Autor: agreb

Kirchen-Kalendarisches im Dezember

Christmonat
und
Der unbefleckten Empfängnis Mariä geweiht

Weihnachtskreis – Der Advent

1.Dezember

Charles de Foucauld (1858-1916)

Der gebürtige Straßburger führte in jungen Jahren mit seinem ererbten Reichtum ein recht freies Leben. Bereits als Sechsjähriger wurde er als Waise in die Obhut seines Großvaters gegeben. 1885 bekehrte er sich und lebte als Einsiedler in Tunesien.

„Es gehört zu deiner Berufung, das Evangelium von den Dächern zu rufen,
nicht durch dein Wort, sondern durch dein Leben.“

Blanka (Blanche, Bianca) von Kastilien (12./13. Jh.)

Sie führte mit Klugheit und großem Verständnis für politische Vorgänge die Regentschaft. Sie erzog ihren Sohn König Ludwig IX. zu einem verantwortungsbewussten Herrscher.

Natalia von Nikomedien (3./4. Jh.)

Sie kümmerte sich um die Gefangenen (der Christenverfolgung) in den Gefängnissen.

2. Dezember

Luzius von Chur (5./6. Jh.)

Missionar in der Schweiz

Attribute: Bär und Pflug

3. Dezember

Franz Xaver SJ (16. Jh.)

Päpstlicher Legat in Ostindien und Japan

Patronat: der Seefahrer, der Missionen, um eine gute Sterbestunde, bei Sturm und Pest

„Selbsterkenntnis ist eine besondere Gnade Gottes,
wer sie wünscht, muss darum bitten.“

4. Dezember                       

Adolph Kolping (1813-1865)

Der „Gesellenvater“ kam aus einer armen Schäferfamilie und erlernte das Schusterhandwerk. Auf der Wanderschaft als Geselle lernte er das Elend der Handwerksburschen kennen. Mit 23 Jahren begann er unter unvorstellbaren Entbehrungen zu studieren und wurde schließlich 1845 zum Priester geweiht. Der gegründete „Katholischen Gesellenverein“ hat-te zum Ziel den Gesellen Halt in Geborgenheit zu geben und sie in ihrem christlichen und menschlichen Leben zu stützen. Seine Organisation, die „Kolpingheime“, verbreitete sich mit erstaunlicher Schnelligkeit über ganz Europa und bis nach Nordamerika.

„Schön reden tut´s nicht, die Tat ziert …“

Barbara (2./3. Jh.)

Barbara gehört zu den 14 Nothelfern. Mit den Heiligen Katharina und Margarete bildet sie die „Drei heiligen Madeln“.

Vom Vater wegen ihres Glaubens in einen Turm gesperrt, hegte sie ein Zweiglein, dessen Blüten ihr Trost in schweren Stunden spendeten.

Brauch: Geschnittene Barbarazweige von Obstbäumen erblühen zu Christi Geburt.
Tricki: Sollte das Wetter zu mild sein und die Ästchen keinen Frost erfahren haben, können sie für eine Nacht in den Tiefkühlschrank gesteckt werden; die Minusgrade sind wichtig, damit die zum Blühen notwendigen Enzyme freigesetzt werden.

Patronat: der Bergleute, (weil sie durch einen Felsspalt floh), der Türme, vieler Berufe,
der Mädchen, der Feuerwehr, gegen Feuer und Gewitter

5. Dezember

Anno von Köln (11. Jh.)

Der armen Bevölkerung ließ er großzügige Hilfe zukommen, so erhielt er den Ehrentitel „Blüte und Licht Deutschlands“.

6. Dezember

Nikolaus von Myra (3./4. Jh.)

Es existiert eine große Zahl an Legenden, worin er Helfer in vielen Notsituationen ist.

Patronat: der Rechtsanwälte, Kinder, Schüler, Pilger, um eine glückliche Heirat, die Befreiung von Gefangenen, Wiedererlangung von Gestohlenem, gegen Falschurteile, Seenot und Diebe

Henrike (Heike) Faßbender (19. Jh.)

Die Franziskanernonne wollte mit vier Gefährtinnen 1875 auf einem Dampfer in die U.S.A. reisen, um deutsche Auswanderer seelsorgerisch zu betreuen. Als das Schiff am 6. Dezember in Seenot geriet und kein anderes Schiff in der Nähe war, um die Passagiere aufzunehmen, verzichteten die Frauen zugunsten von Familienvätern auf einen Platz in den Rettungsbooten. Die Geretteten hörten noch lange, wie die Schwestern gemeinsam mit anderen dem Untergang Geweihten laut beteten und das Lied „Näher mein Gott zu dir“ sangen, bis das Schiff versank und Stille eintrat.

7. Dezember

Benedetta (Benedikte) Rosselo (1811-1880)

Schwester Maria Josefa gründete mit Hilfe einiger Freundlinnen zwei Schulen für kleine Mädchen. Aus der Begeisterung für den Lehrer*innenberuf entstand schließlich das Institut „Töchter der Barmherzigkeit“; die besonderen Bemühungen lagen im Freikauf von schwarzen Sklavenkindern.

Ambrosius von Mailand (4. Jh.)

„Das Schlimmste für einen Philosophen ist,
dass man die Philosophie nie wieder loswird.“

8. Dezember
       Fest der Unbefleckten Empfängnis der allerseligsten Jungfrau Maria

Dieser Tag erlangte durch die Marienerscheinung von Lourdes besondere Bedeutung: Hier ist Maria 1858 dem Bauernmädchen Bernadette Soubirous erschienen.

9. Dezember

Abel

Abel, der Zweitgeborene von Adam und Eva, ist eine Symbolgestalt – genauso wie sein älterer Bruder Kain.
Kains Opfer wird zurückgewiesen, Abels Opfer wird von Gott angenommen, da es aus ehrlicher Gesinnung heraus dargebracht wurde.

10. Dezember

„Loreto-Fest, Übertragung des Heiligen Hauses nach Loreto“

Einer schriftlichen Chronik aus dem 15. Jahrhundert zufolge kam das Geburtshaus der heiligen Jungfrau Maria auf wundersame Weise aus Nazareth auf den Hügel von Trsat. Auf Trsat verweilte es – derselben Überlieferung zufolge – drei Jahre lang, woraufhin es auf ebenso wundersame Weise am 10. Dezember 1294 nach Loreto auf die gegenüberliegende Seite des Adriatischen Meeres überführt worden sein soll, wo es sich auch heute noch befinden soll.

11. Dezember

Daniel (5. Jh.)

Daniel der Säulensteher, stand 33 Jahre lang, mit nur kurzen Unterbrechungen, auf einer breiten Säule und predigte von dort herunter.

12. Dezember

„Unsere Liebe Frau von Guadalupe“

Die „Jungfrau von Guadalupe“ ist ein Gnadenbild Marias. Vom 09. Dezember bis 12. Dezember 1531 erschien im Stadtviertel Guadalupe am nördlichen Stadtrand von Mexiko-Stadt dem Indigenen Juan Diego Cuauhtlatoatzin der Überlieferung zufolge viermal eine schöne Frau, die sich „Maria, die Mutter des einzig wahren Gottes (…), durch den das Leben ist, des Schöpfers der Menschen, des Herrn“ bezeichnete.

Ida von Nivelles (12./13. Jh.)

Patronin gegen Zahnschmerzen und Qualen im Fegefeuer

13. Dezember

Odilia von Odilienberg (7. / 8. Jh.) (auch: Ottilie)

Die Legende erzählt, Odilia sei bei ihrer Geburt blind gewesen und konnte bei ihrer Taufe plötzlich sehen.

Patronin bei Augen-, Ohren- und Kopfkrankheiten

Der Odilienberg bei Straßburg wird heute auch als der „heilige Berg des Elsass“ bezeichnet.

Lucia (3. Jh.)

Ihr Brauchtum erstreckt sich vom sonnigen Sizilien bis ins kühle – im Winter draußen dunkle – Skandinavien.

Lucia hat ihre verfolgten Glaubensgeschwister unterstützt, indem sie Lebensmittel in die Verstecke brachte. Damit sie in der Dunkelheit beide Hände zum Tagen frei hatte, soll sich die Leuchtende (so ihr Name übersetzt) einen Lichterkranz auf das Haupt gesetzt haben.

Patronin der Blinden, der kranken Kinder, der (reuigen) Dirnen, …., gegen Augenleiden, Halsschmerzen, Infektionen

14. Dezember

Franziska Schervier (19. Jh.)

Schon als junge Frau zu Aachen gründete sie zahlreiche Armenhilfeeinrichtungen, z.B. die „Johannisküchen“ für die Verpflegung von Hungernden. 1845 rief sie den Orden „Arme Schwestern vom heiligen Franziskus“ ins Leben, die Tag und Nacht für andere im Einsatz stehen. Ihr Hauptaugenmerk gilt der Betreuung von Frauen und Mädchen in Zuchthäusern und der Rückführung von weiblichen Kriminellen ins normale Leben.

Johannes von Kreuz auch: Juan von Ávila (16. Jh.)

Mystiker und Kirchenlehrer

„Willst du dahin kommen, alles zu besitzen,
suche nichts zu besitzen.“

15. Dezember

Carlo Steeb (18. / 19. Jh.)

Der ursprünglich protestantische Tübinger konvertierte zum römisch-katholischen Glauben und empfing 1796 die Priesterweihe. Seine Hauptaufgabe sah er in der Seelsorge in den Armenvierteln, Krankenhäusern und Gefängnissen.
Zur Fortführung seiner karitativen Tätigkeit gründete er die Kongregation der „Schwestern der Barmherzigkeit“; diese wirken heute in Europa, Afrika und Südamerika.

Christiana (Nina, Christa) (3./4. Jh.) („Erleuchtete Georgiens“)

Durch die Kraft des Gebetes soll die versklavte Frau auch Kranke geheilt haben.
Als die georgische Königin Nana erkrankte, habe sie Christiana heimlich zu sich gerufen und konvertierte nach ihrer Heilung. König Mirian III wurde auch durch ein Wunder überzeugt. Daraufhin erklärte er das Christentum zur Staatsreligion.

16. Dezember

Adelheid (10. Jh.)

(Namenstag auch von: Heidi, Elke, Heidrun, Heidelinde, Heidemarie, Adelaide, Alida, Etelka, Alice, Adele, Ada, Adeline, Alina)

Sie galt als die „kaiserlichste aller Kaiserinnen“: Adelheid von Burgund prägte wie kaum eine Frau die politischen Verhältnisse des europäischen Mittelalters.

Noah (aus dem Ersten Testament) (auch 19.12.)

Archeerbauer;

Der Regenbogen, der am Schluss der großen Flut erschien, sollte das Symbol sein für die Verbindung zwischen Gott und den gottesfürchtigen Menschen

Haggai (500 v. Chr.)

