhlfeier des hl. Apostel Petrus, erster Papst

Bauernregel: „Hat´s in der Petersnacht gefroren, dann lässt der Frost uns ungeschoren.“

Margarita von Cortona (13. Jh.)

Die bildhübsche Mätresse lebte mit einem jungen Grafen, der sie wegen des Standesunterschiedes nicht heiraten durfte, zusammen und hatte einen Sohn mit ihm. Als ihr Geliebter von Wegelagerern ermordet worden war und sie vor seinem entstellten Leichnam stand, wurde ihr die Vergänglichkeit des Lebens bewusst. Innerlich vollkommen verändert, trat sie den Franziskaner-Terziarinnen bei und führte fortan ein Leben der Buße und des Dienstes am Nächsten.

Patronat: der Büßerinnen

23. Februar

Raphaela Ybarra de Villalonga (19./20. Jh.)

Für die Betreuung misshandelter Mädchen und verstoßener Ehefrauen gründete sie die Kongregation „Asyl der Heiligen Familie“.

Polykarp von Smyrna (2. Jh.)

Der Legende nach konnten ihm die Flammen des Scheiterhaufens nichts anhaben, sodass er schließlich erstochen wurde.

Patronat: gegen Ohrenkrankheiten

24. Februar

Eunike (Eunice) (1. Jh.)

Mutter des Apostelschülers Timotheus

Matthias (1. Jh.)

Der (neue) zwölfte Apostel wurde erst nach der Himmelfahrt Christi anstelle des Judas Iskariot zum Apostel gewählt, obwohl er seit Jesu Taufe zu seiner Jüngerschaft  gehörte. Seine Gebeine sollen von Kaiserin Helena und dem Trierer Bischof Agritius in die Basilika St. Matthias in Trier überführt worden sein.
Die Erzbruderschaft des hl. Matthias besteht aus ca. 160 Wallfahrtsgruppen und organisiert jedes Jahr eine Wallfahrt zum Grab des hl. Apostel Matthias nach Trier.
Er wird auch als der „dreizehnte Apostel“ bezeichnet.

Patronat: der Bauhandwerker und Schneider, des Bistums Trier, gegen Kinderkrankheiten- und andere Krankheiten

Bauernregeln: „Singt die Lerche am Matthiastag, über Nacht folgt neue Plag.“
„Ist es an Matthias kalt, hat die Kält´ noch lang Gewalt.“

25. Februar

Walburga (8. Jh.)

Die Äbtissin soll zahlreiche Wunder gewirkt haben. So habe Walburga eine Frau durch ihr Gebet geheilt und ein Kind mit drei Ähren vor dem Hungertod gerettet.

Außer für Walpurgisöl und Walpurgiskraut war Walburga auch namensgebend für die Walpurgisnacht vor dem 1. Mai, dem Tag der Übertragung ihrer Gebeine nach Eichstätt.

Patronin der Wöchnerinnen, der Bauern, der Haustiere, gegen Husten, Augenleiden, Hundebiss, Tottwut, für das Wachsen der Feldfrüchte

Bauernregel: „Wenn sich Sankt Walburgis zeigt, der Birkensaft nach oben steigt.“

26. Februar

Edigna von Puch (11./12. Jh.)

Um einer von ihren Eltern erzwungenen Ehe zu entgehen, soll die Prinzessin geflüchtet und nach Puch bei Fürstenfeldbruck gekommen sein. In einer ausgehöhlten Linde soll sie bis zu ihrem Tod als Einsiedlerin gelebt haben. Sie unterrichtete die Wallfahrer*innen, tröstete bei Sorgen und gab ihnen Rat. Nach ihrem Tod floss sogar heilsames Öl aus der Linde, das aber versiegte, als man es gegen Geld verkaufen wollte.

Patronin gegen Viehseuchen, gegen Diebstahl

Funkensonntag

Der Funkensonntag, der erste Sonntag nach Aschermittwoch, erhielt seinen Namen vom Brauch des sog. Funkenfeuers. An diesem Sonntag oder Samstag davor wird ein großer Holzturm oder Strohhaufen (Funken) abgebrannt, in den eine Funkentanne mit einer daran befestigten Hexenpuppe gesteckt ist. Dieser Brauch ist heidnischen Ursprungs und symbolisiert die Vertreibung des Winters.

Bauernregeln: „Funkennacht mit Stern hat der Bauer gern.“
„Wenn die Funken brennen, muss der Winter rennen.“
„Sieht man am Funkensonntag viele Sterne, dann gibt es in diesem Jahr viele Kirschen.“

27. Februar

Leander (6./7. Jh.)

Leander war einer der großen Kirchenväter Spaniens und Wegbereiter des Konzils von Toledo.

Patron von Sevilla, gegen Rheuma

Bauernregel: „Alexander (26.2.) und Leander, suchen Märzluft miteinander.“

28. Februar

Silvana (3./4. Jh.)

Namensbedeutung dieser Märtyrerin: Waldfee

Romanus (5. Jh.)

Der Einsiedler Romanus gründete mit seinem Buder Lupicinus (21.3.) Klöster in Burgund.

Bauernregeln: „An Romanus und Lupicinus die Sonne scheinen muss.“
„St. Roman hell und klar, bedeutet stets ein gutes Jahr.“

29. Februar

Antonia von Florenz oder auch Antonia von L´Aquila (15. Jh.)

Antonia wurde in der von Angelina von Marciano geführten Gemeinschaft im damaligen Kloster Sant´Onofrio in Florenz Tertiarin der Franziskaner.

Mit Hilfe von Johannes von Capestrano gründete sie 1447 das damalige Kloster Corpus Domini – auch della Santissima Eucaristia genannt – in L´Aquila; dessen Oberin sie dort sieben (bzw. 13) Jahre lang war.

Die Kirche und Kloster Corpus Domini in L´Aquila wurden 1472 Antonia geweiht.

Attribute: betend, Flamme über ihrem Kopf

Name bedeutet: die vorne Stehende (latein.: aus dem Geschlecht der Antonier)

Hilarius (5. Jh.)

Papst auf Sardinien

Oswald von Worcester (auch von York) (10. Jh.)

Dem aus dem dänischen Adelsgeschlecht entstammende Bischof lagen besonders auch die Armen am Herzen; erzählt wird, dass er oft mit ihnen gemeinsam gegessen und täglich zwölf Armen die Füße gewaschen habe; während einer solchen Fußwaschung sei er gestorben. Auch ein Heilungswunder wird ihm zugeschrieben. Patron des Viehs

Kirchen-Kalendarisches im Januar

Der heiligen Kindheit Jesu geweiht

1. Januar     

„Das Fest der Beschneidung unseres Heilandes Jesus Christus“

Wilhelm von Dijon (962-01.01.1031)

Der wegen seiner Mildtätigkeit im Volk beliebte Abt starb am 01. Januar 1031.

Zur Unterstützung der fahrenden Leute, die im Zirkus, als Schausteller oder dem Jahrmarkt arbeiteten, gründete Wilhelm eine „Bruderschaft der Jongleure“.

2. Januar                                                                                                                                          

Basilius der Große (4. Jh.)

Neben seiner Sorge um die kirchliche Organisation, dem Aufstellen von Mönchsregeln und die Ordnung der Liturgie setzte er sich in besonderer Weise für die Armen durch Weisen-, Kranken- und Armenhäuser und sein beherztes Eingreifen bei einer Hungersnot ein.

„Dem Hungernden gehört das Brot, das du zurückhältst.“

Makarius, der  (4. Jh.)

Zunächst war er erfolgreicher Bäcker in Alexandria. Erst mit 40 Jahren wurde er Christ und zog sich als Einsiedler in die Sketische Wüste zurück.

Menschen pilgerten in ihrer Not zu ihm, denn er besaß die Gabe der Krankenheilung und der Weissagung.

Patronat: der Bäcker, der Mönche und Schutzheiliger gegen Versuchungen und Anfechtungen

3. Januar

„Gedenktag des Heiligsten Namens Jesu“

Genoveva (5./6. Jh.)

Ginevra (auch so genannt) war schon früh Vollwaise; sie stand Kranken und Gefangenen bei.
Durch ihre Fürbitten sollen plündernde Hunnen an Paris vorübergezogen sein.

Schutzpatronin von Paris

Patronat: der Kerzenzieher, Hirten, Frauen, bei Augenleiden, Krieg, Pest, Dürre

Wetterregel: „Bringt Genoveva uns Sturm und Wind, so ist uns Waltraud (9. April) oft gelind.“

4. Januar                 

Christiana von Lucca (13./14. Jh.)

Die begnadete Seherin wurde vorerst belächelt, doch als ihre Prophezeiungen sich bewahrheiteten wurde sie mit großer Ehrfurcht behandelt.

Ihr Leichnahm blieb 200 Jahre lang unverwest.

5. Januar

Johannes Nepomuk Neumann

Der Böhme wanderte 1836 nach Amerika aus und betreute zunächst in der Nähe der Niagarafälle die katholischen Auswanderer aus Deutschland, Irland und Frankreich.

Der Redemptorist (redemptor = Erlöser) errichtete über hundert Schulen und etwa 80 Kirchen in seinem Bistum.

Johannes N. Neumann war der erste amerikanische Bischof, der heiliggesprochen wurde. (1977)

6. Januar

„Das Fest der Erscheinung Christi, des Herrn“
„Dreikönigsfest, Heiligedreikönigstag“

Kaspar, Melchior und Balthasar

Das Matthäusevangelium berichtet von Sterndeutern aus dem Osten, die dem Jesuskind huldigten und ihm Gaben darbrachten.

Der junge Kaspar repräsentiert Afrika. Der greise Melchior steht für Europa.
Balthasar im mittleren Alter vertritt Asien.

Patrone der Pilger, Reisenden, für guten Tod, gegen Unwetter, gegen Zauberei

7. Januar

Sigrid (5. Jh.)

Die Schafhirtin lebte anspruchslos, aber glücklich, nahe Poitiers (Frankreich).

Reinold (Reinhold) von Köln (10. Jh.)

Aus dem Geschlecht der Karolinger entstammte der zunächst tapfere Ritter und spätere Mönch des Klosters St. Pantaleon. Dort soll Reinhold als Baumeister tätig gewesen sein.

Legenden-Variationen:

1. Sein besonderer Fleiß habe ihn bei seinen Kölner Arbeitern dermaßen unbeliebt gemacht, dass diese ihn mit dem Hammer erschlugen. Als die Kölner Reinolds Leichnam begraben wollten, sei der Karren mit dem Sarg von alleine losgerollt und erst in Dortmund stehengeblieben. Der Dortmunder Stadtpatron wusste eben, wo er hingehörte.

2. Im Kloster St. Pantaleon in Köln überwachte er die Arbeit der Steinmetze und war dabei so streng, dass ihn die Arbeiter eines Tages mit ihren Hämmern erschlugen.

Seine Reliquien gelangten ins nahegelegene Dortmund, wo Reinhold auch Patron ist.

Patronat: der Maurer, Steinmetze, Bildhauer, gegen die Pest

8. Januar
Erhard (7./8. Jh.)

Als der Wanderbischof die von Geburt auf blinde elsässische Herzogstochter Ottilia (13.12.) taufte, soll sie plötzlich sehend geworden sein.

Patronat: des Viehs, der Bauern, Schuhmacher, Bäcker, Schmiede

Wetterregel: „Sankt Erhard mit der Hack´steckt die Feiertage (Wintertage) in den Sack.“

(d.h.: Die Zeit des Ausruhens ist für den Landmann vorbei.)

Severin von Norikum (5. Jh.)

Über seine genaue Herkunft wollte er aus Bescheidenheit nie sprechen.

Patronat: der Gefangenen, der Winzer und Weinstöcke, der Leinweber

„Der Glaube macht den Strohhalm zum Seil.“  

9. Januar

Julian und Basilissa (3. Jh.)

Das christliche Ehepaar gründete in ihrem Haus in Ägypten eine Herberge für Notleidende und ein Hospital für bedürftige Kranke, lebten selber aber trotz ihres Wohlstandes asketisch.

Alice Le Clerc (16./17. Jh.)

Sr. Maria Theresia von Jesus (Ordensname) gründete 1598 den Schulorden der „Chorfrauen Unserer Lieben Frau“, der sich um die Erziehung und Ausbildung junger Mädchen kümmerte.

10. Januar

Franziska Salesia (19./20. Jh.)

Die als Leonie Aviat Geborene beschäftigte sehr, wie die produzierenden Menschen leben und arbeiten. Sie gründete die „Ordensgemeinschaft der Oblatinnen des hl. Franz von Sales“, welcher Arbeiterinnenwerke gründete und Schulen betreute.

Agathon (7. Jh.)

„An Agathon Sonnenschein, bringt viel Korn und auch viel Wein.“

Wilhelm von Donjeon (12./13. Jh.)

Patron der Kinder

11. Januar

Paulinus von Aquileia (9. Jh.)

Als Grammatiklehrer, Theologe und Rechtsgelehrter arbeitete er an der Hochschule des Karls des Großen. Er schrieb den ältesten bekannten mittelalterlichen spirituellen Ratgeber für Laien: „Buch der Aufmunterungen“

12. Januar

Tatiana (3. Jh.)

Im Zuge der Christenverfolgung sei Tatiana angeklagt worden; durch ihr Gebet ließ sie Götzenbilder einstürzen.

Seit 1755 an ihrem Gedenktag der Erlass für die erste russische Universität unterschrieben wurde, gilt sie als Patronin der russischen Studierenden.

Tatianas Gedenktag wird an Universitäten in Russland festlich mit Konzerten und Ausstellungen begangen.

Bernhard von Corleone (17. Jh.)