Prophet

17. Dezember

Lazarus

Bruder von Marta und Maria in Betanien, Freund Jesu, von diesem vier Tage nach seinem Tode auferweckt.

Johannes von Matha (12. Jh.)

„Engel der Sklaven“

Der gegründete Trinitarierorden befreite Menschen aus der Gefangenschaft und kaufte Sklaven frei.

Jolanda (Jolantha) (13.Jh.)

Olympia(s) (4./5. Jh.)

Die Witwe und Diakonissin in Konstantinopel gab ihr gesamtes Vermögen für karitative Zwecke aus. Als sie das Leben am Kaiserhof kritisierte und die Vornehmen an ihre sozialen Pflichten erinnerte, musste sie fliehen.

18. Dezember

„Fest der Erwartung der Niederkunft der seligen Jungfrau“

Da das freudenvolle Fest Mariä Verkündigung am 25. März fast immer in die Zeit des Leidens und Sterbens unseres Herrn fällt, verlegte man dieses große Fest auf den 18. Dezember, um sowohl die Verkündigung als auch die göttliche Mutterschaft der seligen Jungfrau Maria zu feiern.
Das Fest eine Woche vor Weihnachten steht unter der freudigen Erwartung der Geburt des Heilandes und dem Gedenken an die Menschwerdung Christi. Wir widmen uns der Vorbereitung auf die Geburt Christi.  

Luise Hensel (18./19. Jh.)

Die Lehrerin und Krankenschwester konvertierte aus dem Protestantismus zum neu belebten Katholizismus. Die schwärmerische Dichterin verfasste das Gedicht „Müde bin ich, geh zur Ruh“, das eigentlich nicht nur speziell für Kinder gedacht war.

19. Dezember

Benjamin (1800 v. Chr.)

Benjamin bedeutet „Sohn der glücklichen Seite“; er war der jüngste Sohn von Jakob und Rachel und der Bruder des ägyptischen Joseph.

20. Dezember

Julius von Gelduba (Gildup) (2./3. Jh.)

Der christliche Soldat weigerte sich für den römischen Kaiser Diokletian Angriffskriege zu führen. Weiters wollte er nicht gegen Aufständische, die berechtigte Anliegen vorbrachten, mit Waffengewalt vorgehen.

21. Dezember                    

Thomas-Tag (Heiliger Thomas eigentlich 3. Juli)

Das Brauchtum des Thomastages am 21. Dezember ist fast durchgängig vorchristlichen Ursprungs. Im südlichen Deutschland und Österreich galt nämlich die Nacht vom 21. Auf den 22. Dezember als die längste und als erste der Rauhnächte.

Bauernregel: „Wenn Sankt Thomas dunkel war, gibt*s ein schönes neuer Jahr.“

22. Dezember

Cäcilie Maria Autsch

Schwester Angela gehörte dem Trinitarierorden an. 1940 wurde sie von der Gestapo verhaftet, weil sie vom Ortsgruppenleiter denunziert worden war. Sie hatte gesagt: „Hitler ist eine Geißel für ganz Europa.“ Man brachte sie ins KZ Ravensbrück, 1942 nach Auschwitz, wo sie für die Wäschekammer und die Verteilung des Essens zuständig wurde. Sie tat alles, um ihren Mithäftlingen helfen zu können. Unter höchster Lebensgefahr besorgte sie für die Frauen warmes Wasser und Seife, steckte ihnen, wann immer es möglich war, Extrarationen zu, nähte heimlich die zerrissenen Kleidungsstücke und versteckte erkrankte Häftlinge in der Wäschekammer. Bald nannte man Schwester Angela den „Engel von Ausschwitz“. Kurz vor Weihnachten, am 22. Dezember 1944 war ihre Lebensuhr abgelaufen. Eine überlebende jüdische Ärztin schrieb später über sie: „In dieses Irrenhaus kam Schwester Angela wie ein Lächeln der Morgenröte, wie ein Strahl des Sonnenlichts. Inmitten des fürchterlichen Elends entstand hier eine Insel der Zärtlichkeit.

23. Dezember

Servulus von Rom (6. Jh.)

Servulus war ein gelähmter Bettler. Er war besonders glücklich, wenn jemand ihm, dem Analphabeten, etwas aus der Bibel vorlas.

24. Dezember

„Vigil von Weihnachten“

Die ersten Menschen Adam und Eva

25. Dezember

„Das hohe Weihnachtsfest“

Anastasia (3./4. Jh.)

Patronin: gegen Kopfkrankheiten, Brustleiden, gegen Pressezensur

26. Dezember

„Fest des Heiligen Erzmärtyrers Stephanus“

Stephanus (1. Jh.)

Er war einer der sieben Diakone der Urgemeinde in Jerusalem.

Katholiken sind seit 2003 aufgefordert, am Stephanstag für ihre verfolgten Mitchristen in der ganzen Welt Fürbitte zu halten.

Auch in der evangelischen Landeskirche wird heute aller verfolgten Christen gedacht.

27. Dezember

„Fest des Heiligen Johannes“

Johannes

Er und sein älterer Bruder Jakobus, wegen ihres Temperaments „Donnersöhne“ genannt, waren Jünger Johannes des Täufers, bevor sie sich Jesus anschlossen. Sterbend am Kreuz, vertraute Jesus seinem Lieblingsjünger seine Mutter Maria an.

Patron der Bildhauer, Notare, Schriftsteller, Kerzenfabrikanten, für die Freundschaft und gute Ernte, gegen Hagel und Vergiftung

28. Dezember

Thaddäus Studietes (8./9. Jh.)

Thaddäus war ein Sklave. Nachdem die christlich gewordene Familie ihm die Freiheit geschenkt hatte, wurde er Mönch.

„Fest der Heiligen Unschuldigen Kinder“

29. Dezember

Thomas Becket (12. Jh.)

Auf Drängen des Königs Heinrich II. wurde er Erzbischof von Canterbury. Er führte ein bescheidenes Leben, sorgte sich um Arme, verteidigte die Freiheit und die Rechte der Kirche. Weil es dadurch jedoch zu Spannungen mit dem König kam, weilte Thomas in Frankreich.

30. Dezember

Lothar (9. Jh.)

Kaiser und Sohn Ludwigs des Frommen hatte seinen Vater bekämpft und ihn sogar gefangen genommen. Doch er bereute sein Verhalten, entsagte der Herrschaft und zog sich als Büßer in ein Kloster zurück.

31. Dezember

Silvester I

Patron für ein gutes neues Jahr, für die Haustiere und gute Futterernte

Kirchen-Kalendarisches im November

Den heiligen Patronen geweiht

auch: Allerseelenmonat

1. November

Das Fest Allerheiligen („Kleines Osterfest“)

Rupert Mayer (1876 in Stuttgart – 1.11.1945 in München)

Rupert Emil Mayer wurde 1898 zum Priester geweiht und trat 1900 in den Jesuitenorden ein. Nach dem Ersten Weltkrieg, in dem er sein linkes Bein verlor, wirkte er als Männerseelsorger in München. Wegen seines Kampfes gegen den Nationalsozialismus wurde er im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Weil er jedoch in München hohes Ansehen genoss, schickte man ihn schließlich in die Abtei Ettal, wo er vier Jahre bis Kriegsende für die Öffentlichkeit verborgen leben musste.
Beim Antritt seiner Gefängnishaft vor den damals Machthabenden abgegeben:

„Den Priesterberuf ergriff ich aus Liebe zu den Menschen.“

2. November                                                                                                                                          
Gedächtnis für die verstorbenen Seelen – ALLERSEELEN

Heute feiert die Kirche das Gedächtnis Allerseelen, das Odilo von Cluny 998 als Gedächtnistag für alle verstorbenen Gläubigen einführte.

Angela von Stollberg (1833-1905)

Die Ordensfrau wurde in Kamie´n Maly, Polen geboren und auf den Namen Agnes getauft. 1863 trat sie in Breslau den „Hedwigschwestern“ bei und schloss sich 1871 der Genossenschaft der „Schwestern vom Armen Kinde Jesu“ an; die Schwestern des Ordens setzen sich bis heute für die Bildung von Kindern, gegen Kinderarbeit und für die Krankenpflege ein.

3. November

Hubert von Lüttich (727)

Der Heilige Hubertus gilt als der Schutzpatron der Jäger und Hunde. Oft finden ihm zu Ehren an diesem Tag Hubertusmessen oder Hubertusjagden statt. Vielerorts gibt es auch von der Jägerschaft errichtete Hubertuskapellen.
Hubertus, ein französischer Adeliger, zog sich nach dem Tod seiner geliebten Frau für viele Jahre in die Wälder zurück und frönte der Jagd. Der Legende nach erschien ihm dabei auf einem seiner Pirschgänge ein Hirsch, der ein leuchtendes Kreuz zwischen seinen Geweihstangen trug. Durch diese Erscheinung bekehrt, änderte Hubertus sein Leben grundlegend. Er wurde tiefgläubig, ließ sich zum Priester und später zum Bischof weihen.

Patronat: gegen Hunde- u. Schlangenbisse, der Metzger, Optiker:innen, Metallarbeiter:innen, Mathematiker:innen, Schellenmacher:innen, bei Wasserscheu

4. November                      

Karl Borromäus (1538-1534)

1563 empfing er die Priester- und die Bischofsweihe und wurde zum Erzbischof von Mailand ernannt. Er gründete Priesterseminare und andere Institute, um den Ausbildungsstand des Klerus zu heben. Zudem widmete er sich den Armen und Kranken.

Borromäussonntag: 1925 beschloss die Fuldaer Bischofskonferenz, den Sonntag nach dem 4. November als „Borromäussonntag“ zu begehen. An diesem Tag sollen die Priester die Gläubigen auf die örtlichen Pfarrbüchereien hinweisen und für das „gute Buch“ werben. Heute wird der „Borromäussonntag“ üblicherweise als „Buchsonntag“ bezeichnet.

Attribute: mit Büchern und Totenkopf, Geißel, Pfeife

Patronat: der Seelsorger:innen, Priesterseminarist:innen, Katecheten, Katechumenen, der Pest

„Immer das Beste hoffen, aber auch immer das Beste tun.“

5. November

Elisabet – Mutter von Johannes dem Täufer

Hochbetagt soll Elisabet, Ehefrau Zacharias´, Johannes den Täufer geboren haben, der als „Vorläufer des Messias“ bezeichnet wurde.

Bernhard Lichtenberg (1875-1943)

Als Pfarrer betete er öffentlich für christliche Nichtarier, Juden sowie Häftlinge in Gefängnissen und in den KZ. Deshalb wurde er 1941 verhaftet und 1942 wegen des Vergehens gegen das Heimtückegesetz und den Kanzelparagraphen verurteilt. Er starb am 5. November 1943 auf dem Weg in das KZ Dachau in Hof an den Folgen seiner Inhaftierung. Er zählt zu den Gerechten unter den Völkern in Yad Vashem.

6. November

Leonhard von Noblac (6.Jh.)

Er verzichtete auf eine glänzende Stellung am königlichen Hof und zog sich in eine Einsiedlerzelle zurück. Seine Behausung wurde im Laufe der Zeit zum Ziel von Rat Suchenden und Verzweifelten. Besonders lagen ihm die Gefangenen am Herzen. Durch seinen persönlichen Einsatz gelang es ihm immer wieder, zumal er bei der Obrigkeit großes Ansehen genoss, zahlreiche Unglückliche aus der Gefangenschaft zu befreien. Nach seinem Tod wurde der Menschenfreund zu einem der meistverehrten bäuerlichen Patrone; weil man sein Attribut – die Ketten der Gefangenen, mit denen er dargestellt wurde – für Viehketten hielt.

Brauchtum: Leonhardi-Umritte

Patronat: der Bauern, des Viehs und der Pferde, der Wöchnerinnen und Schwangeren, für eine gute Geburt, der Gefangenen

Bauernregel:

„Hängt das Laub bis Leonardi hinein, so wird der Winter ein langer sein.“

Christine von Stommeln (13. Jh.)

Die Mystikerin lebte als Begine, als Mitglied einer religiösen Vereinigung nicht verheirateter Frauen und Witwen, welche sich Werken der Nächstenliebe, frommen Übungen und dem Unterricht widmeten.
Die zu der spätmittelalterlichen Reformbewegung gehörenden Laienschwestern wurden im Spätmittelalter von der Inquisition als „Häretikerinnen“ verfolgt und als „antiklerikale Laienbewegung“ verboten, weil sie gegen die kirchliche Hierarchie auftraten.

7. November

Willibrord von Echternach (6./7. Jh.)

Apostel der Friesen

Patronat: bei Epilepsie und Zuckungen

Interessantes: In Echternach findet seit dem 15. Jh. jedes Jahr am Pfingstdienstag die sog. „Springprozession“ zum Grab des hl. Willibrord statt.

Engelbert I. von Köln (12./13. Jh.)

Er war bereits mit 14 Jahren zum Domprobst von Köln ernannt worden. Engelbert war noch zu jung, um zu erkennen, was in der Politik als Recht oder Unrecht galt. Er tat Buße und wurde 1216 zum Erzbischof von Köln ernannt. Er bewirkte einen religiösen, geistigen und wirtschaftlichen Neubeginn. Bald galt er als Schirmherr der Armen und Schwachen und beschützte das Volk vor den Eingriffen der habgierigen Landvögte, was ihm letztendlich zum Verhängnis wurde. Das Volk, das ihn geliebt und geachtet hatte, trauerte lange Zeit um seinen Erzbischof.

8. November

Claudio (3. Jh.)

Claudius war ein talentierter römischer Bildhauer. Weil er als Christ kein heidnisches Götterstandbild schaffen wollte, wurde er in einen eisernen Käfig eingeschlossen und im Meer versenkt.

Maximiliana von Wartenberg

Die Äbtissin im Angerkloster in München starb nach einem Leben der Nächstenliebe.

Willehad (8. Jh.)

Apostel der Sachsen

9. November

Weihetag der Lateranbasilika in Rom. Diese später „San Giovanni in Laterano“ genannte Kirche ist die ursprüngliche Kathedrale des Papstes und gilt als „Mutter und Haupt aller Kirchen des Erdkreises“.

10. November

Leo der Große (5. Jh.)

Seine zahlreichen Briefe und Predigten zeigen ihn als Theologen mit großer Sprachbegabung.

Patronat: der Sänger, Organisten und Musiker

Karl Friedrich Stellbrink (1894-10.11.1943)

Der evangelisch-lutherische Pastor äußerte sich von der Kanzel herab kritisch über die Politik der Nationalsozialisten.

Als Lübecker Märtyrer werden die drei katholischen Priester Johannes Prassek, Eduard Müller und Hermann Lange sowie der evangelische Pastor Karl Friedlich Stellbrink bezeichnet. Sie wurden am 10. November 1943 kurz hintereinander in der Untersuchungshaftanstalt Hamburg durch Enthauptung hingerichtet.

Die drei katholischen Geistlichen wurden am 25. Juni 2011 seliggesprochen.

An Stellbrink wird seit 1969 im Evangelischen Namenskalender erinnert.

11. November

Martin von Tours (4. Jh.)

Der römische Reitersoldat, der seinen Mantel für einen Bettler teilte, ist der erste Nichtmärtyrer, der in der abendländischen Kirche als Heiliger verehrt wurde.

Im Laufe seines Bischoflebens musste er Kompromisse mit ihm unliebsamen und brutalen Mächtigen (Ithacius) schließen, damit das Leben von Menschen bewahrt wird. Nachteile in Kauf nehmen, um höhere Ziele zu erreichen!

Patronat: der Diözesen Mainz und Rottenburg, des Kantons Schwyz, der Soldaten und Reiter, der Waffenschmiede, der Weber, der Schneider, der Hoteliers, Müller, Winzer, Gastwirte, Hirten, Reisenden

12. November

Diégo von Alcalá (Didacus) (15.Jh.)

Der Franziskaner aus Andalusien besaß die Gabe der Krankenheilung.

13. November

Carl Lampert (9.1.1894-13.11.1944

Der Priester aus Vorarlberg, seit 1930 Provikar der Apostolischen Administration Innsbruck, wurde mehrmals von der Gestapo in Schutzhaft genommen und schließlich ins KZ Dachau eingeliefert. Einige Zeit später schickte man ihn in die Verbannung nach Pommern; dort wurde er auf die Verleumdung eines Spitzels hin verhaftet und in Halle an der Saale hingerichtet.

Carl Lampert war der ranghöchste Geistliche Österreichs, der unter dem Hitler-Regime seiner religiösen Überzeugung wegen das Leben lassen musste.

„Herr Kommissar, ich liebe meine Kirche. Ich bleibe meiner Kirche treu und
auch dem Priesteramt: Ich stehe für Christus und liebe seine Kirche!“

14. November

Nikola Tavelic´ (14. Jh.)

Der Franziskanerpater aus ´Sibenik (Kroatien) wirkte als Volksmissionar in Bosnien, ging dann nach Jerusalem; voll Übereifer wollte er dort vor der Omar-Moschee predigen und sich dafür vom lokalen religiösen Oberhaupt der Moslems die Genehmigung einholen. Stattdessen wurde er eingekerkert und schließlich mit dem Schwert hingerichtet.

Bernhard Letterhaus (1894-1944)

Der Verbandssekretär der Kath. Arbeitervereine Westdeutschlands war auch Abgeordneter der Zentrumspartei im Preußischen Landtag. Er bemühte sich den Katholischen Arbeiterverein von der Ideologie des Nationalsozialismus fernzuhalten. Nach dem missglückten Hitlerattentat am 20. Juli 1944 wurde er mit anderen Widerstandskämpfern verhaftet und in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

15. November

Albert der Große (13. Jh.)

Schon damals „doctor universalis“ genannt, war er mit dem ganzen Wissen der Theologie, Philosophie, und Naturwissenschaften seiner Zeit vertraut. Sein Ansehen war so groß, dass er immer wieder als Vermittler und Friedensstifter angerufen wurde.

Patron der Studenten, Philosophen, Theologen, Naturwissenschaftler

16. November

Margareta von Schottland (11. Jh.)

Sie förderte die Kultur und Erziehung und widmete sich den Armen der Gesellschaft.

17. November

Gertr(a)ud von Helfta (13. Jh.)

Zeit ihres Lebens erlebte sie mystische Schauen, deren Inhalt sie niederschrieb. Aber trotz ihrer Begnadigung zog sie jederzeit auch den kleinsten Dienst der Nächstenliebe mystischer Betrachtung vor.

18. November

Kaiser Konstantin ließ im 4. Jh. über den Stätten des Martyriums der „Apostelfürsten“ Petrus und Paulus großzügig ausgestaltete Basiliken errichten, deren Kirchenweihfest seit dem 11. Jh. am 18.11. gefeiert wird.

19. November

Elisabeth von Thüringen (13. Jh.)

Die ungarische Königstochter kam mit vier Jahren auf die Wartburg. Vierzehnjährig wurde sie mit dem thüringischen Landgrafen Ludwig IV. vermählt, dem sie drei Kinder schenkte. Leider verstarb Ludwig auf einem Kreuzzug. Ihre tiefe Christusliebe führte sie zur Einfachheit und zu den Kranken und Notleidenden. Sie verließ die Wartburg und gründete in Marburg ein Spital, wo sie sich um Arme und Kranke kümmerte.

Patronin der Witwen, Waisen, Notleidenden, unschuldig Verfolgten,
zweite Patronin der Caritas

„Seht, ich habe es immer gesagt:

Man muss die Menschen froh machen.“

20. November

Felix von Valois (12./13. Jh.)

Felix gründete mit Johannes von Matha den Trinitarierorden. Bis heute widmen sich die Ordensmitglieder hauptsächlich der Strafgefangenenseelsorge, früher setzten sie sich für die verschleppten und versklavten Christen in moslemischen Ländern ein.

21. November                    

„Fest Mariä Opferung“

Offiziell trägt das Fest heute einen anderen Namen:

„Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem“

Im apokryphen Jakobusevangelium heißt es:

Joachim und Anna hatten beschlossen, ihr Kind Maria zum Jerusalemer Tempel hinaufzubringen, um es dort Gott zu weihen, genauso, wie sie es vor der Geburt versprochen hatten. Im Alter von drei Jahren brachten sie Maria schließlich in den Tempel und übergaben sie dem Priester, welcher über das Kind den Segen sprach.

Amalia von Susteren (7./8. Jh.)

Amalia gehört zu jenen stillen Heiligen, die von der großen Welt unbemerkt blieben, aber in ihrer kleinen Welt unsagbar viel Gutes tun konnten. Sie lebte vor, wie man als Vorgesetzte nicht nur durch Strenge und Distanz Anerkennung finden kann, sondern dass Autorität auch durch einfache „Menschlichkeit“, vielleicht sollte man es Persönlichkeit nennen, erworben werden kann.

Rufus von Cyrene bzw. Rom (1. Jh.)

Der Schüler des Apostels Paulus und Sohn des Simon von Cyrene, dem Kreuzesträger, war eine wichtige Persönlichkeit in der christlichen Urgemeinde in Rom.

22. Novemberr

Cäcilia von Rom (3. Jh.)

Die vornehme Römerin bekehrte ihren Verlobten Valerian und dessen Bruder Tiburtius. Beide starben als Märtyrer. Daraufhin verschenkte sie ihren Reichtum an die Armen und wurde in Rom mit dem Schwert getötet.