Zunächst liebte er den Zweikampf mit der Waffe, doch als er eines Tages einen Gegner schwer verletzte, begann er, über sein bisheriges unbekümmertes Leben nachzudenken. So dass er als Laienbruder in den Kapuzinerorden eintrat; schon zu seinen Lebzeiten sprach man unerklärliche Heilungen seiner Fürsprache zu.

13. Januar

Hilarius von Poitiers (4. Jh.)

Der Verwaltungsbeamte entstammte einer wohlhabenden heidnischen Familie und studierte Philosophie- und Rhetorik ehe er sich taufen ließ. Er gilt als erster Dichter lateinischer Hymnen.

Patron der schwächlichen Kinder, gegen Schlangenbiss

Wetterregel: „Sankt Hilarius macht mit dem Vorwinter Schluss.“

Jutta von Huy (12./13. Jh.)

Die tapfere Witwe, die in ihren letzten Lebensjahren als Reklusin lebte, hatte die Gabe, sich in andere hineinzufühlen und konnte deshalb als „Seelen-ärztin“ vielen Menschen helfen und ihnen Trost spenden.

14. Januar

Malachias (5./4. Jh. v. Chr.)

Malachias ist der letzte, der sogenannten „Kleinen Propheten“. Seine Forderungen an das jüdische Volk begründete er mit der Ehrfurcht vor Gottes Größe und Herrlichkeit.

Englmar (11. Jh.)

Den Einsiedler schätzten die Menschen als Ratgeber und Tierheiler.

Ein Fremder, der vorgab, sich ihm anschließen zu wollen, tötete ihn aus Habgier und begrub ihn im Schnee, wo man nach der Schneeschmelze den Leichnam fand.
Die Legende erzählt, dass vom Leib des Ermordeten ein strahlendes Licht ausgegangen sei.

Seit 1850 wird in St. Englmar das Englmarisuchen gepflegt: Am Pfingstmontag wird eine im Wald zuvor versteckte Holzfigur des Heiligen im Wald gesucht und in feierlichem Zug mit historischen Kostümen ins Dorf gebracht.

Rainer (12. Jh.)

Der erste Propst des Stiftes Arnsberg war seinen Mitbrüdern durch sein beispielhaftes Leben ein leuchtendes Vorbild

15. Januar

Arnold Janssen (18./19. Jh.)

Der niederländische Priester gründete der Missionsorden „Gesellschaft des göttlichen Wortes“. Heute gelten die Steyler Missionare als siebtgrößter Männerorden.

„Wenn wir alles tun, was in unseren Kräften steht, dann tut Gott das Übrige.“

Romedius von Thaur (5. Jh.)

Legende über den Einsiedler: Als sich der Heilige auf dem Weg nach Rom befand, riss ihm ein wilder Bär sein Pferd. Empört legte er mit dem Ruf „Du hast mir mein Pferd getötet, nun sollst du mein Reittier sein!“ dem Bären seinen Sattel auf. Ohne zu murren soll ihn das Tier nach Rom gebracht haben.

Habakuk (7. Jh. v. Chr.)

Er ist der Verfasser des gleichnamigen Buches im Alten Testament; er gehört zu den zwölf „Kleinen Propheten“.

Wetterregel: „Spielt die Muck, der Bauer nach dem Futter guck!“

16. Januar

Tilman (7./8. Jh.)

Der Sklave wurde vom hl. Eligius freigekauft und als Goldschmied ausgebildet. Sein Kloster Solignac wurde zum Zentrum der Goldschmiedekunst.

Patronat: gegen Fieber, von Kindern, die das Gehen schwer lernen

Marcellus I. (3./4. Jh.)

Bischof von Rom

Patron der Stallknechte

Wetterregel: „Wie das Wetter an Marzellus war, wird´s im September: trüb oder klar.“

Theobald (Dietbald von Geisling) (15./16. Jh.)

Der Franziskaner wurde weder heilig noch seliggesprochen, trotzdem aber als solcher verehrt.

„Apostel der Österreicher“

Wetterregel: „Die Kälte, die kommt angegangen, wenn bei Theobald die Tage langen.“

17. Januar

Rosalind (Rosalina) (13./14. Jh.)

Die charismatische Priorin war mit großem Einfühlungsvermögen ausgestattet und soll die Gabe der Krankenheilung besessen haben.

Antonius der Große (3./4. Jh.)

„Vater der Mönche“

Der Ägypter soll 105 Jahre alt geworden sein.

Patronat: der Haustiere und Schweine, Zuckerbäcker, gegen Krankheit allgemein, gegen Viehseuchen, Feuer, gegen Pest

Wetterregel: „Wenn Antoni die Luft ist klar, gibt´s ein trockenes Jahr.“

Antonius der Große: „Gewinnen wir einen Bruder, so gewinnen wir Gott.“

18. Januar

Margarita von Ungarn (13. Jh.)

Nachdem die Mongolen in Osteuropa einfielen, musste der ungarische König Béla IV. mit seiner schwangeren Ehefrau Maria Laskaris nach Kroatien fliehen. Wegen des väterlichen Gelübdes kam sie schon als Vierjährige in ein Dominikanerinnenkloster; trotz einer päpstlichen Dispens verblieb sie als Krankenpflegerin im Kloster.

19. Januar

Martha und Marius (Mario) (3. Jh.)

Das Märtyrerehepaar bzw. die Märtyrerfamilie mit ihren Söhnen Audifax und Abachum wirkten als Ärzte und fielen mit ihrem segensreichen Heilen den Christenverfolgern auf.

20. Januar

Sebastian (3. Jh.)

Der bekehrte römische Elitesoldat diente in der Leibgarde des Kaisers Diokletian, dem Christenverfolger. Sebastian nutzte als heimlicher Christ seine hohe Stellung, um den eingekerkerten Christen zu helfen oder römische Adelige bekehrte. Als sein Glauben bekannt wurde, ließ der Kaiser ihn festbinden und mit Pfeilen erschießen. Der Totgeglaubte erholte sich durch die Pflege der frommen Witwe Irene. Nachdem Diokletian von Sebastians Genesung erfuhr, so ließ er ihn vor seinen kaiserlichen Augen mit Keulen erschlagen.

Wegen seines von vielen Pfeilen gespickten Körpers wurde Sebastian zum Patron der Bürstenmacher.

Weitere Patronate: der Sterbenden, Soldaten, Schützengilden, Büchsenmacher, Gärtner, gegen Pest und Seuchen

 Papst Fabian (3. Jh.)

Wetterregel: „An Fabian und Sebastian fängt Baum und Tag zu wachsen an.“

21. Januar               

Inés de Benigamin (Josepha Maria von der heiligen Agnes) (17. Jh.)

Sie war durch eine „Tiefe des Charakters“ ausgezeichnet, besaß die Gabe der Prophetie und konnte Kranken erstaunliche Kraft und Zuversicht verleihen, was oft zu unerwarteten Heilungen führte.

Agnes von Rom (3. Jh.)

Patronin der Kinder, Jungfrauen, Verlobten, Blumenbinderinnen

Bauernregeln: „Scheint zu Agnes die Sonne, wird später die Ernte zur Wonne.“
„Zieh´n Wolken am Agnestag über den Grund, bleibt die Ernte stets gesund.“

22. Januar

Walter von Bierbeeke (12./13. Jh.)

„Mönch Mariens“

Vinzenz von Valencia (3./4. Jh.)

Vincentius, auch „von Saragossa“ genannt

Patron der Töpfer, Dachdecker, Winzer, Seeleute, Holzfäller, des Federviehs, der Kaffeehäuser, gegen Körperschwäche, für die Wiedererlangung gestohlener Sachen

Bauernregeln: „Zu Vinzenzi Sonnenschein, bringt viel Korn und Wein.“
„Kommt Sankt Vinzenz tief im Schnee, bringt das Jahr viel Heu und Klee.“

23. Januar

„Verlobung der allerseligsten Jungfrau Maria“

Heinrich Seuse (13./14. Jh.) (Heiko, Heiner)

Der Schüler des Meister Eckhart verfasste das „Büchlein der Ewigen Weisheit“.

Reinhold Frank (23.07.1896 – 23.01.1945)

Reinhold Frank, Rechtsanwalt in Karlsruhe, leistete aus christlicher Überzeugung Widerstand gegen das Dritte Reich. Er wurde in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Reinhold Frank hinterließ eine Frau und vier Kinder. Einer seiner Söhne, Klaus Frank, war bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2005 Pfarrer der katholischen Gemeinde St. Martin in Ettlingen.

Eugen Bolz (15.12.1881 in Rottenburg am Neckar – 23.01.1945)

Eugen Boz war ein tief gläubiger katholischer Politiker in Württemberg. Er sah in der Lehre des Christentums die Grundlage für seine politische Tätigkeit und erkannte schon sehr früh das wahre Gesicht des Nationalsozialismus.

Am 23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee enthauptet.

24. Januar

Vera (4./5. Jh.)

Wohltäterin

Franz von Sales (16./17. Jh.)

Er pflegte mit Johanna Franziska von Chantal eine innige geistliche Freundschaft und gründete mit ihr 1610 die Salesianerinnen Don Boscos. In seinen Schriften betonte er die Verbindung von Religiosität und weltlicher Kultur, von Humanismus und Christentum.

Patron der Schriftsteller, Gehörlosen, der katholischen Presse

25. Januar

„Fest der Bekehrung des heiligen Apostels Paulus“

Bauernregeln: „Wenn die Sonne am Paulustag lacht, wird auch ein gutes Jahr gebracht.“

„Schön an Pauli Bekehrung, bringt aller Früchte Bescherung.“

„St. Paulitag schön und Sonnenschein, bringt großen Segen an Frucht und Wein.“

Titus Maria Horten (1882-1936)

Unter den Nationalsozialisten wurde der Dominikaner wegen angeblicher Devisenvergehen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Er starb nach langer Einzelhaft und schweren Verhören am 25. Januar im Gefängnislazarett Oldenburg.

26. Januar

Paula (3./4. Jh.)

Mit ihrer jüngsten Tochter pilgerte sie nach Palästina und gründete dort gemeinsam mit dem Kirchenlehrer Hieronymus eine Pilgerherberge und zwei Klöster.

Timotheus und Titus

Sie waren die bekanntesten Schüler des Völkerapostels Paulus. Titus begleitete Paulus zum Apostelkonzil nach Jerusalem, wirkte später auf Kreta und in Dalmatien.

Patron Timotheus: gegen Magenleiden
Patron Titus: gegen Freigeister

Bauernregel: „Timotheus bricht das Eis – hat es keins, so macht er eins.“

27. Januar

Angela Merici

Bis heute sind die Ursulinen der weltweit größte Frauenorden, der sich der Bildung widmet.

„Handeln, wie der Geist es eingibt.
Weitergeben, was Jesus lehrt.
Auf bewährten Wegen Neues wagen.“

28. Januar

Thomas von Aquin (13. Jh.)

Den Kirchenlehrer machten seine wegweisenden Schriften zum bedeutendsten kirchlichen Philosophen und Theologen der Mittelalters. Für Fronleichnam verfasste er die liturgischen Texte „Lauda Sion“, „Pange Lingua“ bzw. „Tantum ergo“.

Patron der Theologen, Studenten, der katholischen (Hoch-)Schulen und Wissenschaft, für Reinheit, gegen Unwetter.

Karl der Große (9. Jh.)

Er wird nicht mehr als Heiliger verehrt.

29. Januar

Josef Freinademetz (18./19. Jh.)

Aus Südtirol ging er als Missionar nach China.

Valerius (2. Jh.)

Bauernregel: „Valerius und Adelgund (30.1.)
bringen Kält´ zu jeder Stund´.“

30. Januar

Adelgunde (7./8. Jh.)

Gründerin und Äbtissin eines Benediktinerinnenklosters

Patronat: gegen den plötzlichen Tod, gegen Augen-, Brust- und Kopfkrankheiten, gegen Krebserkrankungen, gegen Kinderkrankheiten, für Kinder, die das Gehen schwer erlernen

Martina von Rom (3. Jh.)

Sie wirkte in Rom als Diakonissin.

Bauernregel: „Wenn der Jänner viel Regen bringt, werden die Gottesäcker gedüngt. Bringt Martina Sonnenschein, hofft man auf viel Korn und Wein.“

Patronin der stillenden Mütter, der Stadt Rom

Maria Ward (1585 – 1645)

Mary ist Gründerin der „Congregatio Jesu“ – früher „Institut der englischen Fräulein“.
Zunächst wurde es der Frauengemeinschaft verwehrt nach den Ordensregeln der Jesuiten zu leben.

31. Januar

Johannes Bosco (19. Jh.)

Der Turiner Giovanni widmete sein ganzes Schaffen der Erziehung verwahrloster Kinder und junger Männer, errichtete für sie Unterkünfte und Schulen. Wegen seiner fröhlichen Art und seinem Einfühlungsvermögen wurde er von seinen Zöglingen verehrt.

Patron der Jugend, der Jugendseelsorge

„Liebenswürdigkeit, Nachsicht und Rücksicht sind die Schlüssel zum Herzen der Menschen.“

Kirchen-Kalendarisches im Dezember

Christmonat
und
Der unbefleckten Empfängnis Mariä geweiht

 Weihnachtskreis – Der Advent

1.Dezember

Charles de Foucauld (1858-1916)

Der gebürtige Straßburger führte in jungen Jahren mit seinem ererbten Reichtum ein recht freies Leben. Bereits als Sechsjähriger wurde er als Waise in die Obhut seines Großvaters gegeben. 1885 bekehrte er sich und lebte als Einsiedler in Tunesien.