Patronin der Organisten, Orgelbauer, Instrumentenmacher, Sänger, Musiker, Dichter, der Kirchenmusik und der Kirchenchöre

Interessantes: Bei der Restaurierung der Kirche S. Cäcilia in Rom 1599 fand man eine vermauerte Gruft mit einem unverwesten Leichnam, vermutlich den der Hl. Cäcilia.

23. November

Kolumban der Jüngere (6. Jh.)

Der irische Mönch missionierte am Zürichsee und Bodensee.

Patronat gegen Geisteskrankheit und Überschwemmung

Clemens I. von Rom (1. Jh.)

Von dem Paulusschüler stammt der berühmte Korinther-Brief (93/97), in dem er die zerstrittene Korinther-Gemeinde zur Eintracht ermahnte.

Patron der Kinder, der Seeleute, der Steinmetze, gegen Kinderkrankheiten, gegen Wassergefahren, bei Sturm und Gewitter, der Krim

24. November

Flora (9. Jh.)

Das spanische Mädchen erlitt unter Mauren das Martyrium.

Da Flora „Blume, Blüte“ bedeutet, könnten auch Mädchen und Frauen, die Jasmin, Clivia oder Rose heißen oder einen anderen Blumennamen tragen, an diesem Tag ihren Namenstag feiern.

25. November

Margaretha von Roskilde (Dänemark) (12. Jh.)

Margaretha wurde von ihrem Gatten unter Vortäuschung eines Selbstmordes erhängt. Erst als an ihrem Grab Wunder geschahen, gestand der Schuldige den Mord.

Katharina von Alexandrien (3. /4. Jh.)

Weil kein Mann sich mit ihrer Intelligenz, Schönheit und Bildung vergleichen konnte, habe die stolze Prinzessin alle Heiratsbewerber abgewiesen. Statt dessen verlobte sie sich in einer mystischen Vision mit Christus. Als Kaiser Maxentius von den christlichen Alexandrinern heidnische Opfer verlangte, soll Katharina den Herrscher freimütig aufgefordert haben, seinem Aberglauben abzuschwören und selbst Christ zu werden.

Patronat: der Mädchen, Jungfrauen, Ehefrauen, Lehrer:innen, Studierender und Schüler:innen, der Theologen und Philosophen, der Universitäten und Bibliotheken, der Spitäler, der Redner.innen, aller Berufe, die mit Rad zu tun haben, der Notare, der Anwälte, bei Migräne und Zungenleiden, zur Auffindung von Ertrunkenen, der Feldfrüchte

Brauchtum: An Kathrein erhielten Mägde und Knechte Lohn und konnten ihre Stelle wechseln. Am Abend des Tages fand der Kathreinstanz statt, einer der Höhepunkte des Jahres.

26. November

Gebhard II von Konstanz (10. Jh.)

Patronat: für eine glückliche und leichte Entbindung, gegen Halsleiden

27. November

Virgilius von Salzburg (8. Jh.)

Bauernregel: „Friert es auf Virgilius, im Märzen Kälte kommen muss.“

28. November

Hathumod von Brunshausen (9. Jh.)

Als über ihr Kloster eine Epidemie hereinbrach, pflegte Hathumod die erkrankten Nonnen und steckte sich dabei selbst an.

In der Klosteranlage befand sich während der NS-Zeit ein Außenlager des KZ Buchenwald.

29. November

Saturnin (2./3. Jh.)

Sernim (auch genannt) kam als römischer Missionar nach Gallien. In der Christenverfolgung wurde er bei einer heidnischen Opferfeier an den Schwanz eines Opferstieres gebunden.

30. November

Andreas – Apostel

Andreas schließt sich als erster der zwölf Jünger Jesus an, so lautet auch sein traditioneller Ehrenname: „der Erstberufene“.

Er führt seinen jüngeren Bruder Simon, später genannt Petrus, zu Jesus.

Der Legende nach soll Andreas im griechischen Petras Maximilla, die Frau des Statthalters geheilt, sie bekehrt und ihr zu sexueller Enthaltsamkeit geraten haben. Ihr erzürnter Ehemann soll daraufhin Andreas` Hinrichtung an einem Kreuz mit schrägen Balken angeordnet haben.

Attribute: Buch und X-förmiges Kreuz (Andreaskreuz) Patron der Fischer, um Ehevermittlung, für eine gute Heirat, Kindersegen und gutes Wetter

Kirchen-Kalendarisches im Oktober

Rosenkranzmonat

1. Oktober

Thérèse von Lisieux (1873-1897)

Als dritte Frau überhaupt zur Kirchenlehrerin ernannt – neben Theresia von Ávila und Katharina von Siena. Theresias Lehre sagt, dass die Liebe eines Menschen zu Gott an seiner Nächstenliebe gemessen werde: „Meine Berufung ist die Liebe“. Bereits im jungen Alter von 15 Jahren trat sie nach mehrmaligem Bitten in den Karmel von Lisieux ein. In ihrer „Geschichte einer Seele“ spricht sie über ihre innere Entwicklung und Motivation.

„Ich mache es wie die Kinder: Ich sage Gott einfach,
was ich ihm sagen will – er versteht mich.“

Attribute: Rosen
Patronat: der Karmelitinnen, der Flieger, der Missionen

2. Oktober

Fest der Heiligen Schutzengel

Das seit 1615 am heutigen Tag begangene Schutzengelfest erinnert daran, dass Gott jedem einzelnen Menschen Begleitung und Schutz auf seinem Lebensweg schenkt.

3. Oktober

Irmgard von Baindt (13. Jh.)

4. Oktober               

Franz(iskus) von Assisi (1181/82-1226)

Im Alter von 25 Jahren erlebte Francesco Giovanni durch Krankheit und Haft eine innere Wandlung. Er entsagte sich dem weltlichen Leben und entschied sich zur Nachfolge Christi in vollkommener Armut und im Gebet. Franz reiste als Prediger und Missionar in Dalmatien und Spanien umher; 1221 gründete er für Laien den Dritten Orden, die Terziaren. Er diente den Menschen am Rande der Gesellschaft. Im „Sonnengesang“ spiegelt sich sein liebevolles Verhältnis zu Gottes Schöpfung.

Auf dem Berg La Verna empfing er 1224 die Wundmahle Jesu.

Attribute: Erdkugel, Wolf, Seraph

Patronat: von Italien, der Armen, der Sozialarbeiter, der Lahmen, der Blinden, des Umweltschutzes, der Kaufleute, der Weber

„Was der Mensch vor Gott ist, das ist er und nicht mehr.“

5. Oktober

Maria Faustina Kowalska (1905-1938)

„Die glücklichste Seele ist jene,
die sich Gottes Barmherzigkeit anvertraut.“

7. Oktober

Rosenkranzfest

Gedenktag zwischen Krieg und Frieden

Der knapp 450-jährige Gedenktag geht auf viele „siegreiche“ kriegerische Auseinandersetzungen zurück.

„Eine besondere Bedeutung erhielt das Rosenkranzfest in der Zeit des Nationalsozialismus. Am Abend des Festes 1938 hatten sich überraschend viele katholische Jugendliche zur Rosenkranz-Andacht im Wiener Stephansdom versammelt – einige tausend, manche sprechen von zehntausend Jugendlichen, waren gekommen. In seiner Predigt griff der Erzbischof von Wien, Kardinal Theodor Innitzer – zuvor wegen seines unklaren Verhältnisses zu den Nazis in der Kritik – die nationalsozialistische Ideologie scharf an. Er rief den Jugendlichen zu: „Christus ist euer Führer!“ Seine Predigt gilt als Meisterstück impliziter Regimekritik und rührte die anwesenden Massen auf. So kam es nach der Andacht im Dom zu einer spontanen Jugenddemonstration. Die Reaktion der Nazis ließ nicht lange auf sich warten: Am Tag darauf verwüsteten Mitglieder der Hitlerjugend das Erzbischöfliche Palais und griffen Geistliche an, viele katholische Jugendführer wurden verhaftet.“ (katholisch.de)

9. Oktober

Dionysius von Paris (3. Jh.)
Patron: bei Hundebissen

„Wenn dein Sprechen nicht wertvoller ist als dein Schweigen,
dann schweige lieber.“

11. Oktober
„Fest der Mutterschaft der allerseligsten Jungfrau Maria“

Papst Johannes XXIII. (1881-1963)

Angelo Giuseppe Roncalli wurde 1958 zum Papst gewählt; er brachte frischen Wind in die Kirche („Aggiornamento“ = Verheutigung [der Kirche]). Nur 30 Tage nach seiner Wahl kündigte er das 2. Vatikanische Konzil an, welches zwischen 1962 und 1965 stattfand. Dessen Ende erlebte Johannes XXIII. jedoch nicht mehr.

Interessantes: Der unverweste Leichnam des Papstes ruht in einem Glassarg in einer Seitenkapelle des Petersdomes in Rom.

„Der Mensch ist nie so groß, als wenn er kniet.“

12. Oktober

Otto Müller (1870-12. Oktober 1944), Priester

1906 wurde er Präses der katholischen Arbeiterbewegung in der Diözese Köln und später für Westdeutschland.
Wegen seiner Kritik am Nationalsozialismus und seiner Verbindungen zur Widerstandsgruppe des Attentats auf Hitler wurde er nach dem Attentat vom 20. Juli verhaftet. Er starb im Gefängnis Berlin-Tegel.
Seine Grabstelle ist nicht bekannt.                      

14. Oktober

Kalixtus I. (2./3. Jh.)

Der ehemalige Sklave wurde 199 zum Diakon geweiht und erhielt die Aufgabe, die christlichen Katakomben an der Via Appia zu verwalten. Trotz des Widerstandes des angesehenen und gelehrten Priesters Hippolyt wurde er vom Volk und vom Klerus Roms 217 zum Papst gewählt.
Er führte die Kirchenmalerei ein und erlaubte es hochgestellten Frauen, die Ehe mit Sklaven einzugehen.

15. Oktober

Theresia von Ávila (1535-1582)

Der Karmelitin wurden mystische Erfahrungen zuteil. Mit leidenschaftlicher Hingabe, Organisationstalent und Humor, den sie von ihrem jüdischen Großvater geerbt hatte, erneuerte sie den Karmeliterorden. Höchste Berühmtheit erlangte Theresia durch ihre Schriften, noch niemand vor ihr hatte das mystische Leben so deutlich und ausführlich beschrieben. Alle ihre Bücher sind von klassischer Sprache; eines der berühmtesten ist „Die Seelenburg“. In Spanien wird sie „seraphische Mutter“ und „Doctora mystica“ genannt.
1970 wurde sie von Papst Paul VI. als erste Frau zur Kirchenlehrerin erhoben.