„Es gehört zu deiner Berufung, das Evangelium von den Dächern zu rufen,
nicht durch dein Wort, sondern durch dein Leben.“

Blanka (Blanche, Bianca) von Kastilien (12./13. Jh.)

Sie führte mit Klugheit und großem Verständnis für politische Vorgänge die Regentschaft. Sie erzog ihren Sohn König Ludwig IX. zu einem verantwortungsbewussten Herrscher.

Natalia von Nikomedien (3./4. Jh.)

Sie kümmerte sich um die Gefangenen (der Christenverfolgung) in den Gefängnissen.

2. Dezember                                                                                                                                           

Luzius von Chur (5./6. Jh.)

Missionar in der Schweiz

Attribute: Bär und Pflug

3. Dezember

Franz Xaver SJ (16. Jh.)

Päpstlicher Legat in Ostindien und Japan

Patronat: der Seefahrer, der Missionen, um eine gute Sterbestunde, bei Sturm und Pest

„Selbsterkenntnis ist eine besondere Gnade Gottes,
wer sie wünscht, muss darum bitten.“

4. Dezember                       

Adolph Kolping (1813-1865)

Der „Gesellenvater“ kam aus einer armen Schäferfamilie und erlernte das Schusterhandwerk. Auf der Wanderschaft als Geselle lernte er das Elend der Handwerksburschen kennen. Mit 23 Jahren begann er unter unvorstellbaren Entbehrungen zu studieren und wurde schließlich 1845 zum Priester geweiht. Der gegründete „Katholischen Gesellenverein“ hat-te zum Ziel den Gesellen Halt in Geborgenheit zu geben und sie in ihrem christlichen und menschlichen Leben zu stützen. Seine Organisation, die „Kolpingheime“, verbreitete sich mit erstaunlicher Schnelligkeit über ganz Europa und bis nach Nordamerika.

„Schön reden tut´s nicht, die Tat ziert …“

4. Barbara (2./3. Jh.)

Barbara gehört zu den 14 Nothelfern. Mit den Heiligen Katharina und Margarete bildet sie die „Drei heiligen Madeln“.

Vom Vater wegen ihres Glaubens in einen Turm gesperrt, hegte sie ein Zweiglein, dessen Blüten ihr Trost in schweren Stunden spendeten.

Brauch: Geschnittene Barbarazweige von Obstbäumen erblühen zu Christi Geburt.
Tricki: Sollte das Wetter zu mild sein und die Ästchen keinen Frost erfahren haben, können sie für eine Nacht in den Tiefkühlschrank gesteckt werden; die Minusgrade sind wichtig, damit die zum Blühen notwendigen Enzyme freigesetzt werden.

Patronat: der Bergleute, (weil sie durch einen Felsspalt floh), der Türme, vieler Berufe,
der Mädchen, der Feuerwehr, gegen Feuer und Gewitter

5. Dezember

Anno von Köln (11. Jh.)

Der armen Bevölkerung ließ er großzügige Hilfe zukommen, so erhielt er den Ehrentitel „Blüte und Licht Deutschlands“.

6. Dezember

Nikolaus von Myra (3./4. Jh.)

Es existiert eine große Zahl an Legenden, worin er Helfer in vielen Notsituationen ist.

Patronat: der Rechtsanwälte, Kinder, Schüler, Pilger, um eine glückliche Heirat, die Befreiung von Gefangenen, Wiedererlangung von Gestohlenem, gegen Falschurteile, Seenot und Diebe

Henrike (Heike) Faßbender (19. Jh.)

Die Franziskanernonne wollte mit vier Gefährtinnen 1875 auf einem Dampfer in die U.S.A. reisen, um deutsche Auswanderer seelsorgerisch zu betreuen. Als das Schiff am 6. Dezember in Seenot geriet und kein anderes Schiff in der Nähe war, um die Passagiere aufzunehmen, verzichteten die Frauen zugunsten von Familienvätern auf einen Platz in den Rettungsbooten. Die Geretteten hörten noch lange, wie die Schwestern gemeinsam mit anderen dem Untergang Geweihten laut beteten und das Lied „Näher mein Gott zu dir“ sangen, bis das Schiff versank und Stille eintrat.

7. Dezember

Benedetta (Benedikte) Rosselo (1811-1880)

Schwester Maria Josefa gründete mit Hilfe einiger Freundlinnen zwei Schulen für kleine Mädchen. Aus der Begeisterung für den Lehrer*innenberuf entstand schließlich das Institut „Töchter der Barmherzigkeit“; die besonderen Bemühungen lagen im Freikauf von schwarzen Sklavenkindern.

Ambrosius von Mailand (4. Jh.)

Ambrosius wurde am 7. Dezember 374 getauft und zum Bischof geweiht. Seinen Besitz verschenkte er an die Armen. Ihm war es wichtig, dass die Menschen die Bibel kennenlernen. Ambrosius war ein Versöhner. Vermutlich hatte er eine große Begabung des Ausgleichens. Er war so klug, immer wieder neue Wege des Miteinanders zu finden.

Legende: Der wenige Wochen alte Ambrosius schlummerte in seiner Wiege, als sich plötzlich ein Schwarm Bienen auf seinem Gesicht niederließ. Die Tiere drangen in seinen Mund ein, als sei er ihr Bienenstock. Sie taten dem Kleinen nichts zu Leide, sondern träufelten ihm Honig ein und flogen nach einer kurzen Weile weiter. Dies Ereignis wurde von den Eltern positiv gedeutet; tatsächlich zeichnete sich Ambrosius durch große Gelehrsamkeit, schriftstellerische Begabung und Rhetorik aus.

Patronat: von Mailand und Bologna, der Krämer, Imker, Wachszieher und Lebkuchenbäcker, der Bienen und Haustiere, des Lernens

„Das Schlimmste für einen Philosophen ist,
dass man die Philosophie nie wieder loswird.“


8. Dezember
       Fest der Unbefleckten Empfängnis der allerseligsten Jungfrau Maria

Dieser Tag erlangte durch die Marienerscheinung von Lourdes besondere Bedeutung: Hier ist Maria 1858 dem Bauernmädchen Bernadette Soubirous erschienen.

9. Dezember

Abel

Abel, der Zweitgeborene von Adam und Eva, ist eine Symbolgestalt – genauso wie sein älterer Bruder Kain.
Kains Opfer wird zurückgewiesen, Abels Opfer wird von Gott angenommen, da es aus ehrlicher Gesinnung heraus dargebracht wurde.

10. Dezember

„Loreto-Fest, Übertragung des Heiligen Hauses nach Loreto“

Einer schriftlichen Chronik aus dem 15. Jahrhundert zufolge kam das Geburtshaus der heiligen Jungfrau Maria auf wundersame Weise aus Nazareth auf den Hügel von Trsat. Auf Trsat verweilte es – derselben Überlieferung zufolge – drei Jahre lang, woraufhin es auf ebenso wundersame Weise am 10. Dezember 1294 nach Loreto auf die gegenüberliegende Seite des Adriatischen Meeres überführt worden sein soll, wo es sich auch heute noch befinden soll.

11. Dezember

Daniel (5. Jh.)

Daniel der Säulensteher, stand 33 Jahre lang, mit nur kurzen Unterbrechungen, auf einer breiten Säule und predigte von dort herunter.

12. Dezember

„Unsere Liebe Frau von Guadalupe“

Die „Jungfrau von Guadalupe“ ist ein Gnadenbild Marias. Vom 09. Dezember bis 12. Dezember 1531 erschien im Stadtviertel Guadalupe am nördlichen Stadtrand von Mexiko-Stadt dem Indigenen Juan Diego Cuauhtlatoatzin der Überlieferung zufolge viermal eine schöne Frau, die sich „Maria, die Mutter des einzig wahren Gottes (…), durch den das Leben ist, des Schöpfers der Menschen, des Herrn“ bezeichnete.

Ida von Nivelles (12./13. Jh.)

Patronin gegen Zahnschmerzen und Qualen im Fegefeuer

13. Dezember

Odilia von Odilienberg (7. / 8. Jh.) (auch: Ottilie)

Die Legende erzählt, Odilia sei bei ihrer Geburt blind gewesen und konnte bei ihrer Taufe plötzlich sehen.

Patronin bei Augen-, Ohren- und Kopfkrankheiten

Der Odilienberg bei Straßburg wird heute auch als der „heilige Berg des Elsass“ bezeichnet.

Lucia (3. Jh.)

Ihr Brauchtum erstreckt sich vom sonnigen Sizilien bis ins kühle – im Winter draußen dunkle – Skandinavien.

Lucia hat ihre verfolgten Glaubensgeschwister unterstützt, indem sie Lebensmittel in die Verstecke brachte. Damit sie in der Dunkelheit beide Hände zum Tagen frei hatte, soll sich die Leuchtende (so ihr Name übersetzt) einen Lichterkranz auf das Haupt gesetzt haben.

Patronin der Blinden, der kranken Kinder, der (reuigen) Dirnen, gegen Augenleiden, Halsschmerzen, Infektionen

14. Dezember

Franziska Schervier (19. Jh.)

Schon als junge Frau zu Aachen gründete sie zahlreiche Armenhilfeeinrichtungen, z.B. die „Johannisküchen“ für die Verpflegung von Hungernden. 1845 rief sie den Orden „Arme Schwestern vom heiligen Franziskus“ ins Leben, die Tag und Nacht für andere im Einsatz stehen. Ihr Hauptaugenmerk gilt der Betreuung von Frauen und Mädchen in Zuchthäusern und der Rückführung von weiblichen Kriminellen ins normale Leben.

Johannes von Kreuz auch: Juan von Ávila (16. Jh.)

Mystiker und Kirchenlehrer

„Willst du dahin kommen, alles zu besitzen,
suche nichts zu besitzen.“

15. Dezember

Carlo Steeb (18. / 19. Jh.)

Der ursprünglich protestantische Tübinger konvertierte zum römisch-katholischen Glauben und empfing 1796 die Priesterweihe. Seine Hauptaufgabe sah er in der Seelsorge in den Armenvierteln, Krankenhäusern und Gefängnissen.
Zur Fortführung seiner karitativen Tätigkeit gründete er die Kongregation der „Schwestern der Barmherzigkeit“; diese wirken heute in Europa, Afrika und Südamerika.

Christiana (Nina, Christa) (3./4. Jh.) („Erleuchtete Georgiens“)

Durch die Kraft des Gebetes soll die versklavte Frau auch Kranke geheilt haben.
Als die georgische Königin Nana erkrankte, habe sie Christiana heimlich zu sich gerufen und konvertierte nach ihrer Heilung. König Mirian III wurde auch durch ein Wunder überzeugt. Daraufhin erklärte er das Christentum zur Staatsreligion.

16. Dezember

Adelheid (10. Jh.)

(Namenstag auch von: Heidi, Elke, Heidrun, Heidelinde, Heidemarie, Adelaide, Alida, Etelka, Alice, Adele, Ada, Adeline, Alina)

Sie galt als die „kaiserlichste aller Kaiserinnen“: Adelheid von Burgund prägte wie kaum eine Frau die politischen Verhältnisse des europäischen Mittelalters.

Noah (aus dem Ersten Testament) (auch 19.12.)

Archeerbauer;

Der Regenbogen, der am Schluss der großen Flut erschien, sollte das Symbol sein für die Verbindung zwischen Gott und den gottesfürchtigen Menschen

Haggai (500 v. Chr.)

Prophet

17. Dezember

Lazarus

Bruder von Marta und Maria in Betanien, Freund Jesu, von diesem vier Tage nach seinem Tode auferweckt.

Johannes von Matha (12. Jh.)

„Engel der Sklaven“

Der gegründete Trinitarierorden befreite Menschen aus der Gefangenschaft und kaufte Sklaven frei.

Jolanda (Jolantha) (13.Jh.)

Olympia(s) (4./5. Jh.)

Die Witwe und Diakonissin in Konstantinopel gab ihr gesamtes Vermögen für karitative Zwecke aus. Als sie das Leben am Kaiserhof kritisierte und die Vornehmen an ihre sozialen Pflichten erinnerte, musste sie fliehen.

18. Dezember

„Fest der Erwartung der Niederkunft der seligen Jungfrau“

Da das freudenvolle Fest Mariä Verkündigung am 25. März fast immer in die Zeit des Leidens und Sterbens unseres Herrn fällt, verlegte man dieses große Fest auf den 18. Dezember, um sowohl die Verkündigung als auch die göttliche Mutterschaft der seligen Jungfrau Maria zu feiern.
Das Fest eine Woche vor Weihnachten steht unter der freudigen Erwartung der Geburt des Heilandes und dem Gedenken an die Menschwerdung Christi. Wir widmen uns der Vorbereitung auf die Geburt Christi.  

Luise Hensel (18./19. Jh.)

Die Lehrerin und Krankenschwester konvertierte aus dem Protestantismus zum neu belebten Katholizismus. Die schwärmerische Dichterin verfasste das Gedicht „Müde bin ich, geh zur Ruh“, das eigentlich nicht nur speziell für Kinder gedacht war.

19. Dezember

Benjamin (1800 v. Chr.)

Benjamin bedeutet „Sohn der glücklichen Seite“; er war der jüngste Sohn von Jakob und Rachel und der Bruder des ägyptischen Joseph.

20. Dezember

Julius von Gelduba (Gildup) (2./3. Jh.)

Der christliche Soldat weigerte sich für den römischen Kaiser Diokletian Angriffskriege zu führen. Weiters wollte er nicht gegen Aufständische, die berechtigte Anliegen vorbrachten, mit Waffengewalt vorgehen.