Patronin der Bortenmacher, von Spanien, für ein innerliches Leben, in geistlichen Nöten

16. Oktober

Hedwig (Jadwiga) von Andechs (1174-1243)

Sie gebar sieben Kinder und förderte als Landesherrin Christentum und Kultur in Schlesien. Wie ihre Nichte, die hl. Elisabeth (19.11), sorgte sie für Arme und Kranke.

Patronin: von Schlesien, Polens, der Kathedrale von Berlin

Gallus (um 640)

Am Mühletobel südlich des Bodensees baute Gallus sich in der Wildnis eine Klause. Er wurde zum begehrten Ratgeber bei Volk, Adel und Klerus. 720 entstand aus der Zelle mit seinem Grab das Kloster St. Gallen, in dem die Benediktinerregel eingeführt wurde und das die Kultur des Abendlandes maßgeblich beeinflusste.

Darstellung: mit Wanderstab, mit Bär

Patronat: der Gänse, Hühner und Hähne (gallus = Hahn), der Fieberkrankheiten

Marguerite-Marie Alacoque (22. Juli 1647-17. Oktober 1690)

Patronat: an Kinderlähmung leidende, Waisen, Verehrer:innen des Herzens Jesu

„Das Herz Jesu verehren, heißt nicht so sehr Gebete sprechen,
als sich seinen Tugenden gleichförmig machen.“

17. Oktober

Ignatius von Antiochien (35-117)

Vom Schüler des Apostels Johannes sind noch sieben Briefe erhalten; er setzt sich darin unter anderem für die Einheit der Gemeinden ein.

Er wurde im Kolosseum in Rom wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen; im Angesicht des Todes soll Ignatius ausgerufen haben: „Ich bin der Weizen Christi, ich muss durch die Zähne der Tiere gemahlen werden, um als reines Brot befunden zu werden.“

Attribute: als Greis mit Bart mit Löwen

Patronat: gegen Halsschmerzen, Ausschlag

Johannes von Lykopolis (305-394)

Er soll Wundertaten vollbracht und Prophezeiungen gemacht haben.
Viele Pilger – auch Hieronymus und Augustinus – kamen zu Johannes; er beriet sie seelsorgerlich durch ein Fenster in seiner Höhle und heilte durch die Gabe von gesegnetem Öl.

18. Oktober

Lukas, Evangelist (1. Jh.)

Lukas war Arzt in Antiochien. Zwischen 50 und 51 begleitete er den Apostel Paulus auf zwei Missionsreisen. Er gilt als der Verfasser des dritten Evangeliums und der Apostelgeschichte. Im Gegensatz zu den anderen Evangelien spielen bei ihm die Barmherzigkeit Gottes, die Liebe Jesu zu den Armen und Sündern, die Bedeutung des Gebetes sowie der Heilige Geist eine große Rolle. Lukas starb mit über 80 Jahren vermutlich in Böotien in Griechenland.

Attribute: Evangelium, Stier, Marienbild, Arztgeräte

Patron der Ärzte, Chirurgen, Kranken, Künstler:innen, Bildhauer:innen, Notar:innen, der Goldschmiede, Buchbinder, der christlichen Kunst, des Viehs, der Metzger und der Wetters

19. Oktober

Johannes (Jean) de Brébeuf und Isaak Jogues (17. Jh.)

Johannes und Isaak wirkten als Jesuitenmissionare bei den Indianerstämmen der Huroren und Irokesen in Kanada. De Brébeuf errichtete beim Indianerstamm der Huroren in Kanada mehrere Missionsstationen und verfasste für ihre Sprache ein Wörterbuch und eine Grammatik.

20. Oktober

Wendelin (6./7. Jh.)

Er war ein iroschottischer Königssohn, der wegen seiner religiösen Neigung von seinem Vater gezwungen wurde, Schafe zu hüten.

Patron der Hirten, Bäuerinnen und Bauern, des Viehs, für gedeihliche Witterung, gute Ernte, bei Viehseuchen

21. Oktober

Ursula von Köln (3./4. Jh.)

Ursula fiel wohl zusammen mit ihren „11000“ Gefährtinnen im 4. Jh. der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian zum Opfer; diese Zahl beruht auf einem Übersetzungsfehler – es waren wohl 11 Gefährtinnen.
Die Legende berichtet, dass Ursula die Stadt Köln von der Belagerung durch die Hunnen befreit haben soll.

Patronin der Lehrerinnen, der Jugend, um gute Heirat und guten Ehestand, in Kriegszeiten, bei Kinderkrankheiten

22. Oktober

Johannes Paul II

Karol Wojty´la setzte sich während seiner Amtszeit unter anderem für die Aussöhnung zwischen den Religionen ein und initiierte die Weltjugendtage.

Patron der Bergretter

„Ganz dein. – Totus Tuus.“

23. Oktober

Severin von Köln (4. Jh.)

Patronat: gegen Unglück, für gute Witterung

24. Oktober                        

„Fest des Heiligen Erzengels Raphael“

Antonius Maria Claret (1807-1870)

„Bewahre, soweit du kannst, Schweigen, Bescheidenheit,
innere Sammlung, Liebe zum Nächsten.“

25. Oktober

Ludwig III. (1109-1185) – Graf von Arnstein

Im Kloster Arnstein, das als einziges von Ludwigs Klostergründungen bis heute erhalten blieb, leben seit 1919 und noch bis Ende 2018 die „Arnsteiner Patres“.

26. Oktober

Josephina Leroux (1747-1794)

27. Oktober

Wolfhard von Augsburg (1070-1127)

Patron der Sattler

28. Oktober

Judas Thaddäus und Simon Zelotes (Apostel) 1. Jh.

Judas Verehrung litt lange darunter, dass er oft mit Judas dem Verräter verwechselt wurde. Er verkündete in Mesopotamien das Evangelium.

Simon war vor seiner Berufung zum Apostel Anhänger der jüdischen Partei der Zeloten, die gegen die römische Herrschaft im Land kämpfte; später hat er in Palästina, Ägypten und Persien das Evangelium verkündet.

Patronate

Judas Thaddäus: in der Aussichtslosigkeit

Simon Zelotes: Waldarbeiter, Maurer, Weber

29. Oktober

Helene Kafka (1894-1943)

Nach Eintritt bei den „Franziskanerinnen der christlichen Liebe“ in Wien hieß sie fortan Schwester Maria Restituta. Im Krankenhaus Wien-Mödling arbeitete sie sich bis zur ersten Operationsschwester hoch. Sie verurteilte den „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich und stand in ihrem Bekanntenkreis im Mittelpunkt des Widerstandes gegen den Naziterror. Am 18. Februar 1942 wurde sie von der Gestapo verhaftet, am 19. Oktober vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und in der Nacht auf den 30. März 1943 in Wien enthauptet.

30. Oktober

Bernhard Schwentner (1891-1944)

Der wegen seiner Rechtschaffenheit und Aufrichtigkeit besonders angesehene Priester war den Nationalsozialisten missliebig. 1943 wurde er von einem Spitzel der Gestapo wegen angeblich staatsfeindlicher Äußerungen angezeigt und am 21. Oktober 1943 verhaftet. Obwohl Schwentner sich in der Zeit als Militätgeistlicher sehr eingesetzt und Freunde unter den Offizieren hatte, trat keiner für ihn ein. Die Bemühungen des Bischofs von Osnabrück, Herrmann Wilhelm Berning, um die Freilassung blieben erfolglos. Von der Haftzeit und der Zeit bis zur Hinrichtung wird berichtet, er habe diese in Ruhe und Abgeklärtheit „in der Nachfolge Jesu Christi“ angenommen und ein Gedicht verfasst. Das Todesurteil habe wohl schon anfänglich festgestanden. Am 15.09.1944 wurde Pfarrer Bernhard Schwentner vom Volksgerichtshof wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilt und am 30. Oktober 1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet.

Stolpersteinverlegung in Neustrelitz, Strelitzer Straße 28a (Wikipedia)

31. Oktober

Wolfgang von Regensburg (924-994)

Der Benediktiner Wolfgang setzte sich für eine gute Bildung ein und förderte das geistliche Leben im Klerus und im Volk, es entstanden Schulen und Klöster. Patronat: der Schiffer, Köhler, Bildhauer, bei Lähmungen und Schlaganfall, für das Gedeihen des Viehs.

Kirchen-Kalendarisches im September

Den heiligen Schutzengeln geweiht

1. September

Ägidius (640-725) (Nothelfer)                     

Einer Legende zufolge nährte den Einsiedler eine Hirschkuh mit ihrer Milch; als der Westgotenkönig bei der Jagd das Tier erlegen wollte, fing Ägidius den Pfeil, der schon in der Luft war, und rettete so das Waldtier.

Attribute: Hirschkuh, Pfeil

Patron: der stillenden Mütter, für eine gute Beichte, Dürre

Aloys Scholz (Stolperstein) (17.3.1893-01.09.1942 im KZ Dachau)

Aloys war katholischer Priester und ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus. Er betätigte sich als Fluchthelfer über die Grenze zur Tschechoslowakei. Die am 15.03.1933 gelungene Flucht des SPD-Abgeordneten Dr. Helmuth Klotz wird Scholze später zum Verhängnis.
Im Mai 1941 wurde er u. a. wegen seiner regimekritischen Predigten verhaftet.

2. September

Apollinaris Morell (1739-1792)

1788 übernahm er die Seelsorge für die ca. 5000 deutschen Katholiken in Paris. Wie viele andere Priester auch verweigerte er den Eid auf die Zivilkonstitution des Klerus zur Verstaatlichung der Kirche. Daher wurde Apollinaris eingekerkert und am 2. September 1792 hingerichtet.

3. September

Phoebe (1. Jh.)

Phöbe ist die erste namentlich bekannte Diakonissin bzw. Diakonin. Sie hatte im Hafen von Korinth eine Art Sozialdienst eingerichtet, der sich vor allem um in Not geratene Reisende und Fremde kümmerte (um Nichtchristen genauso wie um Christen), da es in der Antike keine öffentlichen sozialen Einrichtungen gab. Sie unterstützte auch den Völkerapostel Paulus bei seiner Missionsarbeit. Bei ihm stand sie in so hohem Ansehen, dass er ihr eine seiner wichtigsten Schriften, den „Römerbrief“, anvertraute, damit sie ihn der römischen Christengemeinde überbringe. Historisches: Diakonissinnen wirkten wie Priester, predigten, hatten großen Anteil an der Seelsorge, vor allem im karitativen Bereich, führten wohl auch Beichtgespräche, spendeten die Kommunion, durften aber keine Messe lesen. Diakonissinnen gab es, wie auch außerkirchliche Quellen bestätigen, bis ins 4. Jhdt. Erst als das Christentum zur römischen Staatsreligion wurde und sich allmählich an die patriarchalische antike Gesellschaftsordnung anpassen musste, büßte die Frau auch im christlichen Gemeindeleben immer mehr von ihrer ursprünglichen Anerkennung als gleichwertiges Wesen auf weltlichem wie auf religiösem Gebiet ein. Ihr Anteil am kirchlichen Leben wurde im Laufe der Zeit mehr und mehr auf eine nur noch untergeordnete Rolle zurückgedrängt, obwohl Frauen 300 Jahre lang (angefangen mit Maria Magdalena) die Entwicklung des Christentums entscheidend mitgestaltet hatten.

 (Quelle: katholisch.de)

4. September                     

Jeanne-Antide Thouret (1765-1826)

Johanna ist die Gründerin des Ordens der „Töchter der Liebe unter der Schutzherrschaft von Vinzenz von Paul“.

Das Marienhospital Stuttgart wurde 1890 von der Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Untermarchtal e.V. gegründet.

Rosalia von Palermo (1130-1170)

In Palermo halten sich Gerüchte, dass die Mafia hohe Spenden an die „Bruderschaft der Heiligen Rosalia“ zahlt und dafür die Mafiosi sich ihren Reliquienschrein nach Hause holen dürfen, wenn ein Mafia-Boss Beistand benötigt.

Patronin gegen Pest

5. September

Mutter Teresa (1910-1997)

Agnes Gonxha Bojaxhiu wurde in Skopje (Nordmazedonien) geboren. 1929 nahm sie ihr Noviziat bei den Loreto-Schwestern in Darjeeling in Indien auf. Sie war zunächst in Kalkutta als Lehrerin tätig. 1948 trat sie mit kirchlicher Erlaubnis aus dem Orden aus und nahm sich der Armen und Kranken Kalkuttas an. Weitere Frauen folgten ihrem Beispiel und es kam zur Gründung der „Gemeinschaft der Missionarinnen der Nächstenliebe“.
Ihre Seligsprechung erfolgte 2003, die Heiligsprechung 2016.

1979 erhielt Mutter Teresa für ihr Engagement den Friedensnobelpreis.

„Wir können nicht alle großartigen Dinge tun,
aber wir können die kleinen Dinge in großartiger Liebe tun.“

6. September

Magnus (699-750/772)
„Apostel des Allgäus“

Patron des Viehs, bei Schlangenbissen, gegen Augenleiden und Feldungeziefer

In Schussenried findet jährlich im September zu Ehren des hl. Magnus (in Oberschwaben als „Sankt Mang“ bezeichnet) das sog. „Mangenfest“ statt.

7. September

Regina von Burgund (um 300)
Märtyrerin

Patronin der Zimmerleute, gegen Krätze, Räude und Geschlechtskrankheiten

Bauernregel: „Ist Regine warm und wonnig, bleibt das Wetter lange sonnig.“

Judith (um 550 v. Chr.)

Heldin aus dem Alten – Ersten – Testament

Judith rettet ihre Heimatstadt in Juda, indem sie sich als Überläuferin ausgab, nach einem Festmahl den feindlichen Heerführer Holofernes mit seinem eigenen Schwert tötete und so die Perser in die Flucht schlug.

8. September                 „Fest Mariä Geburt“

Ende des 5. Jahrhunderts entwickelte sich aus dem Weihefest der Kirche das Fest Mariä Geburt. Schon im 7. Jahrhundert wurde dieses Fest in der Ost- und Westkirche begangen. Dieses Fest der Geburt Mariens bestimmte auch den Termin des jüngeren Festes der Empfängnis Mariens neun Monate zuvor: den 8. Dezember.

Das Fest Mariä Geburt wird auch KLEINER FRAUENTAG genannt.

Maria

Patronin der Christenheit, Lebkuchenbäcker und in allgemeinen Nöten und Anliegen

Hadrian (Adrian) von Nikomedien (um 300)
Märtyrer
Seine junge Witwe Natalia brachte die Gebeine nach Konstantinopel und setzte sie dort bei, worauf bald eine große Verehrung begann.

Patron gegen plötzlichen Tod und Pest

Sergius I., Papst (687- 701)

Mit dem Pontifikat von Sergius I., einem Syrer aus Palermo, nahmen die politische und die religiöse Abtrennung Roms und damit des Westens vom Osten ihren Anfang. Kaiser Justinianos II. ordnete seine Gefangennahme und Verbannung an; das römische Volk aber hinderte die kaiserlichen Soldaten mit Gewalt daran, Sergius I. festzunehmen, woraufhin der verantwortliche Offizier den Papst weinend um Gnade bat. Sergius hielt engen Kontakt zum Frankreich und zu England; durch die Weihe von Willibrord zum Bischof der Friesen legte er den Grundstein für die Nordmission.
Er führte in der Messliturgie das Agnus Dei ein und im Kirchenjahr mehrere Marienfeste.

9. September

Petrus Claver  SJ (1580-1654)
Bis zu seinem Tod widmete er sich den schwarzen Sklaven, die aus Afrika nach Kolumbien gebracht worden waren, den Gefangenen, Kranken und Sterbenden. Petrus wirkte als Lehrer und Missionar. Er richtete eine medizinische Versorgung ein und bekehrte Schwarze zum christlichen Glauben.

Er ist Schutzheiliger Kolumbiens und gilt seit 1985 als Patron der Menschenrechte.

10. September

Pulcheria (399-453)

Die Kaisertochter übernahm für ihren jüngeren Bruder Theodosius II. die Regierungsgeschäfte. Nach seinem Tod vermählte sie sich mit Markian, der als Nachfolger des Theodosius Kaiser wurde. Als Kaiserin setzte Pulcheria gegen den Willen des Papstes die Einberufung des Konzils von Chalkedon 451 durch, auf dem die göttliche Wesenheit deutlicher definiert wurde: Gott ist eine Natur in drei Personen.

12. September                                „Mariä Namen“

Als Dankfest für die Befreiung Wiens richtete Innocenz XI. 1683 das im 16. Jahrhundert in Spanien entstandene Fest Mariä Namen am 12. September für die Weltkirche ein. Der neue Generalkalender hat das Fest gestrichen, weil sein Inhalt bereits im Fest Mariä Geburt enthalten ist. „Wegen des historischen Bezuges zum Sprachgebiet und der Verwurzelung im Volk“ (so der Text im Messbuch) blieb es aber im deutschen Regionalkalender erhalten.

13. September

Johannes Chrysostomus (350-407), Kirchenlehrer

Ruf seiner mitreißenden Predigten drang bald über die Grenzen Antiochiens hinaus, und er erhielt den Beinamen „Chrysostomus“, Goldmund. Als Patriarch von Konstantinopel wirkte er gütig und segensreich. Als er sich immer häufiger gegen die Prunksucht am kaiserlichen Hof aussprach und Bescheidenheit anmahnte, geriet er mit Kaiserin Eudokia, einer Heidin, in Streit. Folge waren: Intrigen, Absetzung und Verbannung.
Johannes Chrysostomus hat eine riesige Anzahl von Predigten Abhandlungen, Briefen und Homilien hinterlassen, die Zeugnis geben von seinem außergewöhnlichen Charisma und seiner menschlichen Größe.

Attribute: Bischofsgewand mit Evangelienbuch, Bienenkorb (wegen seines Fleißes bezüglich seiner Beredsamkeit), Engel, Taube (für den Heiligen Geist)

Patronat: der Prediger, gegen Epilepsie

Seine letzten Worte waren: „Gott sei gepriesen für alles.“

14. September                                „Kreuzerhöhung“

In Jerusalem zeigte man schon im 5. Jh. am Tag nach dem Weihefest der Auferstehungskirche (13. September 335) dem Volk das Kreuzesholz. Daraus entstand das heutige Fest, das in allen östlichen Kirchen feierlich begangen wird und im 7. Jh. auch im Westen Eingang fand.

15. September                    „Gedächtnis der Schmerzen und Freuden Mariens“

Als Dankfest für die Rückkehr aus der napoleonischen Gefangenschaft führt Pius VII. 1814 den Gebotenen Gedenktag ein.

Als die sieben Schmerzen Mariens gelten:

  1. Spruch Simeons
  2. Flucht nach Ägypten
  3. dreitägiger Verlust des Jesusknaben
  4. Kreuzweg Jesu
  5. Kreuzigung Jesu
  6. Kreuzabnahme
  7. Grablegung Jesu

Nach anfänglichen Variationen bildeten sich – parallel zu den sieben Schmerzen Mariens – sieben Freuden aus:

  1. Verkündigung
  2. Heimsuchung
  3. Geburt Christi
  4. Anbetung der Könige
  5. Begegnung mit Simeon
  6. Wiederfinden Jesu im Tempel
  7. Krönung Mariens

Josef Kentenich (1885-1968)

Peter Josef Kentenich rief 1914 durch ein „Liebesbündnis mit der Mater ter admirabilis“ die „Schönstatt-Bewegung“ ins Leben. Sein Anliegen war die Formung eines „neuen marianischen Menschen“ in einer neuen Gemeinschaft unter dem Vorbild Marias.
Zwischen1941-1945 war er im KZ Dachau inhaftiert.

„Wir müssen Dinge sehen, die andere nicht sehen.
Der Glaube entschleiert uns ja die Wirklichkeit.“

17. September

Hildegard von Bingen (1098-1179)
Geschätzt wurde und wird die Äbtissin für ihre reichen Kenntnisse in Medizin und Naturwissenschaften, ihre Schriften, Briefe, Predigten sowie als Ratgeberin für Päpste, Adelige und das Volk.
Ihre tiefe Gottverbundenheit ging mit Visionen einher.

Patronin der Sprachforscher und Naturwissenschaftler

„Pflege das Leben, wo du es triffst.“

18. September

Lambert von Maastricht (7. Jh.)

Er setzte sich für die Erneuerung des christlichen Lebens ein und stieß damit auf den Widerstand der herrschenden Klasse. Menschen des Adels schikanierten ihn. Als Lambert gegen Graf Dodo bzw. Pipin die Rechte der Kirche verteidigte, wurde er von seinen Häschern mit einer Lanze ermordet. Da Lambert sich nicht gegen seinen Mörder zur Wehr setzte, galt er schon bald als Märtyrer.

Zu Ehren des hl. Lambertus wird im Münsterland noch heute das „Lambertusfest“ gefeiert.

Attribute: …glühende Kohlen; nach den Legenden trug er als junger Diakon um den Weihrauch zu entzünden glühende Kohlen im Chorhemd, ohne dass dieses verbrannte.