21. Dezember                    

Thomas-Tag (Heiliger Thomas eigentlich 3. Juli)

Das Brauchtum des Thomastages am 21. Dezember ist fast durchgängig vorchristlichen Ursprungs. Im südlichen Deutschland und Österreich galt nämlich die Nacht vom 21. Auf den 22. Dezember als die längste und als erste der Rauhnächte.

Bauernregel: „Wenn Sankt Thomas dunkel war, gibt*s ein schönes neuer Jahr.“

22. Dezember

Cäcilie Maria Autsch

Schwester Angela gehörte dem Trinitarierorden an. 1940 wurde sie von der Gestapo verhaftet, weil sie vom Ortsgruppenleiter denunziert worden war. Sie hatte gesagt: „Hitler ist eine Geißel für ganz Europa.“ Man brachte sie ins KZ Ravensbrück, 1942 nach Auschwitz, wo sie für die Wäschekammer und die Verteilung des Essens zuständig wurde. Sie tat alles, um ihren Mithäftlingen helfen zu können. Unter höchster Lebensgefahr besorgte sie für die Frauen warmes Wasser und Seife, steckte ihnen, wann immer es möglich war, Extrarationen zu, nähte heimlich die zerrissenen Kleidungsstücke und versteckte erkrankte Häftlinge in der Wäschekammer. Bald nannte man Schwester Angela den „Engel von Ausschwitz“. Kurz vor Weihnachten, am 22. Dezember 1944 war ihre Lebensuhr abgelaufen. Eine überlebende jüdische Ärztin schrieb später über sie: „In dieses Irrenhaus kam Schwester Angela wie ein Lächeln der Morgenröte, wie ein Strahl des Sonnenlichts. Inmitten des fürchterlichen Elends entstand hier eine Insel der Zärtlichkeit.

23. Dezember

Servulus von Rom (6. Jh.)

Servulus war ein gelähmter Bettler. Er war besonders glücklich, wenn jemand ihm, dem Analphabeten, etwas aus der Bibel vorlas.

24. Dezember

„Vigil von Weihnachten“

Die ersten Menschen Adam und Eva

25. Dezember

„Das hohe Weihnachtsfest“

Anastasia (3./4. Jh.)

Patronin: gegen Kopfkrankheiten, Brustleiden, gegen Pressezensur

26. Dezember

„Fest des Heiligen Erzmärtyrers Stephanus“

Stephanus (1. Jh.)

Er war einer der sieben Diakone der Urgemeinde in Jerusalem.

Katholiken sind seit 2003 aufgefordert, am Stephanstag für ihre verfolgten Mitchristen in der ganzen Welt Fürbitte zu halten.

Auch in der evangelischen Landeskirche wird heute aller verfolgten Christen gedacht.

27. Dezember

„Fest des Heiligen Johannes“

Johannes

Er und sein älterer Bruder Jakobus, wegen ihres Temperaments „Donnersöhne“ genannt, waren Jünger Johannes des Täufers, bevor sie sich Jesus anschlossen. Sterbend am Kreuz, vertraute Jesus seinem Lieblingsjünger seine Mutter Maria an.

Patron der Bildhauer, Notare, Schriftsteller, Kerzenfabrikanten, für die Freundschaft und gute Ernte, gegen Hagel und Vergiftung

28. Dezember

Thaddäus Studietes (8./9. Jh.)

Thaddäus war ein Sklave. Nachdem die christlich gewordene Familie ihm die Freiheit geschenkt hatte, wurde er Mönch.

„Fest der Heiligen Unschuldigen Kinder“

29. Dezember

Thomas Becket (12. Jh.)

Auf Drängen des Königs Heinrich II. wurde er Erzbischof von Canterbury. Er führte ein bescheidenes Leben, sorgte sich um Arme, verteidigte die Freiheit und die Rechte der Kirche. Weil es dadurch jedoch zu Spannungen mit dem König kam, weilte Thomas in Frankreich.

30. Dezember

Lothar (9. Jh.)

Kaiser und Sohn Ludwigs des Frommen hatte seinen Vater bekämpft und ihn sogar gefangen genommen. Doch er bereute sein Verhalten, entsagte der Herrschaft und zog sich als Büßer in ein Kloster zurück.

31. Dezember

Silvester I

Patron für ein gutes neues Jahr, für die Haustiere und gute Futterernte

Kirchen-Kalendarisches im November

Den heiligen Patronen geweiht

auch: Allerseelenmonat

1. November

Das Fest Allerheiligen („Kleines Osterfest“)

Rupert Mayer (1876 in Stuttgart – 1.11.1945 in München)

Rupert Emil Mayer wurde 1898 zum Priester geweiht und trat 1900 in den Jesuitenorden ein. Nach dem Ersten Weltkrieg, in dem er sein linkes Bein verlor, wirkte er als Männerseelsorger in München. Wegen seines Kampfes gegen den Nationalsozialismus wurde er im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Weil er jedoch in München hohes Ansehen genoss, schickte man ihn schließlich in die Abtei Ettal, wo er vier Jahre bis Kriegsende für die Öffentlichkeit verborgen leben musste.
Beim Antritt seiner Gefängnishaft vor den damals Machthabenden abgegeben:

Den Priesterberuf ergriff ich aus Liebe zu den Menschen.“

2. November
Gedächtnis für die verstorbenen Seelen – ALLERSEELEN

Heute feiert die Kirche das Gedächtnis Allerseelen, das Odilo von Cluny 998 als Gedächtnistag für alle verstorbenen Gläubigen einführte.

Angela von Stollberg (1833-1905)

Die Ordensfrau wurde in Kamie´n Maly, Polen geboren und auf den Namen Agnes getauft. 1863 trat sie in Breslau den „Hedwigschwestern“ bei und schloss sich 1871 der Genossenschaft der „Schwestern vom Armen Kinde Jesu“ an; die Schwestern des Ordens setzen sich bis heute für die Bildung von Kindern, gegen Kinderarbeit und für die Krankenpflege ein.

3. November

Hubert von Lüttich (727)

Der Heilige Hubertus gilt als der Schutzpatron der Jäger und Hunde. Oft finden ihm zu Ehren an diesem Tag Hubertusmessen oder Hubertusjagden statt. Vielerorts gibt es auch von der Jägerschaft errichtete Hubertuskapellen.
Hubertus, ein französischer Adeliger, zog sich nach dem Tod seiner geliebten Frau für viele Jahre in die Wälder zurück und frönte der Jagd. Der Legende nach erschien ihm dabei auf einem seiner Pirschgänge ein Hirsch, der ein leuchtendes Kreuz zwischen seinen Geweihstangen trug. Durch diese Erscheinung bekehrt, änderte Hubertus sein Leben grundlegend. Er wurde tiefgläubig, ließ sich zum Priester und später zum Bischof weihen.

Patronat: gegen Hunde- u. Schlangenbisse, der Metzger, Optiker:innen, Metallarbeiter:innen, Mathematiker:innen, Schellenmacher:innen, bei Wasserscheu

4. November

Karl Borromäus (1538-1534)

1563 empfing er die Priester- und die Bischofsweihe und wurde zum Erzbischof von Mailand ernannt. Er gründete Priesterseminare und andere Institute, um den Ausbildungsstand des Klerus zu heben. Zudem widmete er sich den Armen und Kranken.

Borromäussonntag: 1925 beschloss die Fuldaer Bischofskonferenz, den Sonntag nach dem 4. November als „Borromäussonntag“ zu begehen. An diesem Tag sollen die Priester die Gläubigen auf die örtlichen Pfarrbüchereien hinweisen und für das „gute Buch“ werben. Heute wird der „Borromäussonntag“ üblicherweise als „Buchsonntag“ bezeichnet.

Attribute: mit Büchern und Totenkopf, Geißel, Pfeife

Patronat: der Seelsorger:innen, Priesterseminarist:innen, Katecheten, Katechumenen, der Pest

Immer das Beste hoffen, aber auch immer das Beste tun.“

5. November

Elisabet – Mutter von Johannes dem Täufer

Hochbetagt soll Elisabet, Ehefrau Zacharias´, Johannes den Täufer geboren haben, der als „Vorläufer des Messias“ bezeichnet wurde.

Bernhard Lichtenberg (1875-1943)

Als Pfarrer betete er öffentlich für christliche Nichtarier, Juden sowie Häftlinge in Gefängnissen und in den KZ. Deshalb wurde er 1941 verhaftet und 1942 wegen des Vergehens gegen das Heimtückegesetz und den Kanzelparagraphen verurteilt. Er starb am 5. November 1943 auf dem Weg in das KZ Dachau in Hof an den Folgen seiner Inhaftierung. Er zählt zu den Gerechten unter den Völkern in Yad Vashem.

6. November

Leonhard von Noblac (6.Jh.)

Er verzichtete auf eine glänzende Stellung am königlichen Hof und zog sich in eine Einsiedlerzelle zurück. Seine Behausung wurde im Laufe der Zeit zum Ziel von Rat Suchenden und Verzweifelten. Besonders lagen ihm die Gefangenen am Herzen. Durch seinen persönlichen Einsatz gelang es ihm immer wieder, zumal er bei der Obrigkeit großes Ansehen genoss, zahlreiche Unglückliche aus der Gefangenschaft zu befreien. Nach seinem Tod wurde der Menschenfreund zu einem der meistverehrten bäuerlichen Patrone; weil man sein Attribut – die Ketten der Gefangenen, mit denen er dargestellt wurde – für Viehketten hielt.

Brauchtum: Leonhardi-Umritte

Patronat: der Bauern, des Viehs und der Pferde, der Wöchnerinnen und Schwangeren, für eine gute Geburt, der Gefangenen

Bauernregel:

Hängt das Laub bis Leonardi hinein, so wird der Winter ein langer sein.“

Christine von Stommeln (13. Jh.)

Die Mystikerin lebte als Begine, als Mitglied einer religiösen Vereinigung nicht verheirateter Frauen und Witwen, welche sich Werken der Nächstenliebe, frommen Übungen und dem Unterricht widmeten.
Die zu der spätmittelalterlichen Reformbewegung gehörenden Laienschwestern wurden im Spätmittelalter von der Inquisition als „Häretikerinnen“ verfolgt und als „antiklerikale Laienbewegung“ verboten, weil sie gegen die kirchliche Hierarchie auftraten.

7. November

Willibrord von Echternach (6./7. Jh.)

Apostel der Friesen

Patronat: bei Epilepsie und Zuckungen

Interessantes: In Echternach findet seit dem 15. Jh. jedes Jahr am Pfingstdienstag die sog. „Springprozession“ zum Grab des hl. Willibrord statt.

Engelbert I. von Köln (12./13. Jh.)

Er war bereits mit 14 Jahren zum Domprobst von Köln ernannt worden. Engelbert war noch zu jung, um zu erkennen, was in der Politik als Recht oder Unrecht galt. Er tat Buße und wurde 1216 zum Erzbischof von Köln ernannt. Er bewirkte einen religiösen, geistigen und wirtschaftlichen Neubeginn. Bald galt er als Schirmherr der Armen und Schwachen und beschützte das Volk vor den Eingriffen der habgierigen Landvögte, was ihm letztendlich zum Verhängnis wurde. Das Volk, das ihn geliebt und geachtet hatte, trauerte lange Zeit um seinen Erzbischof.

8. November

Claudio (3. Jh.)

Claudius war ein talentierter römischer Bildhauer. Weil er als Christ kein heidnisches Götterstandbild schaffen wollte, wurde er in einen eisernen Käfig eingeschlossen und im Meer versenkt.

Maximiliana von Wartenberg

Die Äbtissin im Angerkloster in München starb nach einem Leben der Nächstenliebe.

Willehad (8. Jh.)

Apostel der Sachsen

9. November

Weihetag der Lateranbasilika in Rom. Diese später „San Giovanni in Laterano“ genannte Kirche ist die ursprüngliche Kathedrale des Papstes und gilt als „Mutter und Haupt aller Kirchen des Erdkreises“.

10. November

Leo der Große (5. Jh.)

Seine zahlreichen Briefe und Predigten zeigen ihn als Theologen mit großer Sprachbegabung.

Patronat: der Sänger, Organisten und Musiker

Karl Friedrich Stellbrink (1894-10.11.1943)

Der evangelisch-lutherische Pastor äußerte sich von der Kanzel herab kritisch über die Politik der Nationalsozialisten.

Als Lübecker Märtyrer werden die drei katholischen Priester Johannes Prassek, Eduard Müller und Hermann Lange sowie der evangelische Pastor Karl Friedlich Stellbrink bezeichnet. Sie wurden am 10. November 1943 kurz hintereinander in der Untersuchungshaftanstalt Hamburg durch Enthauptung hingerichtet.

Die drei katholischen Geistlichen wurden am 25. Juni 2011 seliggesprochen.

An Stellbrink wird seit 1969 im Evangelischen Namenskalender erinnert.

11. November

Martin von Tours (4. Jh.)

Der römische Reitersoldat, der seinen Mantel für einen Bettler teilte, ist der erste Nichtmärtyrer, der in der abendländischen Kirche als Heiliger verehrt wurde.

Im Laufe seines Bischoflebens musste er Kompromisse mit ihm unliebsamen und brutalen Mächtigen (Ithacius) schließen, damit das Leben von Menschen bewahrt wird. Nachteile in Kauf nehmen, um höhere Ziele zu erreichen!

Patronat: der Diözesen Mainz und Rottenburg, des Kantons Schwyz, der Soldaten und Reiter, der Waffenschmiede, der Weber, der Schneider, der Hoteliers, Müller, Winzer, Gastwirte, Hirten, Reisenden

12. November

Diégo von Alcalá (Didacus) (15.Jh.)

Der Franziskaner aus Andalusien besaß die Gabe der Krankenheilung.