Patron: der Bauern, Chirurgen, Zahnärzte, bei Nierenleiden

20. September

Weltkindertag

www.weltkindertag.de

http://de.wikipedia.org/wiki/Kinderrechtskonvention

21. September

Matthäus, Apostel, Evangelist

Der Apostel und Evangelist Matthäus wird gelegentlich mit dem Zöllner Levi identifiziert. Er gilt als Verfasser des nach ihm benannten Evangeliums und soll später in Äthiopien und Persien gewirkt haben. Die Ausleger des Neuen Testaments unterscheiden zwischen dem Zöllner Levi, dem Apostel Matthäus und dem Verfasser des Matthäusevangeliums. Als Evangelistensymbol ist ihm ein Engel oder ein Mensch beigegeben.

Attribute: mit Buchrolle, Zählbrett

Patronat: der Zöllner, Finanzbeamten, Buchhalter, Bankbeamten, der Trinker und gegen Trunksucht

23. September

Pio von Pietrelcina (1887-1968)

„In den Büchern suchen wir Gott,
im Gebet finden wir ihn.
Das Gebet ist der Schlüssel zum Herzen Gottes.“

25. September

Niklaus von Flüe (1417-1487)

Bis zu seinem 50. Lebensjahr führte er ein Familienleben, war unter anderem Bergbauer und Ratsherr. Nach einem tiefen und mächtigen Ruf Gottes ließ er dann jedoch alles hinter sich und zog sich als Einsiedler Bruder Klaus zurück. In einer einsamen Schlucht des Melchaatals lebte er fast zwanzig Jahre nur aus der Kraft der Eucharistie und aus einer tiefen mystischen Gottverbundenheit. So wurde er für viele seiner Landsleute Berater und Friedensstifter.

Patron der Katholischen Landjugendbewegung

„Fried´ ist allwegen in Gott, denn Gott ist der Fried´.“

27. September

Vinzenz von Paul (1581-1660)

Er setzte sich für eine bessere Ausbildung der Priester ein.
Mit der hl. Louise von Marillac gründete Vinzenz eine Vereinigung von Frauen zur Betreuung armer und alleinstehender Kranker, die „Töchter der Liebe“.

Patron der Priester, Waisen, Gefangenen, der Waisen- und Krankenhäuser, aller Vereine und Werke der Nächstenliebe

29. September

Michael, Gabriel, Rafael

Engel sind Gesandte im Dienst Gottes. Michael ist der Vorkämpfer der gottestreuen Engel und wird in der Tradition der Begleiter der Seelen nach dem Tod gesehen. Gabriel begegnen wir als dem Verkünder der Geburt des Johannes des Täufers und der Geburt Jesu. Rafael ist der schützende Begleiter des Tobias und Heiler des Tobit im Alten Testament.

Patronate: Michael der Kirche und des deutschen Volkes („deutscher Michel“)
Gabriel des Nachrichtenwesens; Rafael der Kranken, Reisenden, Bergleute, Pest

30. September

Hieronymus (345-419/420)
Sophronius Eusebius Hieronymus in Stridon (Dalmatien, Kroatien) von christlichen Eltern geboren empfing die Taufe erst an seinem Studienort Rom. Er ist einer der vier großen Kirchenlehrer. Als Höhepunkt in seinem Schriftwerk wird die „Vulgata“ angesehen, eine lateinische Bibelübersetzung aus dem Hebräischen bzw. Griechischen. Bis heute sind von ihm 117 Briefe in außergewöhnlich klarer Sprache erhalten.

Patronat: von Dalmatien, der Theologen, Studierenden, Lehrer:innen, Schüler:innen, der Übersetzer:innen, der Universitäten, der Asketen, der Korrektoren, gegen Augenleiden

„Geirrt zu haben ist menschlich, und einen Irrtum einzugestehen ist Kennzeichen eines Weisen.“

Kirchen-Kalendarisches im August

Der Himmelskönigin Maria geweiht

1. August                       Die Kettenfeier des Heiligen Petrus

Ein Engel kam in der Nacht zu Petrus ins Gefängnis und entzweite seine Ketten. Der Himmelsbote führte ihn an allen Wachen vorbei und befreite ihn somit.
Jahrhunderte später verbanden sich die beiden Kettenteile und wurden seitdem verehrt. Viele Kranke erhielten ihre Gesundheit durch das Berühren der Heiligen Ketten.

3. August

Lydia (1. Jh.)

Lydia lebte im 1. Jahrhundert in Philippi in Nordgriechenland und verdiente sich ihren Lebensunterhalt als Purpurhändlerin. Sie empfing von Paulus die Taufe und war damit „erste europäische Christin“.

Darstellung: als vornehme Frau, in großem Mantel, unter dem Kinder Schutz suchen.

Patronat: der Färber

4. August

Johannes Maria Vianney (1786 – 4.8.1859 in Ars)

Als Sohn einer Bauersfamilie wurde er in der Nähe von Lyon geboren; die schrecklichen Kriege Napoleons hinderten ihn daran, ins Seminar einzutreten. Als er endlich als Priesteramtskandidat studieren konnte, hatte er durch seine Unfähigkeit, Latein zu lernen, große Schwierigkeiten. Letztendlich wurde er aufgrund seiner Güte geweiht und in das Dorf Ars geschickt. Dort – so dachten seine Vorgesetzten – könne er keinen Schaden anrichten. Die Menschen kamen in Scharen nach Ars, um zu beichten, seinen Rat einzuholen, seine Predigten zu hören. Mit der Zeit saß er bis zu 18 Stunden täglich im Beichtstuhl. Eifersüchtige beschwerten sich beim Bischof und behaupteten er sei verrückt oder geistig labil. Der berühmte Bischof antwortete, er wünsche sich, dass alle Priester so verrückt seien. Der Priester von Ars starb, während er einem bereuenden Sünder zuhörte.

5. August                

Fest der Einweihung der Basilika Maria zum Schnee (Maria Maggiore, Rom)

Schneewunder im August

6. August

Fest der Verklärung Christi

8. August

Domenico Guzman (12./13.Jh.)
Predigerordensgründer
Armut und Studium waren die beiden Grundlagen des Dominikanerordens, der auf der Regel des Hl. Augustinus aufgebaut war.

Patronat: gegen Hagel

Domenikus: „Geh und bete; Gott wird vorsorgen.“

9. August

Edith Stein – auch: Teresa Benedicta vom Kreuz (1891- 9.8.1942)

Die Philosophin konvertierte vom Judentum zum Katholizismus. Für die Karmelitin war die Hl. Teresa von Avila eine wichtige Impulsgeberin auf ihrem Glaubensweg. 1938 wurde sie heimlich aus Deutschland in die Niederlande gebracht, um den Nazis zu entkommen. 1942 wurde sie dort mit ihrer Schwester Rosa (die ebenfalls konvertiert hatte) von der Gestapo verhaftet. Sie starb wahrscheinlich am 9. August in den Gaskammern von Auschwitz. Papst Johannes Paul II. hat sie 1998 heiliggesprochen und im folgenden Jahr zur (Mit)Patronin Europas ernannt – zusammen mit der Hl. Birgitta von Schweden und der Hl. Katharina von Siena.

Edith: „Mit dir selbst hab Geduld – Gott hat sie auch.“

10. August

Laurentius von Rom (3.Jh.)

Der Legende nach sollte Laurentius den Schatz der Kirche dem Kaiser ausliefern; er aber verteilte jedoch alles an Arme; trat dann mit ihnen vor Kaiser Valerius und sagte: „Sie sind der Schatz der Kirche.“

Der Heilige ist der erste sogenannte „Herbstbruder“, der den Anbau der herbstlichen Früchte einleitet.
Sternschnuppen, die Mitte August häufig fallen, werden „Laurentius-Tränen“ genannt.

Patronat: der Schüler:innen und Studierenden, Bibliothekare, Archivare, Konditoren

11. August

Klara von Assisi (1194-1253)
Klara wurde in einer Grafenfamilie geboren. Fasziniert vom Beispiel des Hl. Franziskus verließ sie gegen den Willen des Vaters ihre Familie und lebte fortan in radikaler Armut, die sie vor Franziskus gelobte.

Attribute: Monstranz oder Ziborium

14. August

Maximilian Maria Kolbe (1894-1941)

Nach der Priesterweihe 1918 gründete er eine marianische Apostolatsvereinigung und engagierte sich seit 1922 in Polen und 1930 auch in Japan beim Aufbau einer katholischen Presse. Er war ein talentierter Mathematiker und Wissenschaftler. Seine Schriften erregten den Hass der Nazis; als die Deutschen 1939 Polen überfielen, wurde Kolbe mehrmals verhaftet und schließlich nach Auschwitz gebracht. Während der Gefangenschaft wurde er von SS-Wachen gefoltert. Beständig half er seinen Mitgefangenen. Er starb am 14. August 1941, nachdem er den Platz des verheirateten Familienvaters Franciszek Gajowniczek eingenommen hatte, der mit neun anderen Häftlingen als Strafe für die Flucht eines Mithäftlings zum Tod im Hungerbunker verurteilt worden war.

Patronat: der Journalisten

Der gerettete Familienvater Franz Gajowniczek war bei der Heiligsprechung Maximilians 1982 anwesend.

15. August                           Mariä Himmelfahrt

Kräuterweihe: Eine Legende, die Maria und die Kräuter verbindet, besagt, dass „wundersamer Kräuterduft“ das Grab Mariens erfüllt haben soll.

Die Kräuterbuschen-Zusammenstellung weicht regional voneinander etwas ab; hier die Hauptkräuter: Wermut, Kamille, Johanneskraut, Salbei, Königskerze, Spitzwegerich und Arnika

17. August

Hyazinth (13. Jhd.)

Beim Angriff auf Kiew soll er den Kelch und die schwere Alabasterfigur der Madonna aus der Kirche unbehelligt durch die Mongolenkrieger getragen haben.

Attribute: Dominikanerhabit, mit Kelch, Marienfigur, mitunter auch über das Wasser schreitend

Patron: von Kiew, Polen, Litauen, Russland, für eine leichte Geburt

18. August

Helena (3./4. Jhd.)
Die Mutter des römischen Kaisers Konstantin förderte die Ausbreitung des Christentums.

19. August

Johannes Eudes (1623 – 16.80)
Die Verehrung Jesu in Maria und die Verehrung Marias in Jesus sind nach J. Eudes nicht zu trennen.

20. August

Bernhard von Clairvaux (1090 – 1153)
                        „Leben heißt nicht fragen. Leben ist Antwort durch Leben und Tat.“

22. August

Fest des Unbefleckten Herzens der allerseligsten Jungfrau Maria

23. August

Rosa von Lima (Isabella Flores) (1586 – 1617)
Mit ihrer Heiligsprechung 1671 wurde Rosa von Lima zur ersten Heiligen Amerikas.

24. August

Bartholomäus (Natanael) Apostel
Er starb als Märtyrer in Armenien, wo ihm bei lebendigem Leibe die Haut abgezogen wurde. Aufgrund seines Martyriums wird Bartholomäus scherzhaft auch als „Patron der Steuerzahler“ bezeichnet.