13. November

Carl Lampert (9.1.1894-13.11.1944

Der Priester aus Vorarlberg, seit 1930 Provikar der Apostolischen Administration Innsbruck, wurde mehrmals von der Gestapo in Schutzhaft genommen und schließlich ins KZ Dachau eingeliefert. Einige Zeit später schickte man ihn in die Verbannung nach Pommern; dort wurde er auf die Verleumdung eines Spitzels hin verhaftet und in Halle an der Saale hingerichtet.

Carl Lampert war der ranghöchste Geistliche Österreichs, der unter dem Hitler-Regime seiner religiösen Überzeugung wegen das Leben lassen musste.

Herr Kommissar, ich liebe meine Kirche. Ich bleibe meiner Kirche treu und
auch dem Priesteramt: Ich stehe für Christus und liebe seine Kirche!“

14. November

Nikola Tavelic´ (14. Jh.)

Der Franziskanerpater aus ´Sibenik (Kroatien) wirkte als Volksmissionar in Bosnien, ging dann nach Jerusalem; voll Übereifer wollte er dort vor der Omar-Moschee predigen und sich dafür vom lokalen religiösen Oberhaupt der Moslems die Genehmigung einholen. Stattdessen wurde er eingekerkert und schließlich mit dem Schwert hingerichtet.

Bernhard Letterhaus (1894-1944)

Der Verbandssekretär der Kath. Arbeitervereine Westdeutschlands war auch Abgeordneter der Zentrumspartei im Preußischen Landtag. Er bemühte sich den Katholischen Arbeiterverein von der Ideologie des Nationalsozialismus fernzuhalten. Nach dem missglückten Hitlerattentat am 20. Juli 1944 wurde er mit anderen Widerstandskämpfern verhaftet und in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

15. November

Albert der Große (13. Jh.)

Schon damals „doctor universalis“ genannt, war er mit dem ganzen Wissen der Theologie, Philosophie, und Naturwissenschaften seiner Zeit vertraut. Sein Ansehen war so groß, dass er immer wieder als Vermittler und Friedensstifter angerufen wurde.

Patron der Studenten, Philosophen, Theologen, Naturwissenschaftler

16. November

Margareta von Schottland (11. Jh.)

Sie förderte die Kultur und Erziehung und widmete sich den Armen der Gesellschaft.

17. November

Gertr(a)ud von Helfta (13. Jh.)

Zeit ihres Lebens erlebte sie mystische Schauen, deren Inhalt sie niederschrieb. Aber trotz ihrer Begnadigung zog sie jederzeit auch den kleinsten Dienst der Nächstenliebe mystischer Betrachtung vor.

18. November

Kaiser Konstantin ließ im 4. Jh. über den Stätten des Martyriums der „Apostelfürsten“ Petrus und Paulus großzügig ausgestaltete Basiliken errichten, deren Kirchenweihfest seit dem 11. Jh. am 18.11. gefeiert wird.

19. November

Elisabeth von Thüringen (13. Jh.)

Die ungarische Königstochter kam mit vier Jahren auf die Wartburg. Vierzehnjährig wurde sie mit dem thüringischen Landgrafen Ludwig IV. vermählt, dem sie drei Kinder schenkte. Leider verstarb Ludwig auf einem Kreuzzug. Ihre tiefe Christusliebe führte sie zur Einfachheit und zu den Kranken und Notleidenden. Sie verließ die Wartburg und gründete in Marburg ein Spital, wo sie sich um Arme und Kranke kümmerte.

Patronin der Witwen, Waisen, Notleidenden, unschuldig Verfolgten,
zweite Patronin der Caritas

Seht, ich habe es immer gesagt:

Man muss die Menschen froh machen.”

20. November

Felix von Valois (12./13. Jh.)

Felix gründete mit Johannes von Matha den Trinitarierorden. Bis heute widmen sich die Ordensmitglieder hauptsächlich der Strafgefangenenseelsorge, früher setzten sie sich für die verschleppten und versklavten Christen in moslemischen Ländern ein.

21. November

Fest Mariä Opferung“

Offiziell trägt das Fest heute einen anderen Namen:

Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem“

Im apokryphen Jakobusevangelium heißt es:

Joachim und Anna hatten beschlossen, ihr Kind Maria zum Jerusalemer Tempel hinaufzubringen, um es dort Gott zu weihen, genauso, wie sie es vor der Geburt versprochen hatten. Im Alter von drei Jahren brachten sie Maria schließlich in den Tempel und übergaben sie dem Priester, welcher über das Kind den Segen sprach.

Amalia von Susteren (7./8. Jh.)

Amalia gehört zu jenen stillen Heiligen, die von der großen Welt unbemerkt blieben, aber in ihrer kleinen Welt unsagbar viel Gutes tun konnten. Sie lebte vor, wie man als Vorgesetzte nicht nur durch Strenge und Distanz Anerkennung finden kann, sondern dass Autorität auch durch einfache „Menschlichkeit“, vielleicht sollte man es Persönlichkeit nennen, erworben werden kann.

Rufus von Cyrene bzw. Rom (1. Jh.)

Der Schüler des Apostels Paulus und Sohn des Simon von Cyrene, dem Kreuzesträger, war eine wichtige Persönlichkeit in der christlichen Urgemeinde in Rom.

22. Novemberr

Cäcilia von Rom (3. Jh.)

Die vornehme Römerin bekehrte ihren Verlobten Valerian und dessen Bruder Tiburtius. Beide starben als Märtyrer. Daraufhin verschenkte sie ihren Reichtum an die Armen und wurde in Rom mit dem Schwert getötet.

Patronin der Organisten, Orgelbauer, Instrumentenmacher, Sänger, Musiker, Dichter, der Kirchenmusik und der Kirchenchöre

Interessantes: Bei der Restaurierung der Kirche S. Cäcilia in Rom 1599 fand man eine vermauerte Gruft mit einem unverwesten Leichnam, vermutlich den der Hl. Cäcilia.

23. November

Kolumban der Jüngere (6. Jh.)

Der irische Mönch missionierte am Zürichsee und Bodensee.

Patronat gegen Geisteskrankheit und Überschwemmung

Clemens I. von Rom (1. Jh.)

Von dem Paulusschüler stammt der berühmte Korinther-Brief (93/97), in dem er die zerstrittene Korinther-Gemeinde zur Eintracht ermahnte.

Patron der Kinder, der Seeleute, der Steinmetze, gegen Kinderkrankheiten, gegen Wassergefahren, bei Sturm und Gewitter, der Krim

24. November

Flora (9. Jh.)

Das spanische Mädchen erlitt unter Mauren das Martyrium.

Da Flora „Blume, Blüte“ bedeutet, könnten auch Mädchen und Frauen, die Jasmin, Clivia oder Rose heißen oder einen anderen Blumennamen tragen, an diesem Tag ihren Namenstag feiern.

25. November

Margaretha von Roskilde (Dänemark) (12. Jh.)

Margaretha wurde von ihrem Gatten unter Vortäuschung eines Selbstmordes erhängt. Erst als an ihrem Grab Wunder geschahen, gestand der Schuldige den Mord.

Katharina von Alexandrien (3. /4. Jh.)

Weil kein Mann sich mit ihrer Intelligenz, Schönheit und Bildung vergleichen konnte, habe die stolze Prinzessin alle Heiratsbewerber abgewiesen. Statt dessen verlobte sie sich in einer mystischen Vision mit Christus. Als Kaiser Maxentius von den christlichen Alexandrinern heidnische Opfer verlangte, soll Katharina den Herrscher freimütig aufgefordert haben, seinem Aberglauben abzuschwören und selbst Christ zu werden.

Patronat: der Mädchen, Jungfrauen, Ehefrauen, Lehrer:innen, Studierender und Schüler:innen, der Theologen und Philosophen, der Universitäten und Bibliotheken, der Spitäler, der Redner.innen, aller Berufe, die mit Rad zu tun haben, der Notare, der Anwälte, bei Migräne und Zungenleiden, zur Auffindung von Ertrunkenen, der Feldfrüchte

Brauchtum: An Kathrein erhielten Mägde und Knechte Lohn und konnten ihre Stelle wechseln. Am Abend des Tages fand der Kathreinstanz statt, einer der Höhepunkte des Jahres.

26. November

Gebhard II von Konstanz (10. Jh.)

Patronat: für eine glückliche und leichte Entbindung, gegen Halsleiden

27. November

Virgilius von Salzburg (8. Jh.)

Bauernregel: „Friert es auf Virgilius, im Märzen Kälte kommen muss.“

28. November

Hathumod von Brunshausen (9. Jh.)

Als über ihr Kloster eine Epidemie hereinbrach, pflegte Hathumod die erkrankten Nonnen und steckte sich dabei selbst an.

In der Klosteranlage befand sich während der NS-Zeit ein Außenlager des KZ Buchenwald.

29. November

Saturnin (2./3. Jh.)

Sernim (auch genannt) kam als römischer Missionar nach Gallien. In der Christenverfolgung wurde er bei einer heidnischen Opferfeier an den Schwanz eines Opferstieres gebunden.

30. November

Andreas – Apostel

Andreas schließt sich als erster der zwölf Jünger Jesus an, so lautet auch sein traditioneller Ehrenname: „der Erstberufene“.

Er führt seinen jüngeren Bruder Simon, später genannt Petrus, zu Jesus.

Der Legende nach soll Andreas im griechischen Petras Maximilla, die Frau des Statthalters geheilt, sie bekehrt und ihr zu sexueller Enthaltsamkeit geraten haben. Ihr erzürnter Ehemann soll daraufhin Andreas` Hinrichtung an einem Kreuz mit schrägen Balken angeordnet haben.

Attribute: Buch und X-förmiges Kreuz (Andreaskreuz)

Patron der Fischer, um Ehevermittlung, für eine gute Heirat, Kindersegen und gutes Wetter

Kirchen-Kalendarisches im Oktober

Rosenkranzmonat

1. Oktober

Thérèse von Lisieux (1873-1897)

Als dritte Frau überhaupt zur Kirchenlehrerin ernannt – neben Theresia von Ávila und Katharina von Siena. Theresias Lehre sagt, dass die Liebe eines Menschen zu Gott an seiner Nächstenliebe gemessen werde: „Meine Berufung ist die Liebe“. Bereits im jungen Alter von 15 Jahren trat sie nach mehrmaligem Bitten in den Karmel von Lisieux ein. In ihrer „Geschichte einer Seele“ spricht sie über ihre innere Entwicklung und Motivation.

„Ich mache es wie die Kinder: Ich sage Gott einfach,
was ich ihm sagen will – er versteht mich.“

Attribute: Rosen
Patronat: der Karmelitinnen, der Flieger, der Missionen

2. Oktober

Fest der Heiligen Schutzengel

Das seit 1615 am heutigen Tag begangene Schutzengelfest erinnert daran, dass Gott jedem einzelnen Menschen Begleitung und Schutz auf seinem Lebensweg schenkt.

3. Oktober

Irmgard von Baindt (13. Jh.)

4. Oktober               

Franz(iskus) von Assisi (1181/82-1226)

Im Alter von 25 Jahren erlebte Francesco Giovanni durch Krankheit und Haft eine innere Wandlung. Er entsagte sich dem weltlichen Leben und entschied sich zur Nachfolge Christi in vollkommener Armut und im Gebet. Franz reiste als Prediger und Missionar in Dalmatien und Spanien umher; 1221 gründete er für Laien den Dritten Orden, die Terziaren. Er diente den Menschen am Rande der Gesellschaft. Im „Sonnengesang“ spiegelt sich sein liebevolles Verhältnis zu Gottes Schöpfung.

Auf dem Berg La Verna empfing er 1224 die Wundmahle Jesu.

Attribute: Erdkugel, Wolf, Seraph

Patronat: von Italien, der Armen, der Sozialarbeiter, der Lahmen, der Blinden, des Umweltschutzes, der Kaufleute, der Weber

„Was der Mensch vor Gott ist, das ist er und nicht mehr.“

5. Oktober

Maria Faustina Kowalska (1905-1938)

„Die glücklichste Seele ist jene,
die sich Gottes Barmherzigkeit anvertraut.“

7. Oktober

Rosenkranzfest

Gedenktag zwischen Krieg und Frieden

Der knapp 450-jährige Gedenktag geht auf viele „siegreiche“ kriegerische Auseinandersetzungen zurück.

„Eine besondere Bedeutung erhielt das Rosenkranzfest in der Zeit des Nationalsozialismus. Am Abend des Festes 1938 hatten sich überraschend viele katholische Jugendliche zur Rosenkranz-Andacht im Wiener Stephansdom versammelt – einige tausend, manche sprechen von zehntausend Jugendlichen, waren gekommen. In seiner Predigt griff der Erzbischof von Wien, Kardinal Theodor Innitzer – zuvor wegen seines unklaren Verhältnisses zu den Nazis in der Kritik – die nationalsozialistische Ideologie scharf an. Er rief den Jugendlichen zu: „Christus ist euer Führer!“ Seine Predigt gilt als Meisterstück impliziter Regimekritik und rührte die anwesenden Massen auf. So kam es nach der Andacht im Dom zu einer spontanen Jugenddemonstration. Die Reaktion der Nazis ließ nicht lange auf sich warten: Am Tag darauf verwüsteten Mitglieder der Hitlerjugend das Erzbischöfliche Palais und griffen Geistliche an, viele katholische Jugendführer wurden verhaftet.“ (katholisch.de)

9. Oktober

Dionysius von Paris (3. Jh.)
Patron: bei Hundebissen

„Wenn dein Sprechen nicht wertvoller ist als dein Schweigen,
dann schweige lieber.“

10. Oktober

Daniele Comboni (1831-1881)

Der Priester gründete den Missionsverein vom Guten Hirten; auf ihn geht die Wiederbelebung der Missionsarbeit in Zentralafrika zurück.

Heute arbeiten rund 3500 Ordensleute und Mitglieder des Säkularinstituts der Comboni-Missionare (MCCJ) in 40 Ländern in Afrika und Mittelamerika.

11. Oktober
                     „Fest der Mutterschaft der allerseligsten Jungfrau Maria“

Papst Johannes XXIII. (1881-1963)

Angelo Giuseppe Roncalli wurde 1958 zum Papst gewählt; er brachte frischen Wind in die Kirche („Aggiornamento“ = Verheutigung [der Kirche]). Nur 30 Tage nach seiner Wahl kündigte er das 2. Vatikanische Konzil an, welches zwischen 1962 und 1965 stattfand. Dessen Ende erlebte Johannes XXIII. jedoch nicht mehr.

Interessantes: Der unverweste Leichnam des Papstes ruht in einem Glassarg in einer Seitenkapelle des Petersdomes in Rom.

„Der Mensch ist nie so groß, als wenn er kniet.“

12. Oktober

Otto Müller (1870-12. Oktober 1944), Priester

1906 wurde er Präses der katholischen Arbeiterbewegung in der Diözese Köln und später für Westdeutschland.
Wegen seiner Kritik am Nationalsozialismus und seiner Verbindungen zur Widerstandsgruppe des Attentats auf Hitler wurde er nach dem Attentat vom 20. Juli verhaftet. Er starb im Gefängnis Berlin-Tegel.
Seine Grabstelle ist nicht bekannt.                      

14. Oktober

Kalixtus I. (2./3. Jh.)

Der ehemalige Sklave wurde 199 zum Diakon geweiht und erhielt die Aufgabe, die christlichen Katakomben an der Via Appia zu verwalten. Trotz des Widerstandes des angesehenen und gelehrten Priesters Hippolyt wurde er vom Volk und vom Klerus Roms 217 zum Papst gewählt.
Er führte die Kirchenmalerei ein und erlaubte es hochgestellten Frauen, die Ehe mit Sklaven einzugehen.

15. Oktober

Theresia von Ávila (1535-1582)

Der Karmelitin wurden mystische Erfahrungen zuteil. Mit leidenschaftlicher Hingabe, Organisationstalent und Humor, den sie von ihrem jüdischen Großvater geerbt hatte, erneuerte sie den Karmeliterorden. Höchste Berühmtheit erlangte Theresia durch ihre Schriften, noch niemand vor ihr hatte das mystische Leben so deutlich und ausführlich beschrieben. Alle ihre Bücher sind von klassischer Sprache; eines der berühmtesten ist „Die Seelenburg“. In Spanien wird sie „seraphische Mutter“ und „Doctora mystica“ genannt.
1970 wurde sie von Papst Paul VI. als erste Frau zur Kirchenlehrerin erhoben.

Patronin der Bortenmacher, von Spanien, für ein innerliches Leben, in geistlichen Nöten

16. Oktober

Hedwig (Jadwiga) von Andechs (1174-1243)

Sie gebar sieben Kinder und förderte als Landesherrin Christentum und Kultur in Schlesien. Wie ihre Nichte, die hl. Elisabeth (19.11), sorgte sie für Arme und Kranke.

Patronin: von Schlesien, Polens, der Kathedrale von Berlin

Gallus (um 640)

Am Mühletobel südlich des Bodensees baute Gallus sich in der Wildnis eine Klause. Er wurde zum begehrten Ratgeber bei Volk, Adel und Klerus. 720 entstand aus der Zelle mit seinem Grab das Kloster St. Gallen, in dem die Benediktinerregel eingeführt wurde und das die Kultur des Abendlandes maßgeblich beeinflusste.

Darstellung: mit Wanderstab, mit Bär

Patronat: der Gänse, Hühner und Hähne (gallus = Hahn), der Fieberkrankheiten

Marguerite-Marie Alacoque (22. Juli 1647-17. Oktober 1690)

Patronat: an Kinderlähmung leidende, Waisen, Verehrer:innen des Herzens Jesu

„Das Herz Jesu verehren, heißt nicht so sehr Gebete sprechen,
als sich seinen Tugenden gleichförmig machen.“

17. Oktober

Ignatius von Antiochien (35-117)

Vom Schüler des Apostels Johannes sind noch sieben Briefe erhalten; er setzt sich darin unter anderem für die Einheit der Gemeinden ein.

Er wurde im Kolosseum in Rom wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen; im Angesicht des Todes soll Ignatius ausgerufen haben: „Ich bin der Weizen Christi, ich muss durch die Zähne der Tiere gemahlen werden, um als reines Brot befunden zu werden.“

Attribute: als Greis mit Bart mit Löwen

Patronat: gegen Halsschmerzen, Ausschlag

Johannes von Lykopolis (305-394)

Er soll Wundertaten vollbracht und Prophezeiungen gemacht haben.
Viele Pilger – auch Hieronymus und Augustinus – kamen zu Johannes; er beriet sie seelsorgerlich durch ein Fenster in seiner Höhle und heilte durch die Gabe von gesegnetem Öl.

18. Oktober

Lukas, Evangelist (1. Jh.)

Lukas war Arzt in Antiochien. Zwischen 50 und 51 begleitete er den Apostel Paulus auf zwei Missionsreisen. Er gilt als der Verfasser des dritten Evangeliums und der Apostelgeschichte. Im Gegensatz zu den anderen Evangelien spielen bei ihm die Barmherzigkeit Gottes, die Liebe Jesu zu den Armen und Sündern, die Bedeutung des Gebetes sowie der Heilige Geist eine große Rolle. Lukas starb mit über 80 Jahren vermutlich in Böotien in Griechenland.

Attribute: Evangelium, Stier, Marienbild, Arztgeräte

Patron der Ärzte, Chirurgen, Kranken, Künstler:innen, Bildhauer:innen, Notar:innen, der Goldschmiede, Buchbinder, der christlichen Kunst, des Viehs, der Metzger und der Wetters

19. Oktober

Johannes (Jean) de Brébeuf und Isaak Jogues (17. Jh.)

Johannes und Isaak wirkten als Jesuitenmissionare bei den Indianerstämmen der Huroren und Irokesen in Kanada. De Brébeuf errichtete beim Indianerstamm der Huroren in Kanada mehrere Missionsstationen und verfasste für ihre Sprache ein Wörterbuch und eine Grammatik.

20. Oktober

Wendelin (6./7. Jh.)

Er war ein iroschottischer Königssohn, der wegen seiner religiösen Neigung von seinem Vater gezwungen wurde, Schafe zu hüten.

Patron der Hirten, Bäuerinnen und Bauern, des Viehs, für gedeihliche Witterung, gute Ernte, bei Viehseuchen

21. Oktober

Ursula von Köln (3./4. Jh.)

Ursula fiel wohl zusammen mit ihren „11000“ Gefährtinnen im 4. Jh. der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian zum Opfer; diese Zahl beruht auf einem Übersetzungsfehler – es waren wohl 11 Gefährtinnen.
Die Legende berichtet, dass Ursula die Stadt Köln von der Belagerung durch die Hunnen befreit haben soll.

Patronin der Lehrerinnen, der Jugend, um gute Heirat und guten Ehestand, in Kriegszeiten, bei Kinderkrankheiten

22. Oktober

Johannes Paul II

Karol Wojty´la setzte sich während seiner Amtszeit unter anderem für die Aussöhnung zwischen den Religionen ein und initiierte die Weltjugendtage.

Patron der Bergretter

„Ganz dein. – Totus Tuus.”

23. Oktober

Severin von Köln (4. Jh.)

Patronat: gegen Unglück, für gute Witterung

24. Oktober                        

„Fest des Heiligen Erzengels Raphael“

Antonius Maria Claret (1807-1870)

„Bewahre, soweit du kannst, Schweigen, Bescheidenheit,
innere Sammlung, Liebe zum Nächsten.“

25. Oktober

Ludwig III. (1109-1185) – Graf von Arnstein

Im Kloster Arnstein, das als einziges von Ludwigs Klostergründungen bis heute erhalten blieb, leben seit 1919 und noch bis Ende 2018 die „Arnsteiner Patres“.

26. Oktober

Josephina Leroux (1747-1794)

27. Oktober

Wolfhard von Augsburg (1070-1127)

Patron der Sattler

28. Oktober

Judas Thaddäus und Simon Zelotes (Apostel) 1. Jh.

Judas Verehrung litt lange darunter, dass er oft mit Judas dem Verräter verwechselt wurde. Er verkündete in Mesopotamien das Evangelium.

Simon war vor seiner Berufung zum Apostel Anhänger der jüdischen Partei der Zeloten, die gegen die römische Herrschaft im Land kämpfte; später hat er in Palästina, Ägypten und Persien das Evangelium verkündet.

Patronate

Judas Thaddäus: in der Aussichtslosigkeit

Simon Zelotes: Waldarbeiter, Maurer, Weber

29. Oktober

Helene Kafka (1894-1943)

Nach Eintritt bei den „Franziskanerinnen der christlichen Liebe“ in Wien hieß sie fortan Schwester Maria Restituta. Im Krankenhaus Wien-Mödling arbeitete sie sich bis zur ersten Operationsschwester hoch. Sie verurteilte den „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich und stand in ihrem Bekanntenkreis im Mittelpunkt des Widerstandes gegen den Naziterror. Am 18. Februar 1942 wurde sie von der Gestapo verhaftet, am 19. Oktober vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und in der Nacht auf den 30. März 1943 in Wien enthauptet.

30. Oktober

Bernhard Schwentner (1891-1944)

Der wegen seiner Rechtschaffenheit und Aufrichtigkeit besonders angesehene Priester war den Nationalsozialisten missliebig. 1943 wurde er von einem Spitzel der Gestapo wegen angeblich staatsfeindlicher Äußerungen angezeigt und am 21. Oktober 1943 verhaftet. Obwohl Schwentner sich in der Zeit als Militätgeistlicher sehr eingesetzt und Freunde unter den Offizieren hatte, trat keiner für ihn ein. Die Bemühungen des Bischofs von Osnabrück, Herrmann Wilhelm Berning, um die Freilassung blieben erfolglos. Von der Haftzeit und der Zeit bis zur Hinrichtung wird berichtet, er habe diese in Ruhe und Abgeklärtheit „in der Nachfolge Jesu Christi“ angenommen und ein Gedicht verfasst. Das Todesurteil habe wohl schon anfänglich festgestanden. Am 15.09.1944 wurde Pfarrer Bernhard Schwentner vom Volksgerichtshof wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilt und am 30. Oktober 1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet.

Stolpersteinverlegung in Neustrelitz, Strelitzer Straße 28a (Wikipedia)

31. Oktober

Wolfgang von Regensburg (924-994)

Der Benediktiner Wolfgang setzte sich für eine gute Bildung ein und förderte das geistliche Leben im Klerus und im Volk, es entstanden Schulen und Klöster. Patronat: der Schiffer, Köhler, Bildhauer, bei Lähmungen und Schlaganfall, für das Gedeihen des Viehs

Kirchen-Kalendarisches im September

Den heiligen Schutzengeln geweiht

1. September

Ägidius (640-725) (Nothelfer)                     

Einer Legende zufolge nährte den Einsiedler eine Hirschkuh mit ihrer Milch; als der Westgotenkönig bei der Jagd das Tier erlegen wollte, fing Ägidius den Pfeil, der schon in der Luft war, und rettete so das Waldtier.

Attribute: Hirschkuh, Pfeil

Patron: der stillenden Mütter, für eine gute Beichte, Dürre

Bauernregel: „Ist Ägidi ein heller Tag, ich dir schönen Herbst ansag´.“

Aloys Scholz (Stolperstein) (17.3.1893-01.09.1942 im KZ Dachau)

Aloys war katholischer Priester und ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus. Er betätigte sich als Fluchthelfer über die Grenze zur Tschechoslowakei. Die am 15.03.1933 gelungene Flucht des SPD-Abgeordneten Dr. Helmuth Klotz wird Scholze später zum Verhängnis.
Im Mai 1941 wurde er u. a. wegen seiner regimekritischen Predigten verhaftet.

2. September

Apollinaris Morell (1739-1792)

1788 übernahm er die Seelsorge für die ca. 5000 deutschen Katholiken in Paris. Wie viele andere Priester auch verweigerte er den Eid auf die Zivilkonstitution des Klerus zur Verstaatlichung der Kirche. Daher wurde Apollinaris eingekerkert und am 2. September 1792 hingerichtet.

3. September

Phoebe (1. Jh.)

Phöbe ist die erste namentlich bekannte Diakonissin bzw. Diakonin. Sie hatte im Hafen von Korinth eine Art Sozialdienst eingerichtet, der sich vor allem um in Not geratene Reisende und Fremde kümmerte (um Nichtchristen genauso wie um Christen), da es in der Antike keine öffentlichen sozialen Einrichtungen gab. Sie unterstützte auch den Völkerapostel Paulus bei seiner Missionsarbeit. Bei ihm stand sie in so hohem Ansehen, dass er ihr eine seiner wichtigsten Schriften, den „Römerbrief“, anvertraute, damit sie ihn der römischen Christengemeinde überbringe. Historisches: Diakonissinnen wirkten wie Priester, predigten, hatten großen Anteil an der Seelsorge, vor allem im karitativen Bereich, führten wohl auch Beichtgespräche, spendeten die Kommunion, durften aber keine Messe lesen. Diakonissinnen gab es, wie auch außerkirchliche Quellen bestätigen, bis ins 4. Jhdt. Erst als das Christentum zur römischen Staatsreligion wurde und sich allmählich an die patriarchalische antike Gesellschaftsordnung anpassen musste, büßte die Frau auch im christlichen Gemeindeleben immer mehr von ihrer ursprünglichen Anerkennung als gleichwertiges Wesen auf weltlichem wie auf religiösem Gebiet ein. Ihr Anteil am kirchlichen Leben wurde im Laufe der Zeit mehr und mehr auf eine nur noch untergeordnete Rolle zurückgedrängt, obwohl Frauen 300 Jahre lang (angefangen mit Maria Magdalena) die Entwicklung des Christentums entscheidend mitgestaltet hatten.