25. August

Josef von Calasanz (1556 – 1648)

Patron der christlichen Volksschulen; der Kinder

26. August

Gregor von Pfalzel (707 – 777)

Patron gegen Lähmungen

27. August

Monika (332 – 387) (Mutter des Hl. Augustinus)

Patronin der christlichen Frauen und Mütter

28. August

Augustinus von Hippo (354 – 430) (Sohn der Hl. Monika)

Jahrelang hatte Mutter Monika dafür gebetet, dass ihr kluger – aber rebellischer – Sohn zur Besinnung kommt und sein zügelloses Leben bereuen möge. Die endgültige Bekehrung ihres Sohnes erfolgte auch unter dem Einfluss des Hl. Ambrosius von Mailand.

Augustinus gilt als einer der größten unter den westlichen Kirchenvätern. Er hatte enormen Einfluss auf die christliche Theologie und die westliche Zivilisation. Nichts davon wäre passiert, wenn seine Mutter sich nicht auch in seinem Erwachsenenalter um ihn gesorgt hätte.

Patron der Theolog:innen

Augustinus: „Nicht Worte sucht Gott bei dir, sondern das Herz.“

Kirchen-Kalendarisches im Juli

Dem kostbaren Blut Jesu geweiht

1. Juli

Mirjam (ca. 1525 – 1450 v. Chr.)
Schwester des Mose und Aaron – Gedenktag
Name bedeutet: die Schöne, die von Gott Geliebte

2. Juli

Das Fest Mariä Heimsuchung der allerseligsten Jungfrau Maria

3. Juli                        

Thomas, Apostel (+72 Indien)
Das Johannesevangelium berichtet von seinem Zweifel: Er kann erst an die Auferstehung Jesu glauben, wenn er seine Hände in dessen Wunden legen darf.

4. Juli

Ulrichstag (973)
Attribute: Buch und Fisch

8. Juli

Kilian von Würzburg (7. Jhd.)
Zu Ehren des hl. Kilian findet alljährlich rund um seinen Gedenktag in Würzburg die „Kiliani-Wallfahrt“ statt.

9. Juli

Augustinus Zhao Rong
A.Z.R. wurde zusammen mit 120 weiteren Märtyrern, die während der Missionsepoche in China (17. Jh. Bis 1930) starben, 2000 heiliggesprochen. Ausnahmsweise war der Nachweis eines Wunders für jeden einzelnen Märtyrer durch ein Dekret von Papst Johannes Paul II. nicht notwendig.

11. Juli

Benedikt von Nursia (*480)
„Den Weisen erkennt man an den wenigen Worten“

13. Juli

Heinrich und Kunigunde (ca. 1000) (Herrscherpaar)
Attribute: Kirchenmodell, Krone, Zepter, Pflugschar
Patronin der Frauen in guter Hoffnung und der Kinder

16 Juli

Fest der allerseligsten Jungfrau Maria v. Berge Karmel (Skapulierfest)

17. Juli

Hedwig (Jadwiga) von Polen (14. Jhd.)
Königin von Polen

20. Juli

Margarita von Antiochien (ca. 300)
Attribute: Siegespalme, Drache
Margari(e)ta gehört zu den 14 Nothelfern und bildet zusammen mit Katharina und Barbara die sog. „drei heiligen Madl“.

22. Juli

Maria Magdalena
Patronin der Frauen, Verführten, Friseure, Weber, Gärtner, Winzer, Schüler:innen und Studierenden

Interessantes: 2016 hat Papst Franziskus den Gedenktag Maria Magdalenas zum Fest aufgewertet. Damit wird sie nun auf gleicher Stufe verehrt wie die Apostel.

24. Juli

Christophorus (6. Jh.)
legendärer Christusträger, der das Jesuskind durch den Fluss trug.

25. Juli

Jakobus der Ältere
Die Reliquien des Jakobus, die in einem Schrein in der Kathedrale von Santiago de Compostela aufbewahrt werden, sind jährlich das Ziel zehntausender Pilger, die zu Fuß oder per Rad den berühmten Jakobsweg zurücklegen.
Attribute: Pilgerkleidung, Beutel, Stab, Pilgermuschel
Patron: der Pilger:innen, Arbeiter, Feldfrüchte und Äpfel (Jakobsäpfel)

26. Juli

Joachim und Ana
Eltern der Gottesmutter Maria – Großeltern Jesu
Patronate
Joachim: der Eheleute und Schreiner;
Ana: der Mütter, Hausfrauen und Arbeiterinnen, für eine glückliche Heirat, Ehe für eine gute Geburt
Attribute: Joachim: Schriftrolle (siehe Bild: „Vom Wind durchwehte Schriftrolle“)
Ana: als Annaselbdritt“: auf dem Schoß der alten Anna sitzt Maria, auf deren Schoß der Jesusknabe

31. Juli

Ignatius von Loyola (1491-1556)
1536 gründete er zusammen mit Gleichgesinnten den Jesuitenorden.
Attribute: Buch, Fackel, flammendes Herz

Kirchen-Kalendarisches im Juni

Dem heiligsten Herzen Jesu geweiht

1. Juni

Justin (ca. 100)
Er versuchte die griechische Philosophie Platons und die christliche Theologie zusammenzuführen.
Patron der Philosophen

2. Juni

Marcellinus (ca. 299)
Patron von Seligenstadt
Blandina (ca. 170)

3. Juni                        

Karl Lwanga (1865-1887)
Patron der katholischen Aktion und der Jugend Afrikas

4. Juni

Klothilde von Franken (474-544)
Patronin der Frauen, der Kinderkrankheiten
Die schon zu Lebzeiten verehrte Klothilde wurde bereits wenige Jahre nach ihrem Tod heiliggesprochen.

Eva von Lüttich (1190-1265)
Sie trat zusammen mit Juliana von Lüttich für die Prozession am Fronleichnamsfest ein.

5. Juni

Bonifatius (673-754)
„Apostel der Deutschen“

6. Juni

Norbert von Xanten (1082-1134)
Patron für glückliche Entbindung

8. Juni

Maria von Droste zu Vischering (1863-1899)
Sie erlebte mystische Begnadungen und veranlasste Papst Leo XIII., die ganze Menschheit dem Heiligen Herzen Jesu zu weihen.

10. Juni

Margaretha, Königin von Schottland (1046-1093)

11. Juni

Barnabas
Patron bei Streit

13. Juni

Antonius von Padua (1195-1231)
Patron der Liebenden

15. Juni

Vitus (Veit) (ca. 300) Nothelfer
Patron der Jugendlichen

22. Juni

Thomas Morus (1478-1535)
Patron der Regierenden und Politiker, der Katholischen jungen Gemeinde

24. Juni

Johannes der Täufer

25. Juni

Wilhelm von Vercelli (1085-1142)
Legende: Als ein Wolf einen Esel riss, der Steine für den Klosterbau transportierte, kam Wilhelm hinzu, und der Wolf diente ihm fortan als Lastenträger.

27. Juni

Siebenschläfertag – die sieben Schläfer von Ephesus

29. Juni

Petrus und Paulus

60 jähriges Bestehen der Comunità Cattolica Italiana Beato G. B. Scalabrini

60 jähriges Bestehen der Comunità Cattolica Italiana Beato G. B. Scalabrini

Es wandern die Samen auf den Flügeln des Windes, es wandern die Pflanzen von Kontinent zu Kontinent, getragen von den Strömungen des Wassers, es wandern die Vögel und die Tiere, aber vor allem wandert der Mensch, zusammen mit anderen oder allein, aber immer geführt von der Vorsehung. Sie lenkt das menschliche Schicksal, sie geht ihm voran auch durch Katastrophen hindurch, immer auf das Ziel zu: die Fülle des Menschen hier auf der Erde und die Ehre Gottes im Himmel.
Beato Giovanni Battista Scalabrini, Torino (Italia), 1899

26. Juni 2022
Festgottesdienst um 10.00 Uhr in der St. Johann Kirche Ludwigsburg
mit anschließendem Sektempfang und Bewirtung

Die italienische Gemeinde bittet möglichst um Anmeldung zur besseren Planung des Essens.
Entweder im Pfarrbüro der Italienischen Gemeinde unter 07141/ 925171 oder
im Pfarrbüro von St. Thomas und Johannes unter 07141 / 702089-20.

Firmwochenende 2022

Firmwochenende von 8.-10.4.2022 – Haus Lutzenberg in Althütte

11 Jugendliche und 7 BegleiterInnen verbrachten von 8.-10.4.2022 das Firmwochenende in Althüttte- Haus Lutzenberg.
Das Wochenende vertiefte das Motto der Firmvorbereitung „Setz‘ dein Feuer frei!“ auf sehr lebendige Weise. Wir konnten einander bei verschiedenen erlebnispädagogischen Spielen und bei Lebensgesprächen besser kennenlernen, die Jugendlichen entdeckten dabei so manche persönliche Stärke an sich und knüpften neue Freundschaften. Die gute Atmosphäre war bei allen sehr spürbar.

Bei einem Wettbewerb mit geschickt ausgetüftelten kleinen Spielen, durften die Jugendlichen mit Erfolg gegen das Firmteam antreten, was allen sichtlich Spaß gemacht hat. Von Sonne bis Regen, Nebel und Schnee war wettermäßig alles dabei, fast wäre Schneemann-Bauen zum Programmpunkt geworden. Das Wetter war für die Nachtwanderung mit anschließendem Lagerfeuer mit mittelmäßig gelungenem Stockbrot, aber mit guter Laune, kein Hindernis.

Die Versöhnungswerkstatt war eine Gelegenheit sich symbolisch mit ganz persönlichen Lebens- und Glaubensfragen sowie mit Gelungenem und Zerbrochenem im eigenen Leben auseinanderzusetzen, um anschließend im Feuer Belastendes zu verbrennen. Der stimmungsvolle Gottesdienst mit 11 selbstgebastelten bunten Kreuzen am Altar rundete die Impulse am Samstag ab.

Am Sonntagmorgen gab es die Möglichkeit sich auf der Kletterwand auszuprobieren. Schritt für Schritt tastend rauf zu klettern und sich beim Abstieg vertrauend ins Seil fallen zu lassen, das kann ja auch symbolisch für unsere eigenen Lebenserfahrungen sprechen. Manchmal verlässt uns der Mut, dann hilft es, wenn wir verlässlich gesichert werden oder wenn jemand da ist und uns sagt „Komm, das schaffst du“. Die eigene Kraft erleben, sich etwas zutrauen, etwas Neues ausprobieren – auch das stärkt uns auf unserem Weg.

Wir wünschen allen Jugendlichen noch viele bestärkende Erfahrungen in der Firmvorbereitung und freuen uns, euch dabei zu begleiten. Danke, dass ihr so motiviert dabei wart und seid.

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