 (Quelle: katholisch.de)

4. September                     

Jeanne-Antide Thouret (1765-1826)

Johanna ist die Gründerin des Ordens der „Töchter der Liebe unter der Schutzherrschaft von Vinzenz von Paul“.

Das Marienhospital Stuttgart wurde 1890 von der Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Untermarchtal e.V. gegründet.

Rosalia von Palermo (1130-1170)

In Palermo halten sich Gerüchte, dass die Mafia hohe Spenden an die „Bruderschaft der Heiligen Rosalia“ zahlt und dafür die Mafiosi sich ihren Reliquienschrein nach Hause holen dürfen, wenn ein Mafia-Boss Beistand benötigt.

Patronin gegen Pest

5. September

Mutter Teresa (1910-1997)

Agnes Gonxha Bojaxhiu wurde in Skopje (Nordmazedonien) geboren. 1929 nahm sie ihr Noviziat bei den Loreto-Schwestern in Darjeeling in Indien auf. Sie war zunächst in Kalkutta als Lehrerin tätig. 1948 trat sie mit kirchlicher Erlaubnis aus dem Orden aus und nahm sich der Armen und Kranken Kalkuttas an. Weitere Frauen folgten ihrem Beispiel und es kam zur Gründung der „Gemeinschaft der Missionarinnen der Nächstenliebe“.
Ihre Seligsprechung erfolgte 2003, die Heiligsprechung 2016.

1979 erhielt Mutter Teresa für ihr Engagement den Friedensnobelpreis.

„Wir können nicht alle großartigen Dinge tun,
aber wir können die kleinen Dinge in großartiger Liebe tun.“

6. September

Magnus (699-750/772)
„Apostel des Allgäus“

Patron des Viehs, bei Schlangenbissen, gegen Augenleiden und Feldungeziefer

In Schussenried findet jährlich im September zu Ehren des hl. Magnus (in Oberschwaben als „Sankt Mang“ bezeichnet) das sog. „Mangenfest“ statt.

7. September

Regina von Burgund (um 300)
Märtyrerin

Patronin der Zimmerleute, gegen Krätze, Räude und Geschlechtskrankheiten

Bauernregel: „Ist Regine warm und wonnig, bleibt das Wetter lange sonnig.“

Judith (um 550 v. Chr.)

Heldin aus dem Alten – Ersten – Testament

Judith rettet ihre Heimatstadt in Juda, indem sie sich als Überläuferin ausgab, nach einem Festmahl den feindlichen Heerführer Holofernes mit seinem eigenen Schwert tötete und so die Perser in die Flucht schlug.

8. September                 „Fest Mariä Geburt“

Ende des 5. Jahrhunderts entwickelte sich aus dem Weihefest der Kirche das Fest Mariä Geburt. Schon im 7. Jahrhundert wurde dieses Fest in der Ost- und Westkirche begangen. Dieses Fest der Geburt Mariens bestimmte auch den Termin des jüngeren Festes der Empfängnis Mariens neun Monate zuvor: den 8. Dezember.

Das Fest Mariä Geburt wird auch KLEINER FRAUENTAG genannt.

Bauernregel: „Wird Mariä Geburt gesät, ist´s nicht zu früh und nicht zu spät.“

Maria

Patronin der Christenheit, Lebkuchenbäcker und in allgemeinen Nöten und Anliegen

Hadrian (Adrian) von Nikomedien (um 300)
Märtyrer
Seine junge Witwe Natalia brachte die Gebeine nach Konstantinopel und setzte sie dort bei, worauf bald eine große Verehrung begann.

Patron gegen plötzlichen Tod und Pest

Sergius I., Papst (687- 701)

Mit dem Pontifikat von Sergius I., einem Syrer aus Palermo, nahmen die politische und die religiöse Abtrennung Roms und damit des Westens vom Osten ihren Anfang. Kaiser Justinianos II. ordnete seine Gefangennahme und Verbannung an; das römische Volk aber hinderte die kaiserlichen Soldaten mit Gewalt daran, Sergius I. festzunehmen, woraufhin der verantwortliche Offizier den Papst weinend um Gnade bat. Sergius hielt engen Kontakt zum Frankreich und zu England; durch die Weihe von Willibrord zum Bischof der Friesen legte er den Grundstein für die Nordmission.
Er führte in der Messliturgie das Agnus Dei ein und im Kirchenjahr mehrere Marienfeste.

9. September

Petrus Claver  SJ (1580-1654)
Bis zu seinem Tod widmete er sich den schwarzen Sklaven, die aus Afrika nach Kolumbien gebracht worden waren, den Gefangenen, Kranken und Sterbenden. Petrus wirkte als Lehrer und Missionar. Er richtete eine medizinische Versorgung ein und bekehrte Schwarze zum christlichen Glauben.

Er ist Schutzheiliger Kolumbiens und gilt seit 1985 als Patron der Menschenrechte.

10. September

Pulcheria (399-453)

Die Kaisertochter übernahm für ihren jüngeren Bruder Theodosius II. die Regierungsgeschäfte. Nach seinem Tod vermählte sie sich mit Markian, der als Nachfolger des Theodosius Kaiser wurde. Als Kaiserin setzte Pulcheria gegen den Willen des Papstes die Einberufung des Konzils von Chalkedon 451 durch, auf dem die göttliche Wesenheit deutlicher definiert wurde: Gott ist eine Natur in drei Personen.

11. September

Protus (ca. 265 oder um 305)

Protus erlitt zusammen mit Hyazinthus unter Kaiser Gallienus oder unter Kaiser Diokletian den Märtyrertod.

Bauernregel: „Steigt heut´ die Sonne feurig auf, folgt bald Regenwetter d´rauf.“

12. September                                „Mariä Namen“

Als Dankfest für die Befreiung Wiens richtete Innocenz XI. 1683 das im 16. Jahrhundert in Spanien entstandene Fest Mariä Namen am 12. September für die Weltkirche ein. Der neue Generalkalender hat das Fest gestrichen, weil sein Inhalt bereits im Fest Mariä Geburt enthalten ist. „Wegen des historischen Bezuges zum Sprachgebiet und der Verwurzelung im Volk“ (so der Text im Messbuch) blieb es aber im deutschen Regionalkalender erhalten.

Bauernregel: „An Mariä Namen kommen die Schwalben zusammen.“

13. September

Johannes Chrysostomus (350-407), Kirchenlehrer

Ruf seiner mitreißenden Predigten drang bald über die Grenzen Antiochiens hinaus, und er erhielt den Beinamen „Chrysostomus“, Goldmund. Als Patriarch von Konstantinopel wirkte er gütig und segensreich. Als er sich immer häufiger gegen die Prunksucht am kaiserlichen Hof aussprach und Bescheidenheit anmahnte, geriet er mit Kaiserin Eudokia, einer Heidin, in Streit. Folge waren: Intrigen, Absetzung und Verbannung.
Johannes Chrysostomus hat eine riesige Anzahl von Predigten Abhandlungen, Briefen und Homilien hinterlassen, die Zeugnis geben von seinem außergewöhnlichen Charisma und seiner menschlichen Größe.

Attribute: Bischofsgewand mit Evangelienbuch, Bienenkorb (wegen seines Fleißes bezüglich seiner Beredsamkeit), Engel, Taube (für den Heiligen Geist)

Patronat: der Prediger, gegen Epilepsie

Seine letzten Worte waren: „Gott sei gepriesen für alles.“

Tobias

Die Hauptperson im gleichnamigen Buch des Alten Testamentes wird vom Erzengel Raphael beschützt und begleitet.

Patronat: der Totengräber, Pilger, Reisenden und gegen Augenleiden

Bauernregel: „Um Tobias, wisse, gibt´ die ersten Nüsse.“

Notburga von Eben (von Rattenberg) (13./14. Jh.)
Die Tiroler Küchenmagd gab vom Mund abgesparte Küchenreste den Armen und Bettlern; damit zog sie sich die Missgunst ihrer Dienstgeberin zu.

Sie setzte sich für die Rechte von Dienstboten ein. Als sie einmal nach dem Feierabendläuten Weizen schneiden sollte, warf sie ihre Sichel in die Höhe, die daraufhin in der Luft schweben blieb.

Patronin: der Bauern, Dienstmägde, Armen, Trachten- u. Heimatverbände, der Arbeitsruhe und des Feierabends, für eine glückliche Geburt und allen Angelegenheiten der Land- u. Viehwirtschaft

Bauernregel: „Notburga Sonne – Bauern Wonne.“

14. September                                „Kreuzerhöhung“

In Jerusalem zeigte man schon im 5. Jh. am Tag nach dem Weihefest der Auferstehungskirche (13. September 335) dem Volk das Kreuzesholz. Daraus entstand das heutige Fest, das in allen östlichen Kirchen feierlich begangen wird und im 7. Jh. auch im Westen Eingang fand.

15. September                    „Gedächtnis der Schmerzen und Freuden Mariens“

Als Dankfest für die Rückkehr aus der napoleonischen Gefangenschaft führt Pius VII. 1814 den Gebotenen Gedenktag ein.

Als die sieben Schmerzen Mariens gelten:

  1. Spruch Simeons
  2. Flucht nach Ägypten
  3. dreitägiger Verlust des Jesusknaben
  4. Kreuzweg Jesu
  5. Kreuzigung Jesu
  6. Kreuzabnahme
  7. Grablegung Jesu

Nach anfänglichen Variationen bildeten sich – parallel zu den sieben Schmerzen Mariens – sieben Freuden aus:

  1. Verkündigung
  2. Heimsuchung
  3. Geburt Christi
  4. Anbetung der Könige
  5. Begegnung mit Simeon
  6. Wiederfinden Jesu im Tempel

Josef Kentenich (1885-1968)

Peter Josef Kentenich rief 1914 durch ein „Liebesbündnis mit der Mater ter admirabilis“ die „Schönstatt-Bewegung“ ins Leben. Sein Anliegen war die Formung eines „neuen marianischen Menschen“ in einer neuen Gemeinschaft unter dem Vorbild Marias.
Zwischen1941-1945 war er im KZ Dachau inhaftiert.

„Wir müssen Dinge sehen, die andere nicht sehen.
Der Glaube entschleiert uns ja die Wirklichkeit.“

16. September

Cornelius (3. Jh.), Papst (251-253)

Er vertrat eine milde und vergebende Bußpraxis gegenüber den während der Christenverfolgung abgefallenen Christen.

Im Rheinland verbreitet ist die Legende, die Cornelius auch zum Patron der Liebenden machte; sie erzählt, wie einst im Mittelalter der Herr der Burg in Selikum bei Neuss am Rhein durch einen jungen Künstler die nahe Corneliuskapelle ausschmücken ließ. Als aber des Burgherren Töchterlein sich in den Künstler verliebte und dieser sich in sie und die beiden heiraten wollten, fuhr der stolze Burgherr dazwischen: Da müsse schon der römische Papst selber ihren Bund segnen, ehe er zustimmen wolle. Und eben dies geschah: Cornelius neigte sich vom Altar der Kapelle herab und segnete das Paar. Die glückliche Hochzeit wurde dann mit Messwein gefeiert.

Patron der Bauern, des Rindviehs; gegen Epilepsie („Kornelkrankheit“), Krämpfe, Nerven- und Ohrenleiden; der Liebenden

Darstellung: als Papst, mit Tiara, mit Horn (Cornu = Horn), Buch, Schwert, Kreuzstab, Palme

Bauernregel: „Um Cornelius und Cyprian fangen die langen Nächte an.“

Cyprian (3. Jh.) Kirchenvater
Der Einfluss des großen Kirchenschriftstellers wirkte noch lange weiter – so griffen Martin Luther und Johannes Calvin mehr als 1250 Jahre später auf Ideen Cyprians zurück, etwa auf die Kindstaufe (die Cyprian befürwortet) und auf die Vorstellung, den Glauben als Gnade Gottes anzusehen.

Darstellung: als Bischof, mit Buch, Schwert, Palme, mit Cornelius

Patronat: gegen die Pest

17. September

Hildegard von Bingen (1098-1179)
Geschätzt wurde und wird die Äbtissin für ihre reichen Kenntnisse in Medizin und Naturwissenschaften, ihre Schriften, Briefe, Predigten sowie als Ratgeberin für Päpste, Adelige und das Volk.
Ihre tiefe Gottverbundenheit ging mit Visionen einher.

Patronin der Sprachforscher und Naturwissenschaftler

„Pflege das Leben, wo du es triffst.“

18. September

Lambert von Maastricht (7. Jh.)

Er setzte sich für die Erneuerung des christlichen Lebens ein und stieß damit auf den Widerstand der herrschenden Klasse. Menschen des Adels schikanierten ihn. Als Lambert gegen Graf Dodo bzw. Pipin die Rechte der Kirche verteidigte, wurde er von seinen Häschern mit einer Lanze ermordet. Da Lambert sich nicht gegen seinen Mörder zur Wehr setzte, galt er schon bald als Märtyrer.

Zu Ehren des hl. Lambertus wird im Münsterland noch heute das „Lambertusfest“ gefeiert.

Attribute: …glühende Kohlen; nach den Legenden trug er als junger Diakon um den Weihrauch zu entzünden glühende Kohlen im Chorhemd, ohne dass dieses verbrannte.

Patron: der Bauern, Chirurgen, Zahnärzte, bei Nierenleiden

20. September

Weltkindertag

www.weltkindertag.de

http://de.wikipedia.org/wiki/Kinderrechtskonvention

21. September

Matthäus, Apostel, Evangelist

Der Apostel und Evangelist Matthäus wird gelegentlich mit dem Zöllner Levi identifiziert. Er gilt als Verfasser des nach ihm benannten Evangeliums und soll später in Äthiopien und Persien gewirkt haben. Die Ausleger des Neuen Testaments unterscheiden zwischen dem Zöllner Levi, dem Apostel Matthäus und dem Verfasser des Matthäusevangeliums. Als Evangelistensymbol ist ihm ein Engel oder ein Mensch beigegeben.

Attribute: mit Buchrolle, Zählbrett

Patronat: der Zöllner, Finanzbeamten, Buchhalter, Bankbeamten, der Trinker und gegen Trunksucht

23. September

Pio von Pietrelcina (1887-1968)

„In den Büchern suchen wir Gott,
im Gebet finden wir ihn.
Das Gebet ist der Schlüssel zum Herzen Gottes.“

25. September

Niklaus von Flüe (1417-1487)

Bis zu seinem 50. Lebensjahr führte er ein Familienleben, war unter anderem Bergbauer und Ratsherr. Nach einem tiefen und mächtigen Ruf Gottes ließ er dann jedoch alles hinter sich und zog sich als Einsiedler Bruder Klaus zurück. In einer einsamen Schlucht des Melchaatals lebte er fast zwanzig Jahre nur aus der Kraft der Eucharistie und aus einer tiefen mystischen Gottverbundenheit. So wurde er für viele seiner Landsleute Berater und Friedensstifter.

Patron der Katholischen Landjugendbewegung

„Fried´ ist allwegen in Gott, denn Gott ist der Fried´.“

27. September

Vinzenz von Paul (1581-1660)

Er setzte sich für eine bessere Ausbildung der Priester ein.
Mit der hl. Louise von Marillac gründete Vinzenz eine Vereinigung von Frauen zur Betreuung armer und alleinstehender Kranker, die „Töchter der Liebe“.

Patron der Priester, Waisen, Gefangenen, der Waisen- und Krankenhäuser, aller Vereine und Werke der Nächstenliebe

29. September

Michael, Gabriel, Rafael

Engel sind Gesandte im Dienst Gottes. Michael ist der Vorkämpfer der gottestreuen Engel und wird in der Tradition der Begleiter der Seelen nach dem Tod gesehen. Gabriel begegnen wir als dem Verkünder der Geburt des Johannes des Täufers und der Geburt Jesu. Rafael ist der schützende Begleiter des Tobias und Heiler des Tobit im Alten Testament.

Patronate: Michael der Kirche und des deutschen Volkes („deutscher Michel“)
Gabriel des Nachrichtenwesens; Rafael der Kranken, Reisenden, Bergleute, Pest

30. September

Hieronymus (345-419/420)
Sophronius Eusebius Hieronymus in Stridon (Dalmatien, Kroatien) von christlichen Eltern geboren empfing die Taufe erst an seinem Studienort Rom. Er ist einer der vier großen Kirchenlehrer. Als Höhepunkt in seinem Schriftwerk wird die „Vulgata“ angesehen, eine lateinische Bibelübersetzung aus dem Hebräischen bzw. Griechischen. Bis heute sind von ihm 117 Briefe in außergewöhnlich klarer Sprache erhalten.

Patronat: von Dalmatien, der Theologen, Studierenden, Lehrer:innen, Schüler:innen, der Übersetzer:innen, der Universitäten, der Asketen, der Korrektoren, gegen Augenleiden

„Geirrt zu haben ist menschlich, und einen Irrtum einzugestehen ist Kennzeichen eines Weisen.“

Weitere Septemberbezeichnungen:

Herbstmonat, Scheiding, Obstmond, Holzmonat, Füllmonat

Bauernregeln: „Septemberrosen im Garten, lassen den Winter noch warten.“
„Gibt es viele Eicheln im September, fällt viel Schnee im Dezember.“
„Wenn im September die Grillen noch singen, wird der Bauer reichlich Korn einbringen.“

Kirchen-Kalendarisches im August

Der Himmelskönigin Maria geweiht

1. August                       Die Kettenfeier des Heiligen Petrus

Ein Engel kam in der Nacht zu Petrus ins Gefängnis und entzweite seine Ketten. Der Himmelsbote führte ihn an allen Wachen vorbei und befreite ihn somit.
Jahrhunderte später verbanden sich die beiden Kettenteile und wurden seitdem verehrt. Viele Kranke erhielten ihre Gesundheit durch das Berühren der Heiligen Ketten.

3. August

Lydia (1. Jh.)

Lydia lebte im 1. Jahrhundert in Philippi in Nordgriechenland und verdiente sich ihren Lebensunterhalt als Purpurhändlerin. Sie empfing von Paulus die Taufe und war damit „erste europäische Christin“.

Darstellung: als vornehme Frau, in großem Mantel, unter dem Kinder Schutz suchen.

Patronat: der Färber

4. August

Johannes Maria Vianney (1786 – 4.8.1859 in Ars)

Als Sohn einer Bauersfamilie wurde er in der Nähe von Lyon geboren; die schrecklichen Kriege Napoleons hinderten ihn daran, ins Seminar einzutreten. Als er endlich als Priesteramtskandidat studieren konnte, hatte er durch seine Unfähigkeit, Latein zu lernen, große Schwierigkeiten. Letztendlich wurde er aufgrund seiner Güte geweiht und in das Dorf Ars geschickt. Dort – so dachten seine Vorgesetzten – könne er keinen Schaden anrichten. Die Menschen kamen in Scharen nach Ars, um zu beichten, seinen Rat einzuholen, seine Predigten zu hören. Mit der Zeit saß er bis zu 18 Stunden täglich im Beichtstuhl. Eifersüchtige beschwerten sich beim Bischof und behaupteten er sei verrückt oder geistig labil. Der berühmte Bischof antwortete, er wünsche sich, dass alle Priester so verrückt seien. Der Priester von Ars starb, während er einem bereuenden Sünder zuhörte.

5. August                

Fest der Einweihung der Basilika Maria zum Schnee (Santa Maria Maggiore, Rom)

Schneewunder im August

Maria ist an diesem Tag Patronin der Färber, Spitzenmacher*innen und Stickerinnen.

Bauernregeln: „Regen an Mariä Schnee, tut dem Korn empfindlich weh.“
„Heut´ sollt´ es keinen Regen geben, denn wir wollen gutes Korn zum Leben.“

6. August

Fest der Verklärung Christi

Von der Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor, deren Zeugen Petrus, Johannes und Jakobus waren, berichten alle drei Synoptiker.

Bauernregeln: „Wenn beim Berggang des Herrn die Sonne strahlt, golden sich der Roggen mahlt.“

„Wenn der Herr auf Tabor steht, der Bauer sein Getreide mäht.“

8. August

Domenico Guzman (12./13.Jh.)
Predigerordensgründer
Armut und Studium waren die beiden Grundlagen des Dominikanerordens, der auf der Regel des Hl. Augustinus aufgebaut war.

Patronat: gegen Hagel

Domenikus: „Geh und bete; Gott wird vorsorgen.“

9. August

Edith Stein – auch: Teresa Benedicta vom Kreuz (1891- 9.8.1942)

Die Philosophin konvertierte vom Judentum zum Katholizismus. Für die Karmelitin war die Hl. Teresa von Avila eine wichtige Impulsgeberin auf ihrem Glaubensweg. 1938 wurde sie heimlich aus Deutschland in die Niederlande gebracht, um den Nazis zu entkommen. 1942 wurde sie dort mit ihrer Schwester Rosa (die ebenfalls konvertiert hatte) von der Gestapo verhaftet. Sie starb wahrscheinlich am 9. August in den Gaskammern von Auschwitz. Papst Johannes Paul II. hat sie 1998 heiliggesprochen und im folgenden Jahr zur (Mit)Patronin Europas ernannt – zusammen mit der Hl. Birgitta von Schweden und der Hl. Katharina von Siena.

Edith: „Mit dir selbst hab Geduld – Gott hat sie auch.“

10. August

Laurentius von Rom (3.Jh.)

Der Legende nach sollte Laurentius den Schatz der Kirche dem Kaiser ausliefern; er aber verteilte jedoch alles an Arme; trat dann mit ihnen vor Kaiser Valerius und sagte: „Sie sind der Schatz der Kirche.“

Der Heilige ist der erste sogenannte „Herbstbruder“, der den Anbau der herbstlichen Früchte einleitet.
Sternschnuppen, die Mitte August häufig fallen, werden „Laurentius-Tränen“ genannt.

Patronat: der Schüler:innen und Studierenden, Bibliothekare, Archivare, Konditoren

Bauernregel: „Sankt Lorenz kommt in finstrer Nacht ganz sicher mit Sternschnuppenpracht.“

11. August

Klara von Assisi (1194-1253)
Klara wurde in einer Grafenfamilie geboren. Fasziniert vom Beispiel des Hl. Franziskus verließ sie gegen den Willen des Vaters ihre Familie und lebte fortan in radikaler Armut, die sie vor Franziskus gelobte.

Attribute: Monstranz oder Ziborium

14. August

Maximilian Maria Kolbe (1894-1941)

Nach der Priesterweihe 1918 gründete er eine marianische Apostolatsvereinigung und engagierte sich seit 1922 in Polen und 1930 auch in Japan beim Aufbau einer katholischen Presse. Er war ein talentierter Mathematiker und Wissenschaftler. Seine Schriften erregten den Hass der Nazis; als die Deutschen 1939 Polen überfielen, wurde Kolbe mehrmals verhaftet und schließlich nach Auschwitz gebracht. Während der Gefangenschaft wurde er von SS-Wachen gefoltert. Beständig half er seinen Mitgefangenen. Er starb am 14. August 1941, nachdem er den Platz des verheirateten Familienvaters Franciszek Gajowniczek eingenommen hatte, der mit neun anderen Häftlingen als Strafe für die Flucht eines Mithäftlings zum Tod im Hungerbunker verurteilt worden war.

Patronat: der Journalisten

Der gerettete Familienvater Franz Gajowniczek war bei der Heiligsprechung Maximilians 1982 anwesend.

15. August                           Mariä Himmelfahrt

Kräuterweihe: Eine Legende, die Maria und die Kräuter verbindet, besagt, dass „wundersamer Kräuterduft“ das Grab Mariens erfüllt haben soll.

Die Kräuterbuschen-Zusammenstellung weicht regional voneinander etwas ab; hier die Hauptkräuter: Wermut, Kamille, Johanneskraut, Salbei, Königskerze, Spitzwegerich und Arnika

Bauernregel: „Um Mariä Himmelfahrt, das wisse, gibt es schon die ersten Nüsse.“

17. August

Hyazinth (13. Jhd.)

Beim Angriff auf Kiew soll er den Kelch und die schwere Alabasterfigur der Madonna aus der Kirche unbehelligt durch die Mongolenkrieger getragen haben.

Attribute: Dominikanerhabit, mit Kelch, Marienfigur, mitunter auch über das Wasser schreitend

Patron: von Kiew, Polen, Litauen, Russland, für eine leichte Geburt

18. August

Helena (3./4. Jhd.)
Die Mutter des römischen Kaisers Konstantin förderte die Ausbreitung des Christentums.

19. August

Johannes Eudes (1623 – 16.80)
Die Verehrung Jesu in Maria und die Verehrung Marias in Jesus sind nach J. Eudes nicht zu trennen.

20. August

Bernhard von Clairvaux (1090 – 1153)
                        „Leben heißt nicht fragen. Leben ist Antwort durch Leben und Tat.“

22. August

Fest des Unbefleckten Herzens der allerseligsten Jungfrau Maria

23. August

Rosa von Lima (Isabella Flores) (1586 – 1617)
Mit ihrer Heiligsprechung 1671 wurde Rosa von Lima zur ersten Heiligen Amerikas.

24. August

Bartholomäus (Natanael) Apostel
Er starb als Märtyrer in Armenien, wo ihm bei lebendigem Leibe die Haut abgezogen wurde. Aufgrund seines Martyriums wird Bartholomäus scherzhaft auch als „Patron der Steuerzahler“ bezeichnet.

25. August

Josef von Calasanz (1556 – 1648)

Patron der christlichen Volksschulen; der Kinder

26. August

Gregor von Pfalzel (707 – 777)

Patron gegen Lähmungen

27. August

Monika (332 – 387) (Mutter des Hl. Augustinus)

Patronin der christlichen Frauen und Mütter

28. August

Augustinus von Hippo (354 – 430) (Sohn der Hl. Monika)

Jahrelang hatte Mutter Monika dafür gebetet, dass ihr kluger – aber rebellischer – Sohn zur Besinnung kommt und sein zügelloses Leben bereuen möge. Die endgültige Bekehrung ihres Sohnes erfolgte auch unter dem Einfluss des Hl. Ambrosius von Mailand.

Augustinus gilt als einer der größten unter den westlichen Kirchenvätern. Er hatte enormen Einfluss auf die christliche Theologie und die westliche Zivilisation. Nichts davon wäre passiert, wenn seine Mutter sich nicht auch in seinem Erwachsenenalter um ihn gesorgt hätte.

Patron der Theolog:innen

Augustinus: „Nicht Worte sucht Gott bei dir, sondern das Herz.“

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